Blog powered by TypePad

Letzte Kommentare

http://heinrichfeisel.typepad.com/Nachdenkliches

Kult-Ur-kritische Texte.

Sauna.

Sauna.

Manch ein Paar ist drum bestrebt dass es viel gesünder lebt

als Menschen die sich falsch ernähren. Das Leben soll ja länger währen,

bei Gesundheit, Gott sei Dank. Darum ist man lieber schlank.

Doch mancher isst gern und wird dick, im tagtäglichen Missgeschick

seine Mahlzeit zu verstauen. Wer will kann eine Sauna bauen,

im Garten oder in dem Keller. Dann schwitzt er leichter und viel schneller,

ohne all zu viel Bewegung, bei der laufenden Verpflegung,

die ein Schwerarbeiter braucht. Wenn die Sauna dampft und raucht

dann schmilzt vielleicht das Körperfett. Auch die Gattin brütet nett

und ist in dem Dampf erhitzt, als der Mann recht heftig schwitzt.

Aus allen Poren dringt der Schweiß. Man kann auch ohne Arbeitsschweiß

dabei leicht ins Schwitzen kommen. Darum hat man Platz genommen,

ohne sich viel zu bewegen und das Dampfbad ist ein Segen,

weil es den ganzen Körper reinigt und Geist und Seele schmelzend einigt.

Im Alltag schwitzt wohl keiner gern und es liegt den meisten fern

bei der Arbeit arg zu schwitzen. In der Sauna kann man sitzen

und schwitzen was das Zeug her hält, solang es irgendwie gefällt.

Der Körper schwitzt ganz splitternackt und bleibt dadurch lang intakt,

sofern nichts schlimmeres geschieht, was kein Mensch im Voraus sieht.

Wie ein jeder sicher weiß, läuft in der Sauna sehr viel Schweiß.

Ob der Speck dabei auch gut in dem Körper schmelzen tut

und sich wie der Dampf verflüchtigt, wenn sich der Mensch nicht sehr ertüchtigt,

das ist eher unwahrscheinlich. Ein dicker Bauch wirkt eher peinlich

und der breite Hintern auch. Es ist in der Sauna Brauch

dass man seinen Körper zeigt, wenn der Mensch zu schwitzen neigt.

Es wird die Sauna angeheizt. Ob in der Sauna manches reizt,

das hängt vielleicht vom Alter ab. Der Dicke sieht an sich hinab

und sieht nichts als seinen Bauch und den behält er meistens auch.

Von dem Körper läuft die Brühe und man gibt sich alle Mühe

noch recht lange auszuhalten. Klitschend nass sind die Gestalten,

die triefend dicht zusammenhängen und irgendwann nach draußen drängen,

aus der heißen feuchten Gruft, an die klare frische Luft.

Nachdem man in dem Nebel döst fühlt man sich nun wie erlöst,

nach dem Bad, vom Schweiß befreit. Nun hat man die Gelegenheit,

nach dem Schweiß, bei dem Erwärmen, von der Sauna laut zu schwärmen.

Man möchte weiter im Geschehen gerne in die Sauna gehen,

weil man dort so gerne sitzt und dabei übermäßig schwitzt.

Der Gesundheit tut das gut, weshalb man weiter schwitzen tut,

bis der Mensch, vielleicht am Schluss, den Schweiß nicht mehr ertragen muss.

Dann ist der Mensch am Ende alt und seine Sauna bleibt oft kalt,

weil er kränkelnd und ganz still nicht mehr weiter schwitzen will.

Der Schweiß läuft nicht mehr von der Glatze und er liegt auf der Matratze.

H. Feisel

Alimente.

Alimente.

Ein Thema ist die Alimente, doch nicht als lebenslange Rente.

Wer kostengünstig Kinder zeugt, der wird vom Gesetz gebeugt,

wenn er heimlich und ganz still sich der Pflicht entziehen will.

Mancher tut das unterbinden, denn er ist nicht aufzufinden

und hat sich schleunigst abgesetzt. Die arme Mama ist verletzt,

weil sie ohne Papa ist, der in seiner Hinterlist,

nach seinem sexuellen Trieb, nicht mit dem Namen unterschrieb.

Sie weiß, als arg gestresste Frau, den Namen selber nicht genau.

Die Mama tat Kontakte pflegen und muss sehr scharf überlegen,

wer, das ist ihr nicht ganz klar, eigentlich der Vater war.

Ganz eindeutig ist im Bericht, die Vaterschaft noch lange nicht.

Sie bräuchte dazu ein paar Proben und ein Mensch ist abgeschoben,

denn es könnte allgemein der Ali auch der Vater sein.

Der machte ihr einst Komplimente, doch zahlt er keine Alimente.

Darum ist die Mutterschaft, ausgelöst durch Manneskraft,

letzten Endes ein Desaster und jeder Mann ein schlimmes Laster.

Aus dem Grund ist die Leidenschaft eigentlich nur lasterhaft,

weil, sie ist nun stark belastet und der Sex war überhastet.

Übereifrig war sie lange verschiedenartig fest zugange

und es wurde fast zur Qual, denn es blieb ihr keine Wahl.

Die Wahl ist ihr ja unter allen immer ziemlich schwer gefallen

und es ließ sich schwer entscheiden. Nun lässt es sich kaum vermeiden,

dass sie sich nunmehr am Schluss irgendwie entscheiden muss.

Der Alfred war ihr nicht geheuer, der suchte nur ein Abenteuer.

Der Vater wird er wohl nicht sein Der Rainer ist ihr zu gemein,

denn der hat sie sitzen lassen. Der Ali lässt sich nicht mehr fassen.

Den Helmut könnte sie wohl fragen, doch der kann ihr auch nicht sagen,

ob er wohl der Vater ist, weil er zu leicht die Zeit vergisst.

Der Stefan ist nur arbeitslos und denkt schon: was mich ich bloß;

doch er kommt für eine Klage ohnehin wohl kaum in Frage.

Der Günther steht noch zur Debatte, den sie fast vergessen hatte.

Oder war das zu der Zeit, der Gerhard der um Hilfe schreit.

Den Werner hat sie ausgeschlossen, denn der ist schon lang verflossen,

Der Wilfried hat die feste Braut. Die hat sie böse angeschaut

und der Friedhelm ist, oh Wehe, immerhin im Bund der Ehe.

So scheitet dies und das im Haus, der geliebten Rosa aus

und der Ali, dieser Hund, spricht die Rosa mit dem Mund,

käme ihr nun sehr gelegen, denn es wäre echt ein Segen,

im Staat bei einer Bürgerschaft. Die Abschiebung nach seiner Haft,

hätte sie, wie man so sagt, nicht bei der Vaterschaft beklagt.

H. Feisel

Bollerwagen.

Bollerwagen.

Am ersten Mai tun Leute wandern, von dem einen Ort zum andern,

mitunter mit dem Bollerwagen. Der bollert dabei sozusagen

auf Schotter oder grobem Pflaster und wer ihn zieht spricht vom Desaster,

weil er insgesamt erhitzt unter dieser Mühe schwitzt.

Das Wägelchen befördert hier nicht selten einen Kasten Bier

von dem, wer zieht, am meisten trinkt, wenn er schweißgebadet stinkt,

in seinem mühseligen Fleiß, bei vermehrtem Achselschweiß.

Auch der Axel ist recht lange am Bollerwagen mit zugange

und zügig greift er darum hier zu der warmen Flasche Bier.

Das Bier ist nicht mehr gut gekühlt und hat sich wärmer angefühlt.

Es bewegt sich, von dem Ort, der Bollerwagen weiter fort,

beim Geholper mit Geboller und der Kasten ist ein voller.

Der Kasten ist am Anfang voll, den man langsam trinken soll

und gut gekühlt nach Möglichkeit. Doch es ist nach kurzer Zeit

der Kasten Bier schon halbwegs leer. Dann ist der Wagen nicht so schwer.

Der Bollerwagen aber bollert, während eine Flasche rollert,

vom Bollerwagen auf das Pflaster. Das warme Bier führt zum Desaster,

denn alle werden langsam träge. Es gibt heut keine Niederschläge.

Nur der Esel sozusagen fühlt sich Abends wie zerschlagen,

der den Bollerwagen zieht, an dem man ihn sehr schwitzen sieht.

Das Bier tut sich noch mehr erwärmen, von dem manche trotzdem schwärmen,

denn mancher hat noch nicht genug und nimmt weiter Zug um Zug,

aus der warmen Flasche Bier von dem Bollerwagen hier.

Der Bollerwagen bollert weiter und manche Schritte werden breiter,

wenn auch ganz bestimmt nicht länger. Wer dran zieht hat einen Hänger

und lässt sich, schlapp geworden, hängen und dann weiter dazu drängen,

den Bollerwagen fort zu ziehen. Die Pfandflaschen sind nur geliehen,

denn darauf gibt es schließlich Pfand. Doch manche endet doch im Sand.

Der Bollerwagen bollert weiter und noch sind alle Menschen heiter,

die langsam aber, mit Beschwerden, zusehends bald träger werden.

Die Trägheit nimmt dann wohl im Nu letzten Endes ziemlich zu

und langsam bollert sozusagen mehr gedämpft der Bollerwagen,

wieder in der Heimstatt ein. Wer zieht kann nur ein Esel sein,

hat mancher still bei sich gedacht, als er noch den Endspurt macht,

von der Maitour unter Klagen, ziehend an dem Bollerwagen.

Der letzte Akt ist dann geschehen. Der Bollerwagen kommt zum Stehen

und steht dann in einem fort, wieder in der Ecke dort,

vielleicht bis zum nächsten Jahr, bei der drohenden Gefahr,

wenn erneut der Mai geschieht, dass wieder nur der Esel zieht,

gewisserweise, sozusagen, entsprechend an dem Bollerwagen.

H. Feisel

Gepinkel.

Gepinkel.

Ein feiner Pinkel' pinkelt nicht, stehend mit dem Angesicht,

irgendwo an einer Wand, wie ein Bauer auf dem Land.

In der Stadt fällt dieses schwer. Wo nimmt man die Toilette her,

wenn es den Menschen heftig treibt, der ratlos dabei stehen bleibt?

Rennt ein Mensch wie in Ekstase, mit hohem Druck in seiner Blase,

dann weiß er manchmal allgemein in der Stadt nicht aus noch ein,

weiß vielleicht nicht auszutreten und muss um die Erlösung beten.

Der Bauer hat sich längst entleert und keiner hat sich laut beschwert,

solange er die Großstadt meidet, wo mancher an der Blase leidet.

Wenn ein Mensch nicht irgendwann die Blase bald entleeren kann,

womöglich nach dem großen Durst, dann ist ihm plötzlich vieles Wurst,

bei viel Haken und viel Ösen. Am Land kann man sich leicht erlösen,

wie der Bauer demonstriert, der nicht sehr viel Zeit verliert

und darum nicht die Stadt verflucht, wo man die Toilette sucht.

Pinkelt einer in der Stadt, wo er nichts verloren hat,

unrechtmäßig in die Ecke, seiner großen Pein zum Zwecke,

denn die Blase schafft Beschwerden, dann kann es ziemlich peinlich werden.

Der Ordnungshüter steht am Platz und betreibt dort seine Hatz,

während Pinkelsünder hetzen. Man muss sich auseinandersetzen,

in dem was danach, laut Beschluss, als Ordnungsstrafe folgen muss.

Plätschert dort ein starker Strahl, vielleicht nach einem Festtagsmahl

mit ausgiebigem Trinkgelage, womöglich noch am hellen Tage,

mitunter auch im Faschingstreiben, wo soll denn dann der Sünder bleiben.

Der große Druck quält überall, zu mindestens im Karneval.

Die Stadtkasse der dient es nur, innerhalb der Konjunktur,

weil die Menge etwas bringt, während es so manchen zwingt.

Der Bauer aber steht am Mist wo kein Ordnungswächter ist

und kann pinkeln wo er will. Die Nachbarin bleibt lieber still.

Das Pinkeln kostet beim Getrinke unversehens reichlich Pinke,

wie der Städter sicher weiß. Denkt sich einer was ein Scheiß,

während er im Fehlentschluss an ein Auto pinkeln muss,

dann ist er manchmal schlecht beraten, bei derart abartigen Taten.

Steht er am Auto ganz allein? Hin und wieder kann es sein,

dass er alles ganz vergisst und an den Streifenwagen pisst,

ob mit Absicht oder ohne, dem Stadtsäckel dabei zum Lohne.

Der Sünder hat sich schlecht verteidigt und der Beamte ist beleidigt,

was natürlich viel mehr kostet und weil der Wagen auch verrostet,

fällt das Bußgeld deftig aus, unter tosendem Applaus,

als vielleicht die Kölner Jecken das Thema auch im Zug entdecken.

Nach manchem Zug, aus mancher Flasche, greift der Beamte zu der Tasche,

um das Bußgeld zu verhängen und um dem Pinkler, unter Zwängen,

die Erleichterung zu schaffen. Der tut auf seinen Beutel gaffen.

H. Feisel

Fastnacht.

Fastnacht.

Wenn der Faschingsnarr erwacht dann ist es beinah schon fast Nacht,

dann wird mancher Mensch mitunter allmählich locker und sehr munter.

Überall sieht man Grimassen und Leute ziemlich ausgelassen

nach irgendwelchen Fläschchen greifen. Wo Blicke zu dem Bierglas schweifen

da ist man nachts noch ziemlich lange in den Kneipen fest zugange,

mit dem Bierglas in der Hand. Ziemlich außer Rand und Band

ist die Clique neben dran und die Uschi schmiegt sich an.

Gut verkleidet ist die Uschi als das liebe Kätzchen Muschi,

das sich gern im Kissen kuschelt. Ihre Mähne ist verwuschelt.

Schnurren tut sie wie ein Kätzchen, denn sie sucht ein warmes Plätzchen.

Der Willi mit der roten Nase kommt gegenüber in Ekstase,

bei der lauten Faschingsfeier und es scheint er ist ein Bayer,

denn er tut „die will i“ sprechen. In der Runde weiter zechen

tun alle die, die voller Mühe, fast nachts hindurch, bis in die Frühe,

weiterhin das Glas erheben und dabei ihr Bestes geben,

aus vollem Hals, wenn auch mit Mühe. Abgestanden ist die Brühe

die nicht mehr hinunter läuft und die am Morgen keiner säuft

und zunehmend, von mal zu mal, wird das Bier allmählich schal.

Auch der Klaus hat abgewunken, hat sein Bier nicht mehr getrunken

und findet schwer zur Tür hinaus. Es ist Fastnacht, er will nach haus.

Der Willi trinkt noch einen Kurzen und draußen kann er endlich furzen,

was noch nicht verboten ist. Weil Walter an die Ecke pisst,

wo die Sitten heut verrohen, würde ihm ein Bußgeld drohen,

wenn das ein Ordnungshüter sähe. Doch es ist keiner in der Nähe,

weshalb die Handlung, die geschieht, keine Strafe nach sich zieht,

in diesem Fall und ausnahmsweise. Der Walter der verdrückt sich leise,

von dem örtlichen Delikt und wird daheim ins Bett geschickt.

Wahrscheinlich meint er kurz vor Acht es wär inzwischen nun fast Nacht.

Als der Willi draußen pupst, meint Horst man hat ihn angeschubst,

denn er kommt aus seinem Tritt, im richtungslosen Stolperschritt.

Als der Hans im Bett erwacht ist es immer noch fast Nacht,

denn er muss dringend auf das Klo, nach ein paar Bieren sowieso,

weil das Bier bekanntlich treibt und nicht in der Blase bleibt.

Vergnüglich tut man oft beim Zechen von Prost-ata beim Bierglas sprechen

und der Hans macht dann zu Hause noch fast Nachts die Pinkelpause,

wenn ihn wieder, wie verrückt, die Blase dauernd heftig drückt.

Es ist Fastnacht als Peter prompt um die nächste Ecke kommt,

von der Gemahlin unterstützt, die ihm wohl beim Heimgang nützt.

Der Willi denkt noch in dem Bett: „Will i oder will i net,

träumend von der süßen Muschi und das Kätzchen das hieß Uschi.

H. Feisel

Karneval 2008.

Karneval2008.

Es ist wieder Karneval. Viel mehr als das letzte Mal

spitzt sich manches Thema zu, von SPD und CDU,

von Ypsilanti und vom Koch, während es schon brenzlig roch,

im Vorfeld von dem Faschingstreiben. Wird der Koch am köcheln bleiben?

Auch kocht das Mütterchen am Herd. Wer mehr will rackert wie ein Pferd,

das man vor den Karren spannt. Der Karriere nachgerannt

ist mancher in dem heißen Triebe, angeblich nur aus Nächstenliebe,

zum Wohl des Volkes sozusagen. Den Diätplan tut beklagen

wer gewichtig aus der Sicht abgewägte Worte spricht.

Hat der Koch sich, wo er hockt, die Suppe selber eingebrockt?

Die muss ausgelöffelt werden, wenn auch unter viel Beschwerden,

denn sie führt zu Magenkrämpfen. Den Hunger auf Karriere dämpfen

alle jene, die indessen, gerne von dem Süppchen essen,

in der kunterbunten Gruppe. Arg versalzen ist die Suppe

und der Koch ist daran schuld, denn er griff, in Ungeduld,

im Salz zu einer großen Prise, wahrscheinlich wohl nach der Devise,

entscheidend sei in aller Kürze, entsprechend eine scharfe Würze.

Arg gepfeffert und gesalzen tut mancher mit der Zunge schnalzen,

auf der es bis zum Magen brennt. Wenn man erst Magenkrämpfe kennt,

dann ist die Mahlzeit unter allen heftig einmal durchgefallen.

Das kann man einen Durchfall nennen, denn es tut im Magen brennen,

durch das Missgeschick vom Koch. Die Suppe, die auch brenzlig roch,

ist nicht allen gut bekommen. Im Kochtopf ist vorweg genommen

es sei nunmehr ausgesprochen der gewisse Koch am kochen.

Es gibt der Koch im Krisenstab den Schöpflöffel nur ungern ab,

will weiter in der Suppe rühren und das muss wohl dazu führen,

dass alles sich im Lachkrampf windet, wo der Koch sich wieder findet,

im Produkt vom Karneval, sicherlich noch viele mal.

Kulinarisch geht es zu, bei SPD und CDU,

doch manche tun von dem Erbrechen und von Ungenießbar sprechen.

Es rührt in der bunten Truppe der Koch in der Gemüsesuppe

und darin schwimmt auch noch der Kohl. Paprika ist innen hohl,

egal ob grün, ob gelb, ob rot, spricht der Koch in seiner Not.

Schwarz sehen kann man aus der Sicht, aber auch wie mancher spricht,

im Karneval auf dem Podest. Aufgegessen bis zum Rest

wird die Suppe aus dem Teller und der Abgang ist ein schneller,

wenn ein mancher ganz vermehrt den Zugang zum Null Null begehrt.

Dort zieht sich manches in die Länge, doch es kommt schon in die Gänge,

was letztlich unabwendbar scheint, hat man im Karneval gemeint.

Die Lage spitzt sich weiter zu, bei SPD und CDU.

H. Feisel

Rosenmontag.

Rosenmontag.

Den Fasching feiern alte Hasen. Es gibt viele rote Nasen,

am Rosenmontag um so mehr. Die Stimmung steigert sich noch sehr,

je mehr es rote Nasen gibt, denn rote Nasen sind beliebt,

im so genannten Karneval. Wer draußen friert der trinkt einmal

aus dem Flachmann in der Tasche, oder aus der großen Flasche,

dann wird die blasse Nase rot. Wer zu viel trinkt der wird zur Not

mit der roten Nase blau. Der Faschingszug steckt fest im Stau

und der Clown greift in die Tasche und leert mit einem Zug die Flasche.

Manche trinken in der Form wieder einmal ganz enorm

und fallen irgend einmal drum, wie im Koma plötzlich um.

Wer zu viel säuft der kriegt genug, bei dem Rosenmontagszug,

was für ein paar Tage reicht, und endet dabei wohl vielleicht,

am Rosenmontag früher schon, auf der Intensivstation.

Der Rosenmontagszug beschert, bei schlechtem Wetter auch erschwert,

was dem Volk am Herzen liegt, wenn die Stimmung überwiegt,

dass man den größten Chefs ganz oben, ohne sie zu sehr zu loben,

den Spiegel vor die Nase hält. Wer immer sich ein Urteil fällt,

der sieht im Spiegel, aus der Sicht, manches im gewissen Licht.

Der Eulenspiegel sieht bei Nacht, wenn manche Eule erst erwacht,

das Nachtleben der Prominenten, entsprechend in den Argumenten.

Der Rosenmontagszug zieht um, vor dem werten Publikum

und publiziert aus seiner Sicht, was dem Wahn der Welt entspricht,

in vielen ungereimten Dingen, die viel Beachtung mit sich bringen.

Es gibt im großen Missgeschick viel Rosen für die Politik.

Doch die Rosen können stechen und dem entsprechend anders sprechen,

als es mancher gerne wünscht, der vieles gerne übertüncht,

an der äußeren Fassade. Bestechlichkeit und das ist schade,

hat hohe Herren animiert, wenn mancher Herr ganz ungeniert,

plötzlich laut von Scheiße spricht, wo er sich in den Finger sticht,

wenn man ihm dabei vielleicht den Rosenstrauß mit Dornen reicht.

Die Rosen die verdient sich vorn, entsprechend mit dem spitzen Dorn,

die Elite an der Spitze. Gestichelt wird durch solche Witze

die auf die Lage zugespitzt mancherlei Gemüt erhitzt.

Während die Prominenten kosen, beschenkt womöglich mit viel Rosen,

zieht der Rosenmontagszug, stichelnd hoffentlich genug,

leidenschaftlich alle maßen, mit viel Beifall durch die Straßen.

Die roten Nasen in den Gassen können es dabei nicht lassen

sich wieder sehr zu amüsieren, angesichts der großen Tieren,

die alltäglich im Geschehen die gröbsten Fehler übersehen,

die sie gern am liebsten machen, mit weit aufgesperrtem Rachen.

H. Feisel

Finanzen.

Finanzen.

Damit die Finanzierung stimmt, die der Finanzmann übernimmt,

muss alles gut geregelt sein. Finanziell soll allgemein

die Finanzierung gut gelingen und neu Finanzen mit sich bringen.

Darum lautet das Begehren: wie kann man alles Geld vermehren

und immer wieder neu gestalten, im entsprechenden Verhalten.

Das Geldwesen bezieht sich heute immer mehr extrem auf Leute

die zur Hochfinanz gehören. Die stehen hoch und sie beschwören

immer wieder auf das Neue, dem Geldwesen dabei die Treue.

Die Geldmittel die sind vorhanden. Der Finanzier hat drauf bestanden,

entsprechend auf die Sicherheit, in der Finanzierbarkeit,

damit er auch sein Geld vermehrt, das verdoppelt wiederkehrt,

nach Möglichkeit, wo es wohl geht. Das Geldmittel, wo es besteht,

kann man aus öffentlichen Töpfen mitunter um so leichter schöpfen,

je mehr man hierbei, in der Tat, einen großen Einfluss hat.

Mancher greift, im alten Zopf, zu dem öffentlichen Topf.

Wer den Topf nicht wirklich kennt und sich die Finger dran verbrennt,

der soll es besser unterlassen in den heißen Topf zu fassen.

Was die Finanzleute betreiben lässt sich nicht immer klar beschreiben,

aus nur ahnungsloser Sicht. Geheimniskrämerei entspricht,

häufig im Finanzgebaren, dem Handel mit versteckten Waren

und der Staatshaushalt saniert das was längst den Wert verliert,

im erschütterten Vertrauen. Es ist nicht alles zu durchschauen.

Maßgeblich geht es hier und heute um gewisse Finanzleute,

die dem Kapital vertrauen und auf die Kapitalkraft bauen

und die sich, an beliebten Plätzen, hin und wieder arg verschätzen,

in der Finanzierbarkeit. Die staatliche Finanzhoheit

hantiert mit ihrem Steuerrecht und der Kleine staunt nicht schlecht,

angesichts der großen Zahlen, die mit vielen Nullen prahlen.

Manche Null ist, in dem Stil, bei dem Zahlenspiel mobil

und sie lässt sich, nach Belieben, eifrig hin und her verschieben.

Tut die Null in dem Geschehen weit vor einem Komma stehen,

dann wäre dabei sozusagen immer noch zu hinterfragen

in welcher Farbe man die schreibt. Ob die noch schwarz geschrieben bleibt,

oder ziemlich rot markiert, die Finanzierbarkeit verliert,

das ist somit alle Tage immer wieder neu die Frage.

Tut die Null aus freien Stücken ziemlich weit nach vorne rücken,

dann ist die hoffentlich nicht rot, denn dann sind die Finanzen tot.

Es häuft sich aber alle mal vielleicht viel totes Kapital,

das kein Finanzamt jemals sieht, das vor der Gier der Ämter flieht,

das sich genügend gut versteckt und das keiner leicht entdeckt.

Es verlangen die Finanzen genügend große Toleranzen

und entsprechend möglichst ganz vom Finanzamt mehr Distanz.

H. Feisel

Gucken.

Gucken.

Man muss gucken wo man bleibt.“ Dieser Satz, der viel beschreibt,

ist variabel und flexibel und manchmal äußerst hoch sensibel,

wo viel zu diskutieren geht, wenn es sich um Dinge dreht

die mancher vielleicht anders sieht, als jener der viel an sich zieht,

in seinem lüsternen Verlangen, zur Kapitalkraft zu gelangen.

Jeder muss sehen wo er bleibt, was immer er im Leben treibt,

denn jeder will, genau genommen, gern über die Runden kommen,

in dem Alltag der geschieht, wo er seine Kreise zieht.

In dem Kreislauf, hier auf Erden, kommt es manchmal zu Beschwerden,

wenn der Mensch nicht mehr verschweigt, dass sich der Kreislaufkollaps zeigt.

Dann muss der Hausarzt nach ihm gucken. Es muss der Mensch Tabletten schlucken,

wie es der Beipackzettel schreibt und er muss gucken wo er bleibt,

wenn es sich im Kopfe dreht, wenn ein Schwindel dort entsteht.

Manchem dreht sich's auch im Kopf. Doch der hängt noch nicht am Tropf,

sondern höchstens, in der Bar, an der Theke, wo er war.

Das führt auch mal zu Beschwerden. Schwindelig kann es ihm werden,

wenn er nicht nur Pillen schluckt, sondern in viel Gläsern guckt.

Man muss gucken wo man bleibt, spricht mancher der zum Schwindeln neigt,

in zweifelhaften Geldgeschäften. Der Wirt müht sich, nach Leibeskräften,

um volle Gläser an dem Hahn, denn die Miete ist ein Wahn.

Der Gastwirt der alleine bleibt und schon rote Zahlen schreibt,

der ohne Schneefall auf der Piste, Gäste lange Zeit vermisste,

der muss gucken wo er bleibt. Mancher Gast ist wohl beleibt

und verzehrt für zwei Personen und tut sich daher doppelt lohnen.

Auch der muss gucken wo er bleibt, wenn ihn der Hunger dazu treibt

im Berggasthof sein Ziel zu buchen. Tut er das Trinkgeld doppelt suchen?

Mancher Mensch geht schlecht auf Krücken und macht einen krummen Rücken

und die Gattin, die ihn treibt, die will gucken wo er bleibt.

Die Nachbarin die tut sich ducken und versteckt vom Fenster gucken

und will sehen was geschieht, als sie an dem Vorhang zieht.

Es spricht, wer sich die Augen reibt, man muss gucken wo man bleibt,

zu Beginn des neuen Jahres. Und daran ist wohl etwas Wahres,

nach längerer Silvesternacht. Das neue Jahr hat nichts gebracht,

nur Kopfweh, mit viel Magenkrämpfen, doch man will nicht die Hoffnung dämpfen,

dass alles vielleicht irgendwann nur noch besser werden kann.

Neujahr hat noch nichts gebracht. Das Jahr ist noch nicht vollgemacht

und muss erst noch das Seine bringen. Doch der Einstieg tat gelingen,

mit reichlich Sekt et cetera und mancher ist dabei voll da

und wenig später wohl, Oh weih, schließlich nicht mehr voll dabei.

Wenn es ihn nach Hause treibt muss er gucken wo er bleibt.

H. Feisel

Arrest.

Arrest.

Ein Sträfling sitzt mitunter fest, als ein Sünder im Arrest,

kann sich nicht sehr weit bewegen, muss sich auf die Pritsche legen,

kann in der Zelle nicht weit laufen, kann sich längst nicht alles kaufen,

hat auf engstem Raum sein Klo und den Mief nun ebenso,

wenn er die Freiheit ganz verliert, denn er ist ja arretiert.

Der Häftling schreit und redet platt, weil er ziemlich Platzangst hat,

innerhalb der kleinen Zelle, in aller Enge an der Stelle,

wo die Psyche von dem Mann noch durchgedrehter werden kann.

Der Häftling haftet fest im Bau und macht Rabatz und viel Radau,

weil er durchzudrehen droht und redet dabei ganz verroht.

Man will sehen, wie es scheint, was der Doktor dazu meint.

Dann wird er, was sich gebührt, zu dem Doktor hin geführt

und er klagt, er wird verrückt, wenn ihm nicht bald der Ausbruch glückt,

der Einbruch war ja auch gelungen. Dort ist er leicht hindurch gedrungen.

Dem Doktor ist das auch bekannt. Der hat ihn Arrestant genannt,

was weitaus mehr gebildet klingt und ihm Anerkennung bringt.

Beim Einbruch tat er schnellstens flitzen. Jetzt muss er aber längstens sitzen,

da drinnen bei der JVA und draußen ist er nicht mehr da.

In der Zelle sitzt er dort, ständig und in einem fort,

unter der Gefängnisleitung und wünscht sich täglich eine Zeitung.

In der Zeitung steht zu lesen er sei auf der Flucht gewesen,

beim Einbruch, vor der Polizei. Die Zeitung hat er mit dabei,

in der er dort noch etwas galt. Die ist schon viele Wochen alt

und er war berühmt, berüchtigt und hatte sich dabei verflüchtigt.

Nun muss er in der Zelle hocken und draußen tut die Freiheit locken,

bei seiner Platzangst, wenn er schrie, und der Zellenallergie,

wie das der Psychiater nennt, der ihn inzwischen auch schon kennt.

Er sitzt verdrießlich in dem Knast und ist sich selber eine Last,

weiß mit sich nichts anzufangen und wär am liebsten gleich gegangen,

wenn man ihn gelassen hätte, an der stark begrenzten Stätte.

Er sitzt und sitzt, mit sich im Streit, und sitzen muss er lange Zeit,

was das Sitzfleisch, wie er meint, sehr zu strapazieren scheint.

Sein Hinterteil tut ihm schon weh und er sucht an einem Dreh,

weshalb er bald darauf besteht, dass er ein paar Runden dreht,

draußen im Gefängnishof. Doch das wird ihm auch zu doof

und blöd fühlt er sich auch dabei, denn er läuft dort auch nicht frei,

sondern wie ein Kettenhund dauernd in dem Kreislauf rund,

mit frischer Luft in seiner Plauze, doch mit dem Maulkorb auf der Schnauze.

Dann geht er wieder von der Stelle und verdrückt sich in die Zelle,

wo er was zu essen kriegt und träumend auf der Pritsche liegt.

Um Zehn wird er ins Bett geschickt und dann ist er eingenickt,

nachdem er auf der Brille saß, was er vorher nicht vergaß.

Bald darauf liegt er im Schlummer und er träumt und hat viel Kummer.

Er träumt von früher, von der Jugend, von Erziehung und von Tugend

und er träumt von seinem Nest, denn da hat er auch Arrest,

denn er verübte in der Jugend auch nicht allzu viele Tugend.

Hausarrest hat er bekommen, denn er hatte was genommen,

was er bestimmt nicht nehmen sollte, als sein Alter damals grollte.

Er blieb damals unversöhnt, hat sich an den Arrest gewöhnt

und ist dabei viel weg gelaufen und sein Alter tat viel saufen,

saß oft bei Wasser und bei Brot. Inzwischen ist der Alte tot

und er selbst, wie manche Väter, weiterhin ein Übeltäter.

Sein Sohn steckt bei der Frau zu haus und darf manchmal nicht hinaus,

denn er hat häufig Hausarrest und seine Frau ist oft gestresst.

Der Arrest in mancher Zelle vererbt sich scheint's an mancher Stelle,

oder wird dort viel gelogen und derselbe anerzogen?

H. Feisel