Wadenwickel.
Die Elfriede ist am wandern, von dem einen Ort zum andern,
doch sie wandert nicht allein, bei dem schönen Sonnenschein,
sondern sie ist in Begleitung. Der Hans Michel hat die Leitung,
denn er kennt sich besser aus. Er holt seine Karte raus
und hat noch kein GPS. Den Standort sucht er nun indes,
mitten in dem grünen Wald. Den findet er noch nicht so bald,
denn er muss sich orientieren, auf die Karte konzentrieren
und unter Fichten, Kiefern, Buchen, nach der Wegmarkierung suchen.
Die dicke Eiche ist markiert und damit ist er nicht blamiert,
als der Führer von der Gruppe. Es ist eine kleine Truppe.
Wandern tut, im festen Schritt, auch die Lieselotte mit
und der Klaus Otto ist dabei. Hinten kommen auch noch drei
und zwar die dicke Anneliese und dann, an der Försterwiese,
der Gustav der im Beutel kramt und der auch schon etwas lahmt.
Die Gertrud kommt noch hinterher und tut sich im Laufschritt schwer.
Das wären somit diesmal sieben. Der Hans der ist daheim geblieben.
Abgekürzt verläuft ein Steg, doch auf dem Burgwaldwanderweg
ist die Verwirrung nicht so groß, sonst verläuft man sich ja bloß.
Mit Karte kann nicht viel passieren. Man braucht sich nur zu orientieren
an dem Kreuzchen und der Nummer dann gibt es sicher keinen Kummer.
Bisher stand am Weg ein B, doch den Weg den hat man eh
aus der Karte raus gelesen. Das B ist nicht mehr da gewesen.
Die Burg Mellnau war im Spiel. Der Christenberg ist nun das Ziel,
den man einmal finden muss. Die Sache endet in Verdruss,
weil man wohl, im falschen Rat, allzu lange suchen tat
und es hat sich darum, eben, ein Umweg in dem Wald ergeben.
Die Anneliese kann nicht mehr, die Gertrud quält sich dabei sehr
und der Gustav ist am hinken und tut aus der Flasche trinken.
Die Elfriede sitzt im Grase und erzählt was von der Blase,
mit dem Hans Michel in Begleitung und der hat eine lange Leitung.
Dann ist der Christenberg in Sicht, wie voreilig Klaus Otto spricht,
denn man muss die Steigung laufen. Er tut sich in dem Schnurrbart raufen
und die Lieselotte schreitet, nach Hans Michel der sie leitet.
Den Rückweg will man nicht mehr gehen, ein Kleinbus tut am Hügel stehen
und dem Fahrer geht es gut, denn der ist ziemlich ausgeruht.
Am Abend ist man sozusagen mit einem mal fast wie erschlagen.
Nach dem Burgwaldwanderpfad benötigt man sehr bald ein Bad
und vielleicht den Wadenwickel. Der Michel, der nervöse Zwickel,
hat die Truppe schlecht geführt. Der dicken Wade der gebührt
der Wadenwickel kalt und nass. Der Umweg war wohl doch zu krass.
H. Feisel
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