Junggeselle / Zimmer.
Der Junggeselle sitzt im Zimmer und dabei stört ihn meistens immer
nur das Ticken von der Uhr. Der Fernsehapparat läuft nur
hin und wieder eher selten und er tut auf die Werbung schelten
die aufdringlich, aus seiner Sicht, alles ständig unterbricht,
auf das er sich voll konzentriert, wenn er sich gut informiert,
in Dokumentarberichten. Auf Horror kann er gut verzichten,
denn dabei schläft er allgemein regelmäßig wieder ein,
denn das was er nicht glauben kann erschreckt ihn auch nicht irgendwann.
Der Single sitzt als wohlgemuter Schreiberling an dem Computer,
wo er sich die Zeit vertreibt, die ihm noch im Leben bleibt.
Der Computer ist zum Glück hilfreich und sein bestes Stück,
wenn er sich den Kopf zerbricht und wenn er mit sich selber spricht,
mittels der Computertasten, um den Drucker auszulasten.
Er verzichtet, in der Tat, auf den Fernsehapparat,
wann immer es ihm möglich ist, denn das Programm ist ihm zu trist,
trotz der Action die geschieht, die er schläfrig übersieht.
Wen immer auch die Kugel traf, es animiert ihn nur zum Schlaf,
weil ihn die Märchen kaum berühren, die zur Langeweile führen.
Die Nachrichten, zu den er schaut, sind ihm auch schon fast vertraut,
denn es wiederholt sich meist, was im gleichen Schema kreist.
Für vieles fehlt noch der Beweis und beständig steigt der Preis
von Heizöl, Diesel und dem Strom. Wieder spricht der Papst in Rom
und in Berlin die Kanzlerin und der Minister führt im Sinn
was er emsig kommentiert, was in der Wirtschaft konsumiert,
fast einstimmig in dem Beschluss im Land gehandhabt werden muss.
Der Benzinpreis muss noch steigen und Manager tun dazu neigen
sich alle Taschen voll zu machen. Nebst vielen ungereimten Sachen
spendet der Papst den Weihnachtssegen, denn er will zugrunde legen
dass sein Segen etwas nützt und die Welt vor Unheil schützt,
was aber zweifelhaft erscheint, wie das Gereimte logisch meint.
Der Junggeselle denkt noch immer, logisch konzentriert im Zimmer,
während seine Uhr noch tickt, die Welt sei plump und ungeschickt,
in alledem was sie betreibt, solange er am Tippen bleibt,
allein vor den Computertasten. Sein Anspruch der geht wohl zu Lasten
des niederen Niveaus der Welt, hat er denkend klar gestellt.
Er ist nicht mit der Welt zufrieden, denn die Welt hat es vermieden,
die Gedanken aufzugreifen, die aus Denkansätzen reifen.
Religion und Politik betrachtet er als Missgeschick
und er verachtet große Narren die von weit herunter starren,
auf die ehrfurchtsvolle Menge in beklemmend starrer Enge.
H. Feisel
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