Weihnachtsmesse.
Die Kirche war mal wieder voll, so dass sie fast überquoll.
Wie jedes Jahr ist man bereit, wie immer um die Weihnachtszeit,
sich in die Kirchenbank zu drücken. Man muss dicht zusammenrücken,
damit, wenn möglich, viele sitzen. Mancher tut nun eher schwitzen,
anstatt wie üblich mehr zu frieren. Friert er tut er sich genieren
das dem Pastor laut zu nennen. Es muss die Kirche heut bekennen,
dass ein Mitgliedsschwund besteht und mancher aus der Kirche geht,
nicht nur wegen kalten Zehen. Mancher muss sich eingestehen,
dass er wohl zu frösteln neigt, im leeren Ritus der sich zeigt.
Die Kirche wird allmählich arm. Doch diesmal ist es innen warm,
was damit zusammen hängt, dass viele Menschen, dicht gedrängt,
gewisse Zeit, mit reichlich Singen, vor dem Weihnachtsbaum verbringen,
wie immer um die Weihnachtszeit. Weil es diesmal gar nicht schneit,
bei dem weihnachtlichen Singen, kann keine weiße Pracht gelingen.
Den Kindern ist es eher warm, in dichter Enge, Arm an Arm,
was das Zappeln fast verhindert, aber jedenfalls vermindert,
in der Reihe möglich macht. In der weihevollen Nacht
lassen die sich gern beschenken und tun ungeduldig denken,
dass der Ritus, wie verwendet, hoffentlich vielleicht schnell endet.
Kinder tun als ehrlich gelten, auch wenn Erwachsene sie schelten,
die viel Gedanken im Bestreben, offiziell nicht weitergeben.
Wie jedes Jahr, in dieser Phase, ist die Kirche in dem Maße,
wieder reichlich überfüllt und mancher hat sich eingehüllt,
weil er wohl nicht frieren will und denkt danach, bei sich ganz still,
es sei ihm eigentlich zu heiß. Nur die Füße sind wie Eis.
Trotz Segen und viel Weihnachtsgrüße kriegt mancher eher kalte Füße,
wenn er das Wort, soweit es stimmt, selbst für ernsthaft wichtig nimmt,
was der Pfarrer nicht erkennt, der vielleicht nur Worte nennt.
Es heißt den kühlen Kopf bewahren. Mancher wird nach haus gefahren
und manche wollen lieber laufen. Wer schwergewichtig ist muss schnaufen,
an dem steilen Berg empor und meint daheim dass er nicht fror,
bedingt durch diese Fortbewegung. Die Kinder sind nun in Erregung,
denn wie immer, das scheint klar, weil es jedes Jahr so war,
war der Weihnachtsmann zugegen, während sie sich heim bewegen,
zufällig in dem Moment, wenn alles schnell zum Heimweg rennt.
Das ist ein Zufall oder nicht? Ganz genau weiß man das nicht
und keiner will, beim Heimwärts streben, darauf eine Antwort geben,
von denen die es, im gewissen, diesbezüglich besser wissen.
Sinngemäß lässt sich ermessen, die Weihnachtsgans und Weihnachtsessen,
Geschenke von dem Weihnachtsmann, wie man es definieren kann;
und danach oft, irgendwie, der Umtausch und die Garantie.
Die Weihnachtsmesse geht vorbei. Dann sind viel Plätze wieder frei.
H. Feisel
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