Asphalt
Asphalt.
Es gibt Wege die sind alt. Die brauchen dringend den Asphalt.
Auf dem Asphalt rollt der Verkehr auf allen Strecken hin und her,
tagein, tagaus, bei Tag und Nacht, und wird häufig überwacht.
Die schnellsten Autos tun oft drängen, weil sie ungern hinten hängen
und der Pilot sitzt wie verkrampft, wenn vor ihm ein Lastzug dampft,
ziemlich langsam auf der Tour, womöglich auf der linken Spur.
Den Lastzug, den er Stinker nennt, mit Kennzeichen das er nicht kennt,
kommt wohl irgendwo vom Osten denn er scheint schon stark zu rosten.
Macht der Brummer langsam Platz, jagt er weiter in der Hatz
schnellsten auch an eins, zwei, drei, Limousinen dran vorbei,
nicht ohne irgend eine Art von Zeichen, denn alles soll zur Seite weichen.
So fliegt das schnelle Auto dort auf der linken Rollbahn fort.
Mancher meint nun in der Tat, darin sitzt ein Diplomat
oder aber ein Minister. Die Sonderregelung vergisst der
nicht in das Gesetz zu bringen, weil Termine dazu zwingen
und darum jagt der immer sehr mit Hochgeschwindigkeit daher.
Es scheint, als er das Weite sucht, als hat er einen Flug gebucht,
so sehr fliegt er, mit viel Elan, verwegen auf der Autobahn.
Mit Status fährt ganz unbestritten ein bußgeldfreier schwerer Schlitten,
sonst müsste der Minister laufen und es ist zum Haare raufen,
dass der Mensch kein Bußgeld zahlt und mit Paragraphen prahlt.
Gemächlich fährt die alte Kiste dagegen auf der rechten Piste,
die nur langsam vorwärts schleicht, noch bis zum nächsten TÜV vielleicht.
Ein heißer Ofen kann hingegen sich überall hindurch bewegen.
Die Überholspur ist nicht frei, doch ein Motorrad rauscht vorbei
und kann sich auch im Stau bewegen. Mancher Mensch tut sich erregen,
schimpft und meckert sozusagen innerhalb von seinem Wagen.
Der andere will auch nicht schweigen und tut ihm einen Vogel zeigen.
So raucht es bei dem Aufenthalt ab und zu auf dem Asphalt,
wenn der heiße Reifen raucht und der Mensch ein Schimpfwort braucht.
Im Sommer ist es, wie man weiß, auf dem Asphalt gehörig heiß,
einerseits durch schnelle Reifen, wenn die Räder richtig greifen
und zudem durch die pralle Sonne und es ist eine wahre Wonne,
wenn der Mensch, der so schon schwitzt, sich im Wortwechsel erhitzt.
Ein böses Wort wirft er hinüber, die Zeichensprache kommt herüber.
So geht es zu auf dem Asphalt. Im Winter wird es wieder kalt.
H. Feisel
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