Verkündigung!
Die frohe Botschaft ist verkündigt. Man habe sich dabei versündigt,
wie immer vor dem Weihnachtsfest, meint vielleicht ein kleiner Rest
der Belegschaft die noch bleibt und den Ausverkauf betreibt.
Wer nichts schafft der ist ja bloß vorerst einmal arbeitslos,
gibt der Minister zu bedenken. Kann man denen Glauben schenken
die vor den Wahlen viel versprechen und Versprechen gerne brechen,
missachtend die diversen Zahlen, dem entsprechend vor den Wahlen?
Der Firma droht bald der Garaus. Die Weihnachtsfeier fällt schnell aus
und die frohe Botschaft kündigt. Auch der Chef ist längst entmündigt,
der aber seinen Reibach macht, denn auf Seines gibt er acht.
Wird die Firma schnell geschlossen verziehen sich auch die Genossen
des Betriebsrat in dem Fall, so wie immer überall,
wo die Gewerkschaft demonstriert und danach die Macht verliert.
Fast immer gibt, in dem Verlauf, die Firma dabei pünktlich auf,
zum besagten Weihnachtsfest und die Mannschaft ist gestresst
und Heiligabend noch dazu nervös und leider ohne Ruh.
Der Weihnachtsfrieden ist gestört. Verkündigt ist was mancher hört,
jedoch nur, in viel Verdruss, ungehalten hören muss.
Der Konkursverwalter zehrt, der trotzdem sein Gehalt begehrt,
aus der scheinbar leeren Kasse. Die Insolvenz besticht durch Masse.
Das Weihnachtsfest tut sozusagen oft in dem Effekt besagen
dass man in der stillen Nacht manchen gerne joblos macht.
Aufgelistet wird penibel, gekündigt ziemlich unsensibel,
wie es bei denen üblich scheint, von denen wohl ein jeder meint,
er sei selber wohl behütet, während er vor Fakten brütet,
mit der Kündigung im Kopf. Gekündigt wird dem armen Tropf,
dem dabei nur wenig bleibt, wo man den Ausverkauf betreibt.
Wer profitiert sitzt auf die Schnelle zuletzt noch einmal an der Quelle,
wo er noch sein Quantum schöpft. Die Menge fühlt sich wie geköpft
und geht dabei oft mitunter kopflos in der Masse unter.
Der Konkurs verramscht die Masse und wer dran leidet ist die blasse
gefeuerte Verkäuferin und manche wird zur Säuferin,
an Heiligabend und zum Fest und leert die Flasche bis zum Rest.
Abgehoben von der Masse vergnügt sich gern die Oberklasse,
die den Ausverkauf betreibt, der trotz Verlusten noch mehr bleibt
und die scheinbar, wohl begründet, ihre Botschaft dann verkündet.
Wie jedes Jahr, zur Weihnachtszeit, macht sich eine Botschaft breit.
Längst vorbereitet und im Stillen, verkündigt diese ihren Willen,
wonach es danach, dann und wann, einmal lautstark werden kann.
Danach hat sich, ungelogen, jeder starke Laut verzogen.
H. Feisel
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