Alltägliches 18.
Im alltäglichen Bestreben tut es die Begegnung geben,
bei der sich häufig Leute treffen. Onkel, Tanten, Nichten, Neffen,
und noch weitere Verwandte, sowie mancherlei Bekannte,
begegnen sich oft hier und heute, innerhalb der vielen Leute.
Dann kommt es zum Kommentar, wie das Wetter ist und war
und vielleicht noch werden kann. Man trifft sich wieder, irgendwann,
mit „Guten Tag“ und „Guten Morgen“ und man gesteht sich ungern Sorgen.
Doch es wird manches vorgetragen. Mancher Kummer, manche Klagen,
kann es, ab und an im Leben, alltäglich immer wieder geben.
Begegnen kann man sich erneut, wenn man sich mal wieder freut.
Wenn es aber heftig regnet ist man sich nicht gern begegnet,
ohne Regenschirm und Mütze, bei vielleicht der Wasserpfütze,
durch die ein schnelles Auto fährt. Wenn die Begegnung länger währt,
dann am besten, das ist fein, beim herrlich warmen Sonnenschein.
Beim Regen, unter grauem Himmel, hat fast jeder Mensch den Fimmel,
sich schnellstens nach daheim zu wenden und die Begegnung zu beenden.
Ganz alltäglich traf man Leute, worüber sich der Rentner freute,
bei viel Sonnenschein im Park. Dann fühlt sich der Rentner stark,
wenn möglich unter Seinesgleichen. Wenn die Rentner mürrisch weichen,
dann ist die Stimmung nicht gesegnet, weil es nieselt oder regnet.
Alltäglich gibt es, Gott sei Dank, noch die Begegnung bei der Bank,
wenn das Wetter wieder passt. Der Rentner, der den Stock umfasst,
trifft sich alltäglich immer wieder, bei den Rosen und beim Flieder,
vor dem Zaun und an der Hecke und an mancher schönen Ecke.
Ist das Wetter hell und klar, nachdem vielleicht viel Regen war,
dann geht der Rentner gern hinaus und er bewegt sich aus dem Haus,
vielleicht mit etwas mehr im Sinn, hinüber zu der Rentnerin.
Bei der Begegnung trifft die jeden und mit vielen kann sie reden,
viel Sinngemäßes oder nicht, im alltäglichen Bericht.
In der verstreuten Menschenmeute bewegen sich auch junge Leute.
Treffen tun sich auch die Jungen. Bei der Begegnung angesprungen
kommen die mit viel Elan, eventuell mit manchem Plan,
denn junge Leute machen Pläne. Die Alten füttern lieber Schwäne,
Enten, Vögel oder Tauben. Das tut die Stadt nicht gern erlauben
und die Begegnung insgesamt, mit der Person vom Ordnungsamt,
vollzieht sich dann, in dieser Weise, auch nicht immer still und leise,
wenn die Tauben vieles futtern und alte Frauen sie bemuttern
und beim Hund bedingt durch Not, durch den frischen Hundekot.
Alltäglich, lernt man sich neu kennen und man kann das Begegnung nennen,
bei dem was täglich neu geschieht, wie immer man den Alltag sieht.
H. Feisel
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