Debakel.
Im Debakel fehlt das Glück. Es gibt kein Vor und kein Zurück,
in entsprechend dieser Klemme. Manchmal, in der Autoschwemme,
gewisserweise in dem Wahn, im Stau und auf der Autobahn,
muss man vom Debakel sprechen. Das bereitet Kopfzerbrechen,
wenn es nicht mehr vorwärts geht. Wenn das gute Auto steht,
dann entspricht es, auf der Strecke, ganz bestimmt nicht seinem Zwecke,
denn es ist, in diesem Stil, ein Auto zwar, doch nicht mobil.
Was, aus eingeengter Sicht, den Verkehrsfluss unterbricht,
das bietet allen Grund zum Fluch, beim Verkehrszusammenbruch.
Was macht man im Debakel bloß; die Verwirrung die ist groß.
Nachdem der Autofahrer döst, wird der Stau dann aufgelöst
und danach geht es langsam weiter. Manche werden nie gescheiter
und stecken immer wieder fest. Endlich löst sich auch der Rest
von der endlos langen Schlange. Der Aufenthalt der dauert lange,
denn man wird lange aufgehalten. Es lässt die Zeit sich schlecht gestalten,
in der großen Langeweile. Trotzdem ist man sehr in Eile,
wenn auch nicht besonders schnelle, an immer nur derselben Stelle.
Wer'seilig hat spricht, ohne Frage, deutlich von der Niederlage,
gewisserweise, sozusagen, innerhalb vom Lieferwagen.
Der dringende Termin der platzt. Es sind die Nerven angekratzt.
Dann ist man wieder aufgebrochen und vorher wird sehr viel gesprochen,
in dem Auto vom Debakel. Nur das Radio macht Spektakel
und es warnt vor diesem Stau, im Urlaub bei dem Supergau.
Die Warnung kommt, als man viel rät, für manchen aber längst zu spät,
als ein gut gemeinter Rat, wenn der sich festgefahren hat.
So steht das Auto mitten drinnen. Nutzlos tut die Zeit zerrinnen,
als man auf der Straße weilt, wo man doch in den Urlaub eilt,
zu dem lang ersehnten Glück. Später fährt man auch zurück,
wahrscheinlich wiederum im Stau. Das weiß man vorher nie genau.
Am Autofahren klebt der Makel als laufendes Verkehrsdebakel.
Wer am Lenkrad sitzt der schmollt, weil das Auto wenig rollt.
Der Routenführer, im Debakel, hört sich an wie ein Orakel
und der Fahrer ist verstimmt, der den Rat entgegen nimmt.
Wer Nerven zeigt ist nicht mehr heiter. Irgendwann dann geht es weiter,
wenn auch längst nicht mehr nach Plan. Vielleicht mit etwas mehr Elan
bewegt das Auto sich, vom Ort, allmählich etwas schneller fort.
Dann löst sich wohl, in dem Verlauf, der Stau am Ende langsam auf.
Aufs Gaspedal tritt man erst dann, wenn man zügig weiter kann,
vielleicht nur bis zum nächsten Stau. Man wird daraus nicht richtig schlau,
wenn man wieder, im Bericht, neu von dem Debakel spricht.
H. Feisel
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