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Kult-Ur-kritische Texte.

Saboteur.

Saboteur.

In Anbetracht von dem Malheur spricht man oft vom Saboteur,

denn der hat das Malheur verschuldet, während sich der Mensch geduldet,

oder aber, im Verdruss, sich zwangsläufig gedulden muss,

bis das Übel, das besteht, vielleicht zu reparieren geht.

Sitzt der Enkel am Computer, vielleicht bei aktiviertem Router,

und der Computer spielt verrückt, dann hat der Opa was gedrückt,

was er besser an der Stätte lieber nicht beachtet hätte.

Der Computer tut erkranken. Das ist dem Virus zu verdanken,

wie bei einer Grippewelle. Er lahmt und ist an mancher Stelle

im Innenleben nicht gesund. Das Virus aber ist im Bund

mit dem gemeinen Saboteur und der will ja das Malheur,

das den Computer kränkeln lässt. Schon vom Angstschweiß halb durchnässt,

steht der Opa still daneben, denn der hat es aufgegeben,

noch irgend etwas zu erreichen und das Virus will nicht weichen.

Wer nahm den Opa auf die Schippe? Es stand zu lesen „Vorsicht Grippe“,

in der Email, an der Stelle, und der Opa war zu schnelle,

nach dem Virus hin zu horchen, um die Grippe auszuforschen.

Er tat um die Gesundheit bangen und hat das Virus eingefangen,

das den Computer attackiert, der langsam die Funktion verliert.

Dem Opa dem vergeht die Lust und stattdessen hat er Frust,

angesichts der Grippewelle. Der Enkel ist gewitzt und helle,

der nun am Computer sitzt, als der Opa fiebrig schwitzt.

Doch der verzweifelt auch, oh weh, und findet nicht zu diesem Dreh,

mit der die Krankheit, die besteht, irgendwie zu heilen geht.

Der Opa fröstelt und er friert, als sich ein Programm verliert

und der PC im Schüttelfrost, kriegt wieder zweifelhafte Post.

Diesmal schreibt und das sehr rege, im Internet die Apotheke,

vom guten Mittel gegen Grippe. Der Opa beißt sich auf die Lippe.

Er öffnet diesmal nicht im Nu und die Email die bleibt zu,

die der Opa, in der Wut, schnellstens einfach löschen tut.

Der Opa muss zum Doktor gehen, denn er tut, das kann man sehen,

an dem Grippevirus leiden und es lässt sich nicht vermeiden

dass der PC Doktor dann prompt zu der Diagnose kommt,

der auch nach einer Krankheit sucht. Der hat den Saboteur verflucht.

Doch eigentlich ist es ihm recht, denn er verdient daran nicht schlecht

und irgendwie muss, im Bestreben, ein jeder Mensch von etwas leben.

Die Natur übt Sabotage, bis in die höchste Chefetage,

wenn der Boss zu husten pflegt und sich nicht ins Büro bewegt.

Auch ist der Saboteur schon lange mit dem Virus fest zugange,

das die Festplatte zernagt und damit manche Nerven plagt.

Es muss, bei solcherlei Beschwerden, ein Mittel noch gefunden werden,

das im Immunsystem gereift, den Saboteur PC angreift.

H. Feisel

Arbeitsweise.

Arbeitsweise.

Der Tag beginnt am frühen Morgen und mancher macht sich schon viel Sorgen,

wie der neue Tag beginnt, weil er an Problemen sinnt.

Ein anderer steht im Verlauf ziemlich unbekümmert auf,

kann ziemlich lebenslustig sein, springt in den neuen Tag hinein.

Die Vögel zwitschern früh am Morgen und machen sich wohl keine Sorgen,

wie der Tag, der neu entsteht, nun am besten weiter geht.

Die Vögel zwitschern und sie singen. Also muss der Tag gelingen,

denkt dabei der Optimist, der hoffnungsvoll am Morgen ist.

Der Pessimist ist mehr betrübt, weil er sich in Skepsis übt,

in allem was vielleicht geschieht und weil er nicht die Vögel sieht,

die sich keine Sorgen machen und zwitschernd aus dem Schlaf erwachen.

Er hat die Vögel nicht gehört, als er auf ein Unglück schwört.

Der Optimist geht aus dem Haus, der Pessimist muss auch hinaus.

Beide müssen, nach Erwachen, schließlich ihre Arbeit machen,

mehr oder weniger geschickt und der Chef hat rein geblickt.

Es schreiten beide nun zur Tat und der Chef gab seinen Rat.

Der Optimist ist couragiert, der nicht den Elan verliert

und ist ein gutes Stück voran, wie man deutlich sehen kann.

Der Pessimist wirkt mehr verhalten, in der Arbeit, beim gestalten

und liegt dabei ein ganzes Stück in seiner Tatkraft weit zurück.

Den einen hat der Chef gelobt, beim anderen hat er getobt,

wie das beim Chef so üblich ist, wenn er an Soll und Haben misst.

Der Optimist haut noch mehr rein und, es durfte niemals sein,

macht einen folgenschweren Fehler und meint der Chef sei ein Krakeeler.

Der Fehler wirft ihn weit zurück und das fördert nicht sein Glück.

Der Pessimist holt im Verlauf vorsichtig allmählich auf

und wird nun vom Chef gelobt, der nun vor dem andren tobt,

weil die Maschine nicht mehr läuft und weil sich der Ausschuss häuft.

Nun fühlt der eine sich geadelt und der andere getadelt.

Vorsichtig, so gut er kann, kommt der Pessimist voran.

Dann ist der Optimist so weit und erneut betriebsbereit.

Schließlich ist es Feierabend. Die beiden sieht man heimwärts trabend.

Man nimmt alles mit in Kauf. Beide liegen nun gleichauf,

der eine mit dem langen Schritt, der andere im kurzen Tritt,

während sie nun im Geschehen miteinander weiter gehen.

Der Tag hat jedem was gebracht, die Arbeit ist im Werk gemacht

und beide, während sie nun eilen, konnten sich die Arbeit teilen

und liegen gleichauf bei der Linie, mit Hilfe jeweils der Maschine.

H. Feisel

Alte Leute.

Alte Leute.

Junge Leute sind modern. Alten Leuten liegt es fern

mit der Mode auf den Zehen in dieser Weise mitzugehen.

Der alte Mensch kramt in der Truhe, doch er sucht keine Stöckelschuhe.

Der hohe Absatz liegt ihm fern, auf flachen Sohlen läuft er gern.

Der alte Mensch hängt mit Methode an der altbekannten Mode,

die einmal, das scheint schon klar, früher die moderne war.

Auch alte Leute tun sich kleiden und sie wollen es vermeiden,

wie die Jungen auszusehen, denn das tut Alten wenig stehen.

Der alte Mensch ist mit den Jahren in seinem Leben sehr erfahren,

sofern er die Erfahrung machte und es zu der Einsicht brachte,

dass die Erfahrung, die belehrt, im Leben ständig wiederkehrt.

Die Jugend ist noch wild und laut, wenn sie auf die Pauke haut;

alte Leute sind schon Greise und gezähmt und eher leise.

Der alte Mensch mag kein Radau und ist in seinem Alter grau,

prahlt nicht mehr, wirkt nicht mehr prächtig, geht gemächlich und bedächtig,

besonnen und in stiller Ruh auf sein Lebensende zu.

Junge Leute sind mobil, in ihrem ganzen Lebensstil.

Alten Leuten liegt das fern und sesshaft ist der Alte gern,

wenn er still im Sessel sitzt und nicht mehr um die Ecke flitzt.

Alte Leute mögen Ruhe und verlatschen wenig Schuhe,

kommen lange in dem Haus mit den alten Latschen aus

und müssen nicht mit Schuhen prahlen und keinen hohen Preis bezahlen.

Alte Leute sehen schlecht und das Brillenglas ist echt,

bei Kurz- und Weitsicht oft gebraucht und wird geputzt und angehaucht.

Alte Leute tun schlecht hören und auf ihre Jugend schwören,

als die Jugend, das scheint klar, noch nicht so verdorben war.

Man war recht lang im Elternhaus, kannte sich damit nicht aus,

mit der Verhütung, die man kennt und heute selbstverständlich nennt.

Die Jugend, das ist ungelogen, wusste noch nicht viel von Drogen,

wirkten aber stark berauscht, als man zu dem Führer lauscht.

Alte Leute waren braun und hinter manchem Lattenzaun,

den man am Häuschen sehen kann, wohnte mancher Biedermann.

Alte Leute sehnen sich, allein gelassen an dem Tisch,

im Erinnern an die Zeit, nach ihrer Vergangenheit.

Alte Leute waren jung und damals auch noch auf dem Sprung,

sind gehüpft, umher gesprungen und haben gerne laut gesungen.

Die Lieder, die man damals kannte und noch nicht allzu schmalzig nannte,

sang man einst in großer Fülle, in der ländlichen Idylle.

Das Liederbuch war eingebunden. Die Idylle ist verschwunden,

was alte Leute nicht verstehen, während sie nach rückwärts sehen.

Junge Leute gehen aus, Alte bleiben mehr im Haus

und verträumen ihre Zeit, mit Hilfe der Vergangenheit.

Alte Leute tun gern stöhnen und sich das Klagen angewöhnen,

haben Rheuma oder Gicht. Das haben junge Leute nicht,

oder aber eher selten, solange sie als Junge gelten.

Alte Leute werden steif und man spricht sie wären reif,

wie auch immer und wozu. Der alte Mensch der schläft im Nu,

bei dem Programm, wie kann es sein, am Abend vor dem Bildschirm ein.

Alte Leute tut es drücken, in dem Nacken und im Rücken

und alte Leute lieben auch immer noch den alten Brauch,

die Unterhaltung zu betreiben, um Neuigkeiten zu beschreiben.

Kindisch werden hier und heute wie ehedem die alten Leute.

Doch wird der Junge in Gestalt ganz von selber wieder alt,

nachdem, wie es im Leben geht, er das Alter nicht versteht,

aber letztlich, bis zum Schluss, an sich selbst erfahren muss.

Und immer folgt dasselbe Spiel mit immer stets dem gleichen Ziel.

Die jungen Leute sind die Alten, mit grauem Haar und vielen Falten

und alte Leute, nah und fern, reden in dem Alter gern,

wenn sie sich im Alltag sehen. Die Zeit tut zur Verfügung stehen.

Bei Rente und bei der Pension bleibt die Freizeit immer schon,

sich ein Stündchen zu berichten, über mancherlei Geschichten,

über Sex und manchen Streit, über ihre Jugendzeit,

über mangelhafte Tugend, innerhalb der neuen Jugend,

über Politik und Macht. “Armes Deutschland, gute Nacht!”

H. Feisel

Sparschwein.

Sparschwein.

Hat ein Mensch viel Schwein gehabt, dann ist er vielleicht hochbegabt,

bei den Kreuzchen die er macht, denn er ist plötzlich, über Nacht,

zum Lottomillionär geworden. Er fürchtet nun man will ihn morden

oder in dem Haus berauben und in diesem festen Glauben

verschanzt er sich in seiner Tür. Verständnis hat er keins dafür,

für das Bitten und Gebettel, nachdem er, durch den Lottozettel,

ziemlich reich geworden ist. Nun versteckt er, mit viel List,

seine Lottomillionen. Er hofft man möge ihn verschonen,

vor Bittgesuchen und so weiter und schließlich braucht er den Begleiter,

der ihn vor Attacken schützt. Das Sparschwein hat ihm mal genützt,

denn er hat früher viel gespart. Nun ist er, in der Gegenwart,

ein Mensch der nicht mehr sparen muss. Er kommt nun in den Genuss

von allen vorteilhaften Dingen, die ihm sehr viel Freude bringen.

Wie lange diese Freude währt, das bleibt vorerst ungeklärt.

Sparsam lebt der kleine Mann, der sich nicht viel leisten kann

und der spricht dazu noch heiter das Sparschwein wär' sein Wegbegleiter.

Ein Sparschwein ist, im großen Geiz, auch ein Mensch in seinem Reiz

jedes Geldstück, im Geschehen, drei bis viermal umzudrehen.

Doch wer viel Geld verprassen kann der ist ein beliebter Mann,

bei denen die sich nicht genieren vorteilhaft zu profitieren.

Der Millionär im großen Haus, der lebt nun in Saus und Braus,

fährt Ferrari und Roll Roys, beschäftigt eine paar starke Boys,

als Bodygards zu seinem Schutz und haut kräftig auf den Putz.

Doch wird das Sparschwein nun sehr alt, am Ehrenplatz im Aufenthalt,

denn es bleibt nun unbeachtet. Daher wird es nicht geschlachtet,

und es steigt nun, im Verlauf, vom Sparschwein zu dem Glücksschwein auf,

weil es, mit noch vollem Bauch und ziemlich schwer geworden auch,

am Ehrenplatz geborgen steht und vorerst nicht in Scherben geht.

Das Sparschwein steht nun, ohne Zwecke, am Ehrenplatz in seiner Ecke.

Vom Hämmerchen verschont geblieben bleibt dem Schwein nun gutgeschrieben,

im entsprechenden Format, was es einstmals, in der Tat,

in seinem runden Bauch verschlang. Es existiert dann schließlich lang,

nur noch allem Glück zum Zwecke, unbeschadet in der Ecke.

Der Lottomillionär gewinnt, was ihm am Ende schnell zerrinnt.

Er lebt in gut geschützten Wänden und er wirft, mit vollen Händen,

in seinem luxuriösen Haus, das Geld nun zu dem Fenster raus.

Irgendwann ist es geschehen und nichts ist mehr vom Geld zu sehen,

das er am Ende, wie verflucht, überall vergeblich sucht.

Dem Lottomillionär geht's gut. Das führt zu seinem Übermut

und er gibt die Millionen aus. Zurück bleibt nur, in seinem Haus,

das volle Sparschwein das er packt, im elendigen letzten Akt.

Dem Sparschwein droht nun in der Kammer ein schnelles Ende durch den Hammer.

H. Feisel

Sanatorium.

Sanatorium.

Es schaut ein kranker Mensch sich um, nach dem Sanatorium,

in dem er, als ein kranker Mann, sich einmal heilen lassen kann.

Der Stress liegt manchem Mann im Blut und die Erholung tut ihm gut

und macht in der Kur mitunter seine müden Knochen munter.

Zuhause ist er ausgelaugt, weshalb er fast schon nichts mehr taugt,

hat die Gattin ausgesprochen, denn der Mensch ist wie gebrochen

und schläfrig müde in dem Stil und zunehmend nicht mehr agil.

Es hat der arme Mann geklagt und die Kur ist angesagt,

in der er sich, wenn möglich still, einmal gut erholen will.

Sein Hausarzt hat ihm das empfohlen, denn der Mensch muss sich erholen.

Auch die Mutter will genesen, denn sie ist im Stress gewesen,

im Alltag, im Familienleben und die Kinder sind nicht eben

immer wirklich leicht zu Händeln. Man kann sich in der Kur anbändeln,

wie man immer wieder hört, worauf der Nachbar feste schwört,

abgenabelt von dem Gatten, mit dem so genannten Schatten.

Der Kurschatten ist heiß begehrt, mit dem der Nachbar gern verkehrt.

Das erzählt er, in dem Fall der Genesung, überall,

nur nicht daheim, in seiner Bleibe, bei dem angetrauten Weibe.

Der Nachbar muss es schließlich wissen, denn er will keine Kur vermissen.

Die Heilstätte ist alle Zeit zwecks der Genesung hilfsbereit.

Die Mutter macht sich ihren Reim auf das Müttergenesungsheim,

denn sie verliert den Lebensmut und die Genesung tut ihr gut.

Erst soll der Vater in die Kur, drei Wochen aber leider nur,

hat die Mutter, als sie klagt, in Anbetracht der Kur gesagt.

Es ist der Vater stark beleibt der nun seine Kur betreibt.

In Anbetracht der müden Knochen hat man das Gewicht besprochen

und der Mann steht ohne Frage sehr gewichtig auf der Waage.

Es tut die Waage nun indessen das Körperfett des Mannes messen.

Abspecken sei die Devise, angesichts der schweren Krise,

hat der Kurdoktor gemeint, der das wohl zu wissen scheint.

Drei Wochen gehen schnell vorbei. Viel Körperfett setzt das nicht frei

und länger wär das der Garaus. Dann kommt der Mann zurück nach Haus

und die Gattin ist nun dran, denn die Erholung schließt sich an,

für die vom Stress geplagte Mutter. Der Gatte ist noch gut im Futter,

hat sich wohl nicht viel betätigt und damit wäre wohl bestätigt,

bezüglich von dem Ehemann, dass nicht viel passiert sein kann.

Der Nachbar hat wohl übertrieben, denn manches geht nicht nach Belieben,

scheint die Gemahlin still zu denken. Der Nachbar tat den Hals verrenken

und stand dabei, mit viel Vergnügung, zum Rasen mähen zur Verfügung.

Nun geht die Hausfrau in die Kur, sechs Wochen aber leider nur.

H. Feisel

Querulant.

Querulant.

Der Querulant X weiß eigentlich nix!“

Trotzdem weiß er alles besser. Dadurch ist er nur ein Stresser,

der andere nur stressen kann. Jeder wünscht sich irgendwann,

dass er sich einmal verzieht und dass er ihn nicht länger sieht.

Der Querulant der stellt sich quer, je häufiger und um so mehr,

je öfters vielleicht mancher Mann einen Vorschlag machen kann.

Er stellt sich quer dank seiner Masse und meint er sei die erste Klasse

und sein Denken so zusagend in der Logik überragend.

Wie er in seiner Logik denkt, ist er aber abgelenkt

in seiner Umstandskrämerei und ahnungslos noch nebenbei.

Der Querulant der liegt am Weg wie eine Schranke vor dem Steg

und tut den Fortgang stark behindern. Er tut im Affekt behindern

was effektiv dabei vielleicht Koordinationen gleicht.

Der Querulant tut viele kränken und diese dabei nur beschränken,

im selbstständigen Wirkungskreis. Ihm fehlt leider der Beweis,

in dem er sich als plumper Mann selbstständig erkennen kann.

Darum stellt er sich um so mehr leider immer wieder quer,

prinzipiell, so wie es scheint, weil er ständig von sich meint,

er sei selber, in der Tat, ganz unfehlbar mit dem Rat,

der sich mit Gewalt aufdrängt, der aber in der Logik hängt.

Es stellt der Querulant sich quer und mancher tut sich damit schwer,

weil er seinen Zweck einbüßt. Die Arbeit wird ihm nicht versüßt

durch das quer gestellte Denken. Mühsam lässt er sich beschenken,

in dem quer gestellten Rat, arg gestört bei seiner Tat,

mit dem allzu klugen Wissen. Am liebsten wär' er ausgerissen

weil ihn dauernd, wie betört, der Querulant beim Schaffen stört.

Im immer sturen, steifen Stil, ist die Logik nicht mobil,

die von Vorvorgestern ist und die Entwicklung nur vergisst

sich, bezüglich vieler Sachen, in dem Geiste klar zu machen.

Der Querulant behindert quer so den laufenden Verkehr.

Der Querulant, den nichts mehr stoppt, ist in sich selber wie gedopt,

in seiner queren Handlungsweise. Darum schweigt er niemals leise

und gibt ständig immerzu seinen alten Senf dazu,

den jedoch ein mancher Mann gar nicht mehr genießen kann.

Der Senf ist nicht mehr zu genießen. Ein mancher tut darum beschließen

sich besser ganz zurückzuziehen und tut in die Freiheit fliehen,

wo er sich selber, irgendwann, sehr viel mehr beweisen kann,

als es je und überhaupt der Querulant es ihm erlaubt,

der sich aufdrängt im Geschehen. Der Querulant ist, so gesehen,

einer der „Alles“ nur verhindert, von dem leeren „Nichts“ behindert.

H. Feisel

Pensioniert.

Pensioniert.

Der alte typische Beamte, der dem Schreibtisch angestammte,

tut effektiv in Listen sehen und kann keine Däumchen drehen,

wie man so im Volksmund sagt. Der Schreibtisch ist schon recht betagt,

genau so wie der Bürokrat, der recht fleißig, in der Tat,

routiniert die Akten wendet, bis die Akte jeweils endet.

Das Schreddern ist noch nicht erlaubt, bevor die Akte ganz verstaubt

und völlig überflüssig ist. Was der Beamte nicht vergisst,

das sind die Häkchen die er macht und auf die Kreuzchen gibt er acht,

die vor vielen Fragen stehen. Die Fakten muss er viel besehen

und dabei am wirken bleiben. Er muss sich nicht die Zeit vertreiben

wenn er in die Zeitung schaut. Der Denksport ist ihm wohl vertraut,

im aktenkundigen Bericht. Das Kreuzworträtsel braucht er nicht,

denn der Tag geht, eben drum, auch ohne Kreuzworträtsel rum,

bei all dem ungeheuren Stress, spricht die Kollegin ziemlich kess.

Die hat viel dazu geneigt, dass sie kess die Kurven zeigt,

besonders immer bei dem Treff mit dem neuen jungen Chef,

der gerne schwarzen Kaffee mag, manchmal mehrfach an dem Tag.

Er blättert viel im alten Schema, in den Akten zu dem Thema,

das zumeist, bei viel Verdruss, von ihm bewältigt werden muss.

Das Thema ist wohl doch abstrakt. Die Akte ist erst dann intakt,

wenn alles ganz geregelt scheint, hat immerhin sein Chef gemeint.

Der Beamte sieht wohl ein: er kann im Amt nur tätig sein,

solange er, laut dem Beschluss, aktiv am wirken bleiben muss.

Dann tut der Computer kommen und der Beamte merkt beklommen

dass er dem nicht gewachsen ist. Heimlich denkt er: was ein Mist.

Er sitzt an den Computertasten, die ihn nervlich stark belasten,

und starrt auf den Monitor. Ein harter Stress steht ihm bevor,

denn mit dem Ding kommt er nicht klar, wie es zu erwarten war.

Während ihn der Chef nur drängt, sieht er dass der Computer hängt

und nicht mehr reagieren will. Verzweifelnd resigniert er still.

Dann ist der Arbeitstag verkürzt, denn der PC ist abgestürzt

und der Bildschirm wird ganz dunkel, beim entsprechenden Gemunkel,

innerhalb von den Kollegen. Der Beamte ist verlegen

und die Verlegenheit nimmt zu, denn der Computer ist im Nu,

immer wieder alle Zeit, leider nicht sehr hilfsbereit.

Der Beamte der muss passen und tut den Computer hassen,

der ihm schwer zu schaffen macht. Der Chef der äußert den Verdacht,

dass seine Arbeitszeit nichts bringt, weil am Computer nichts gelingt.

Die Fassung kann man leicht verlieren. Wie kann man sich arrangieren?

Es streicht der Chef ihm nun den Lohn und er geht in die Pension.

In Pension spricht der Beamte: der Computer, der verdammte,

ist irgendwie dann doch ein Segen, denn nun kann er sich frei bewegen.

H. Feisel

Familienbande.

Familienbande.

Es zerreißt oft kurzerhand mitunter das Familienband,

wobei man durcheinander hüpft. Familienbande sind geknüpft

und fest verknotet in dem Haus. Wer kennt sich mit dem Knoten aus,

mit vielen Haken und mit Ösen und wer kann den Knoten lösen?

Die Lösung tut sehr schlecht gelingen. Der Knoten ist nicht aufzubringen,

in dem Knäuel, von dem Faden, und einer ist schon sehr geladen,

wenn er an dem Faden zieht, an dem Band, wie es geschieht.

Die Lösung tut sich schlecht gestalten, der Knoten tut beständig halten.

Familienbande scheinen zwingend. Den Knoten knüpfte er einst dringend,

als es scheinbar, das schien klar, erforderlich im Leben war,

was auch zweckmäßig erscheint, wie mancher immer wieder meint.

Mancher Knoten, ungelogen, ist allzu heftig fest gezogen,

was häufig schicksalhaft bedingt, keine echte Lösung bringt.

Darum spricht man hierzulande manchmal von “Familienbande”.

Wenn es laut tönt und keiner schweigt und wenn man sich den Vogel zeigt

nachdem man sich zu viel verschwieg, dann nennt man das den “Bandenkrieg”.

Steigert sich der Familienclan im Bandenkrieg bis in den Wahn,

dann geht es häufig und im Nu auf dem Grundstück heftig zu.

Mancher Mensch wird immer toller und er kriegt den großen Koller,

im Wutanfall auf dem Gesicht. Wenn man von einem Tollhaus spricht,

in Bezug auf irres Treiben, dann scheint keiner still zu bleiben,

wenn alles durcheinander rennt und jeder laut sein Schimpfwort nennt.

Steigert sich das heiße Spiel, dann mehren sie die Wort viel,

im ausgeübten jähen Zorn, von hinten, seitlich und von vorn.

Tun die Nachbarn alle lauern, an den Fenstern und an Mauern

und schreit der Bauer sich halb doof, dann kommt der Lärm vom Bauernhof,

wie es hin und wieder ist, im familiären lauten Zwist.

Es schallt das Echo ungemein bis weit in das Dorf hinein.

Das halbe Dorf, und das ist Fakt, hat mitgehört in diesem Akt,

als der Bauer, Wut erfüllt, laut auf seinem Hofe brüllt,

als die Bäuerin sich zeigt, die zu dem Gekreische neigt

und als die Oma, auch nicht still, über alles meckern will.

Die Geschwister tun im Freien noch lauter als im Kuhstall schreien,

oder es dringt in dem Fall, ungedämpft, mit lautem Schall,

das Geplärre und Gekreische beinah bis zur hohlen Eiche.

H. Feisel

Auflauf.

Auflauf.

Man gebe dies und das, als Norm, laut Rezept, in eine Form

und dann läuft, im Backverlauf, der Auflauf zu der Höchstform auf!“

Ist der Auflauf frisch gebacken, dann kann man hungrig danach packen

und er lässt sich dann verzehren, von denen die danach begehren.

Im Rezept hat man entdeckt, was alles in dem Auflauf steckt,

der in dieser Form erhitzt brütend in der Röhre sitzt.

Ein großer Auflauf führt zur Enge, innerhalb der Menschenmenge,

wenn die Menge, die sich zeigt, neugierig zum Auflauf neigt.

Die vorne stehen, im Verlauf, auf die läuft die Menge auf,

die von hinten schiebt und drängt, weil alles dicht zusammenhängt.

Der Menschenauflauf, im Extrem, ist dem Kultobjekt genehm,

zu dem der Menschenauflauf läuft, der sich im großen Haufen häuft.

Das Kultobjekt steht etwas oben, von der Masse abgehoben,

und spornt die, so gut es kann, zu dem großen Beifall an.

Der Auflauf bläht sich, tut sich dehnen und jener tut sich daran lehnen,

der vor der Masse ungeniert seinen Ritus zelebriert,

so wie immer und vor Orten, im Singsang und mit großen Worten.

Somit zehrt die Prominenz, vom Auflauf in der Backfrequenz.

Steckt der Backfisch tief im Teig, dann genügt ein Fingerzeig,

denn mancher Fan ist frisch gebacken und tut ganz zusammen sacken,

wenn irgend etwas nicht ganz stimmt, wenn man ihn aus der Hitze nimmt.

Der Auflauf aber kocht und gärt, solang die Oberhitze währt

und die Unterhitze auch, in der Gewohnheit und im Brauch.

Die Prominenz tut das begehren, denn sie will vom Auflauf zehren.

Vom großen Auflauf wird indessen heute wie noch nie gefressen.

Der Auflauf hat sich eingefunden. Das tut der Fressbegierde munden,

wenn Prominenz, die hungrig ist, große Stücke davon frisst.

Der Prominente, sich zum Glücke, der hält darauf große Stücke,

denn er greift ja sehr gewandt nach großen Stücken mit der Hand,

die er gierig in sich schlingt, was Heißhunger so mit sich bringt.

Bei großer Hitze in der Röhre, zeigt man die erhitzte Göre,

die beinah schon in Ohnmacht fällt, wenn sie sich kaum noch aufrecht hält,

überhitzt in diesem Maße, innerhalb von der Ekstase,

oder aber in der Trance, mangelhaft in der Balance.

Wie gut dass mancher, dann und wann, eigentlich kaum fallen kann,

eingepfercht und dicht gedrängt, weil alles fest zusammenhängt.

H. Feisel

Arrangieren.

Arrangieren?

Wer will, der kann sich arrangieren, um nicht noch alles zu verlieren,

der bewegt sich irgendwie, im Trend von seiner Strategie,

notgedrungen im Entschluss, weil er das so machen muss.

Beim rangieren, hin und her, fällt die Fortbewegung schwer,

bei viel vorwärts und zurück und kreuz und quer, beim letzten Stück.

Der Mensch rangiert an seinem Ort, mit aller Macht und großem Wort,

manchmal ein halbes Leben lang und bewegt sich zu dem Rang,

der ihm, wie er lange meint, dabei angemessen scheint.

Der Mensch wird hin und her geschoben. Dann hat er sich im Rang erhoben,

denn er hat sich arrangiert. Damit er nicht den Rang verliert,

muss er sich weiter arrangieren, damit ihm viele applaudieren.

Wenn sich jedoch der gute Mann nicht wirklich arrangieren kann,

dann bleibt er ohne Rang und Titel und er findet dann kein Mittel,

für die spezielle Fortbewegung. Er fördert höchstens die Erregung,

innerhalb von diesen Kreisen, die sich als arrangiert erweisen

und die, die Rangstufe erklimmen und die Anordnung bestimmen.

Immer in derselben Weise, fährt der Zug auf seiner Gleise,

auf dem Rangiergleis hin und her und ohne Weiche fällt es schwer

die Richtung dabei zu bestimmen. In mancher Handlung lässt sich trimmen,

was noch nicht geregelt scheint, hat der Arrangeur gemeint.

Die Weichenstellung hat gezeigt, dass mancher Kraftakt dazu neigt,

dass ein alter Zug am Schluss, vor dem neuen weichen muss.

Stehen alle Türen offen, dann macht der Gegenzug betroffen,

dann bläst der Fahrtwind ins Gesicht, im politischen Bericht.

Mancher spricht auch beim Schach vom Zug und hat vom Gegenzug genug.

Politisch kennt man zur Genüge manches Spiel und viele Züge

und arrangieren muss man sich immer an dem runden Tisch,

wo in der Runde, wo es geht, ein sonderbarer Kreis entsteht.

Die Rede ist von Winkelzügen. Über die kann man verfügen,

an viel Kanten und viel Ecken, die im Detail verborgen stecken.

Arrangieren kann sich still jeder Wähler, wenn er will,

was immer das ihm, dann und wann, nützen oder schaden kann.

Das Rangieren und Verschieben, hat man immer gern betrieben,

in dem steten Ranggefüge. Das Arrangieren, zur Genüge,

verhilft dabei zu manchem Trick in der hohen Politik.

H. Feisel