Wahre Wonne.
Wahre Wonne.
Eine wahre Wonne ist die Frühlingssonne
und die Kreatur lebt auf, immer wieder im Verlauf,
wenn die warme Sonne scheint, die es gut zu meinen scheint,
mit den menschlichen Gefühlen. Anders als im Herbst, dem kühlen,
hat manches Mädel nun vermehrt in der Lust danach begehrt
den Gefährten auszusuchen. Die Hochzeitsreise lässt sich buchen
sehr viel leichter an der Sonne und es ist eine wahre Wonne,
die Flitterwochen im Bestreben an der Sonne zu erleben.
Der Winter geht einmal zu Ende und die Sonne bringt die Wende,
wenn sie hoch am Himmel strahlt, während manches Männchen prahlt,
in den frühlingshaften Lüsten, um sich dabei sehr zu brüsten,
vor den vielen Weibchen allen. Denen will er wohl gefallen.
Der Paarungstrieb ist neu geweckt, der in allen Tieren steckt
und der Hund der zelebriert, als er das Revier markiert,
dass er gerne, dann und wann, ein Weibchen stark beschnüffeln kann.
Bespringen kann er meistens nicht wegen all der Leinenpflicht.
Es zieht der Rüde an der Leine, denn die Spur, und nicht nur eine,
ist scheinbar eine heiße Fährte. Die Schnüffelnase, die bewährte,
wäre gerne dabei lange bis zum heißen Ziel zugange.
Es denkt der Hund nun heimlich still, ach könnte er nur wie er will,
dann wär ihm manches an der Sonne eine wirklich wahre Wonne.
Gerne möchte er entfliehen. Sein Chef tut an der Leine ziehen,
reißt ihn weg von manchem Graben und tut kein Verständnis haben,
für die Gelüste von dem Hund und er schimpft mit lautem Mund.
Der Hund der pinkelt an die Tonne. Voller Freude und voll Wonne
läuft die Hündin heiß vorüber und sie schaut zum Hund hinüber,
den sie eigentlich gut kennt, wobei die Leine beide trennt.
Es schwelgt auch mancher Ehemann, hin und wieder, wenn er kann,
in den frühlingshaften Trieben, ausschweifend und nach Belieben,
voller Wonne in Gedanken, die als Frühlingstriebe ranken.
Ein Ehemann ist nicht alleine und manchmal an der kurzen Leine,
scheint der Herr vom Hund zu denken und tut die Schritte heimwärts lenken,
zu seinem angetrautem Weib, angesichts vom Zeitvertreib,
den manches Wesen wie verflucht heimlich unter Wonnen sucht.
Wenn die Gattin irgendwann den allzu flinken Ehemann
einmal nicht an die Leine nimmt, dann entläuft er ganz bestimmt.
Dieses tut im allgemeinen manche Gattin innigst meinen,
selbst bei Laune, in der Wonne, angesichts der Frühlingssonne.
Die güldne Sonne, voll Freud und Wonne,
die weckt immer wieder nur die frühlingshafte Frohnatur,
wenn die Vögel lustig trillern und die jungen Mädchen schillern.
H. Feisel
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