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Kult-Ur-kritische Texte.

Schematisch.

Schematisch.

Manches Schema dient dem Wisch und kommt als Thema auf den Tisch,

wo am runden Tisch vereint jeder irgendwie was meint.

Da man, bis zu dem Beschluss, eifrig diskutieren muss,

weil doch jeder, wie es scheint, im Schema etwas andres meint,

schiebt sich der Beschluss im Haus zögerlich noch weit hinaus.

Es nimmt die Diskussion kein Ende doch irgendwann kommt doch die Wende,

indem ein jeder unterkommt. Der Entschluss geschieht dann prompt,

nunmehr den Beschluss zu fassen, wenn alle in das Schema passen,

die sich in schemenhaften Taten, bürokratisch lang beraten.

Das Schema „Tisch“ ist angesagt, wenn der kluge Rat beklagt,

der Paragraph in den Gesetzen sei praktisch besser zu ersetzen.

Was ganz „Prak Tisch“ neu geschieht, wenn man es realer sieht,

das dient vielleicht, nach langer Zeit, einmal doch der Wirklichkeit.

Das Schema tritt, nicht ganz gesund, dabei in den Hintergrund.

Die schemenhaft am Schreibtisch sitzen müssen praktisch wenig schwitzen,

weil sie die Praxis gern vermeiden. Die in der Praxis drunter leiden,

die verachten irgendwie das Schema aller Theorie,

dem sie sich, laut viel Beschlüssen, immer wieder beugen müssen.

Irgend jemand denkt mit Fleiß, dass er alles besser weiß,

was er zu seinem Schema macht. Sein Schema sei stets angebracht,

tut er dabei verlauten lassen, um emsig den Entschluss zu fassen,

Schemenhaftes vor zu denken. Er will in seinem Schema lenken,

wobei er häufig nicht erkennt, dass man ihn nur krankhaft nennt.

Schematisierend in dem Trieb setzt er durch was er beschrieb,

in seinen praxisfernen Themen, theoretisch in den Schemen,

wie er sie für richtig hält. Weil ihm sein Schema sehr gefällt,

sitzt er schematisch gern am Tisch, vor einem so genannten Wisch,

weil es ihm zweckmäßig erscheint, wie er in seinem Irrtum meint.

Das Schema „Tisch“ bleibt angesagt, während sich ein mancher fragt,

praktisch zweifelnd und mit Groll, was das Schema bringen soll.

Man reagiert dabei mit Witzen, weil jene die am Schreibtisch sitzen

sich in schemenhaften Taten, weiterhin sehr viel beraten

und hartnäckig darauf bestehen, dass sie alles besser sehen,

in ihrer klugen Übersicht. Der Schreiberling in dem Gedicht,

kann leichtfertig darüber spotten, angesichts von den Marotten,

die das Schema, in der Art, schematisch gerne offenbart.

Der Schreiberling macht seinen Spott und er nennt das Schema Trott,

weil mancher Bürokrat vielleicht eher einem Trottel gleicht.

Es wird der Schreiberling verflucht, der schematisch in der Sucht

ständig seinen Reim betreibt und bei seinem Schema bleibt.

So stößt manches heikle Thema, vorgeprägt im öden Schema,

auf Interessen die sich zeigen und dabei zum Spötteln neigen.

H. Feisel

l

Phantasien.

Phantasien.

Es steht der Mensch fast wie ein Zwerg vor einem großen Bücherberg
und versucht aus diesem Haufen sich ein gutes Buch zu kaufen,
was nicht ganz so einfach scheint, wie er diesbezüglich meint.
Bücher gibt es in viel Massen, mit denen Menschen sich befassen,
auch wenn sie nicht mal im entfernten von solchen Büchern sehr viel lernten,
die solche “Au -Toren” verfassen, die sich gut bezahlen lassen.

Die Handlung ist nur selten wahr und das Motiv der Schrift wird klar,
wenn man weiß was dazu treibt und was davon hängen bleibt.
Der Bestseller bringt allgemein das schnelle Geld im großen Schein.
Der Erfolgsautor ist willig und ist die Handlung noch so billig,
im Gegensatz zum hohen Preis, ohne einen Sinnbeweis.
In großer Vielfalt sorgt der Held mutig für sein Taschengeld.

Das Taschengeld fällt üppig aus. Das Verlagshaus bringt heraus,
was seit langem, wie gewohnt, sich in großen Mengen lohnt.
Lohnen muss sich, mit Vertrag, auch der Taschenbuchverlag
und den Profit, den manchmal raschen, steckt sich der Autor in die Taschen.
So wird mancher Schreiber gleich unvermindert plötzlich reich
und ist beinah über Nacht zum Erfolgsautor gemacht.

Es zeigt sich dass mancher Mann nichts als Blödsinn schreiben kann
und rechnen kann er allemal mit der Währung in der Zahl.
Das Rezept geht im Verlauf immer mit der Werbung auf.
Die große Menge bleibt wohl dumm. Das öffentliche Medium,
spricht so gut es dabei kann die dumme Masse lautstark an,
die bloß die blanke Neugier treibt und die doch niveaulos bleibt.

Die Menge schmökert ihren Schund und leidet an Gedankenschwund,
schlingt jeden Kitsch, ob groß, ob klein, ins eigene Programm hinein
und tut sich fälschlich programmieren und dabei den Sinn verlieren.
Es will scheinbar hier auf Erden mancher Mensch belogen werden,
der keinen Sinn in sich entdeckt, dem die Wahrheit wohl nicht schmeckt,
der sich den Unsinn einverleibt und der im Blödsinn stecken bleibt.

Kann der Mensch, in seinen Sinnen, vor lauter Blödheit nichts gewinnen
und führt der Unsinn den er ehrt, dazu dass das zum Blödsinn kehrt?
Ein blöder Sinn kann “Nichts” erkennen und auch keine Wahrheit nennen.

H. Feisel

Lesezeichen.

Lesezeichen.

Egal ob Segen oder Fluch, es greift der Leser zu dem Buch
und er beginnt mit ein paar Seiten. Die Einleitung will ihn ja leiten,
innerhalb der nächsten Stunden. Das Buch ist sehr gut eingebunden.
Das Vorwort tut verlauten lassen man soll sich mit dem Buch befassen,
wobei der Autor, aus der Sicht, gerne von sich selber spricht.
Der Leser sucht, in freier Wahl, den Bestseller in großer Zahl,
weil der die Sensation verspricht. Sehr viel denken will er nicht,
der Durchschnittsleser hierzulande. Er denkt mit der Verbrecherbande,
in dem Kriminalroman und denkt an Horror in dem Wahn,
der aller dümmsten Phantasie. Weiter denkt er aber nie.

Den gröbsten Stoff, was soll es bringen, tut er gern hinunter schlingen
und damit prägt er sich zumeist dem entsprechend tief im Geist,
ohne dass er das erkennt, was er Unterhaltung nennt.
So wird der Geist im schalten, walten, unter aller Form gehalten
und der Sinn bleibt ohne Zwecke ziemlich sinnlos auf der Strecke.
Es tut der Mensch sich programmieren und scheibchenweise mehr verlieren,
von der Substanz die ganz versteckt, als Fünkchen Wahrheit, in ihm steckt.
Pro Gramm baut er sich im Verlauf das Fehlprogramm von selber auf,
und das dabei aus freien Stücken, in seinen Bewusstseinslücken,
die nach und nach, mit den Beschwerden, ganz allmählich größer werden.

Unbewusst im Lebenslauf baut er das Unbewusste auf,
das unter dem Bewusstsein steht und sein Bewusstsein das vergeht.
Gedanklich kann er „Nichts“ erreichen. Bald braucht er das Lesezeichen,
weil beim Lesen nichts mehr geht. Er weiß auch nicht mehr wo er steht
und ist letztlich ohne Rat. Was er schon gelesen hat,
überlegt er sich dann still und wo er weiter lesen will,
ist ihm inzwischen auch entfallen. Das Lesezeichen bietet allen,
die seit langer Zeit indessen, das Weiterlesen ganz vergessen,
deutlich die Markierung an, wo man vielleicht irgendwann,
wieder mal zum lesen neigt, wie es das Lesezeichen zeigt.

Hat er den ganzen Stoff verschlungen, dann ist dem Leser das gelungen,
nicht zuletzt bedingt durch Weichen, im Versetzen von dem Zeichen.
In diesem Zeichen kann er lesen. Müde ist er oft gewesen
und es fallen ihm im Nu allzu oft die Augen zu.
Ist er wieder aufgewacht hat er das Büchlein zu gemacht,
wo er das Lesezeichen steckt, das er wieder neu entdeckt,
wenn er wieder irgendwann dabei weiterlesen kann.
Lesen kann man auch recht nett, am besten gleich dabei im Bett,
dann findet man die beste Ruh und die Augen bleiben zu.
Schwierig wird es im gewissen. Das Lesezeichen liegt im Kissen.
H. Feisel

Der Schreiberling

Der Schreiberling. Der große Autor fühlt sich wichtig und doch ist all sein Schreiben nichtig, das er in seinem eitlen Trieb in materieller Absicht schrieb. Er kann sich auf die Masse stützen. Die tut ihm dabei bestens nützen, wodurch, was nur durch Werbung geht, sein Bestseller von selbst entsteht. In manchem Werk, ganz nah besehen, kann man den Unsinn leicht verstehen, weil sich jeder Sinn verliert, weil Sinn das Denken strapaziert. Den Sinn kann man sehr leicht verlieren. Man muss sich wenig strapazieren, um großen Blödsinn währenddessen gierig in sich rein zu fressen. Den Sinn verlieren fällt nicht schwer, den Sinn zu finden um so mehr, denn nur der Geist in Interessen kann den wahren Sinn ermessen. Das ist somit alle Tage somit die Ermessensfrage, in der ein Mensch, der ehrlich denkt, sich den Sinn des Lebens schenkt. Den Blödsinn tut die Masse lieben, der wird massenhaft vertrieben, profitabel im Verlag, in dem was die Gesellschaft mag. Das Mögen das kommt sozusagen in der Gesellschaft aus dem Magen, die das mag woran sie leckt, was plumpe Interessen weckt, dümmlich und gedankenlos, im Anspruch ganz bestimmt nicht groß. Der Erfolgsautor der bringt wozu die große Torheit zwingt. Ein kleiner Schreiberling auf Erden will jedoch verstanden werden und bleibt aus dem Grund allgemein völlig unbekannt und klein, zumal er den Verstand vermisst der im Verstehen nötig ist, den die Gesellschaft wohl entbehrt, die nur die große Dummheit ehrt. Der Schreiberling zeugt aus dem Geist der Ehrlichkeit im Sinn beweist; der Schreiberling will zum Beweis aus diesem Grund auch keinen Preis. Der Schreiberling hat seinen Stolz, besteht nicht aus dem gleichen Holz, ist, wenn er am Schreiben sitzt, aus einem andren Holz geschnitzt, als jene, die sehr hoch erhoben, nichts als ihre Dummheit loben. Dummdreist ist man im Extremen nur im materiellen Nehmen und geben kann man allzu schlicht hierbei wenig aus der Sicht, jener die total erblinden und nur gern ihr Preisgeld finden. Der Schreiberling muss die verachten die ohne Sinn im Hirn verschmachten, die ständig jeden Sinn zerbrechen und selten von der Wahrheit sprechen. Der Schreiberling geht Stück für Stück und kennt auf dem Weg kein Zurück. Man nannte ihn, solang er ging, verächtlich einen „Schreiberling“, weil jene die an Lügen hingen sich an der Wahrheit nur vergingen, sich keinen Sinn zu eigen machten und es nicht zur Erkenntnis brachten. Der Schreiberling will allgemein aus dem Grund auch kein „Au“-„Tor“ sein, kann auf den Titel gern verzichten, will das „Selbst Tor“ nicht verrichten. H. Feisel

Reißwolf

Reißwolf. Der Reißwolf, wenn er gierig frisst und seinen vollen Bauch vergisst, das ist der große Nimmersatt, der niemals mehr genügend hat. Ist er voll, wenn es sich staut, dann hat er schon recht viel verdaut und er will noch mehr verdauen und beginnt mit Wiederkauen. Er kaut das wieder was er schlicht aus dem vollen Bauch erbricht, zerreißt noch einmal seine Beute, die er nicht zu fressen scheute. Der Reißwolf hat sehr scharfe Zähne, vergießt beim fressen keine Träne um die Beute die man bringt, die er weiter in sich schlingt. Der Reißwolf ist auf Erden hier ganz bestimmt kein wildes Tier, ungebändigt und ganz pur, in der Wildnis der Natur, denn er liebt nur sein Büro und Formulare ebenso. Er mag dabei gewisse Akten und verdaut die viel zerhackten. Ergibt sich faktisch eine Lücke, dann riss er ein Papier in Stücke, das wird dabei manchem klar, das brisant und heikel war. So verschwinden manche Fakten hin und wieder samt den Akten als seien sie ganz unerlaubt einfach über Nacht geraubt. Der Reißwolf aber frisst bedingt was sein Schlund zusammen bringt und er hat schon im gewissen in manche fette Kost gebissen. Dem Reißwolf schmecken fette Zahlen, die kleinen tut er mit zermahlen. Zwar schafft er hierbei irgendwie in diesem Sinn kein Alibi, doch hat er rechtzeitig vernichtet, worüber man zu viel berichtet. Es gilt der Reißwolf als ein Trumpf, denn seine Zähne sind nicht stumpf, mit denen er, wie es so heißt, manches Blatt Papier zerreißt, beschrieben und mit Zahlen voll, was nicht jeder wissen soll. Derselbe Reißwolf tat sich füllen, wenn Akten sich in Schweigen hüllen und darum dient er, das ist Fakt, ständig diesem letzten Akt, der sogenannten Transaktion und er brummt im Unterton, wenn er an viel Blättern würgt, für die sich keiner mehr verbürgt. Wenn er alles übertönt, dann hat man sich daran gewöhnt, dann ist der Alltag im Büro halt gewöhnlich eben so. Ist der Reißwolf stumm und still, obwohl keiner das so will, dann trieb einer in dem Trott das Büro in den Bankrott und der Reißwolf hat gehungert, der still in einer Ecke lungert. H. Feisel

Literat

Literat. Man spricht: der Autor hat Format. Derselbe ist ein Literat. Doch häufig kommt es einem vor, als sei der, „Au weh“, ein Tor, wenn der auszusprechen wagt, was man besser keinem sagt. Der Erfolgsautor ist willig und ist sein Stoff auch noch so billig, den er, als bekannter Mann, Profit gerecht gestalten kann. Der Literat sitzt vor den Tasten und manchmal muss er länger rasten, denn ihm fällt nichts neues ein. Es muss noch was geschrieben sein, denn er muss in dem Gestalten seinen Lebensstandard halten. Der Literat der sinnt und sinnt, wie er noch einen Text gewinnt, den er noch verwenden könnte. Dem Leser dem er dieses gönnte, inzwischen schon seit vielen Jahren, dem ist die Weisheit widerfahren, die ihm sein Schrifttum unterbreitet. Was er nun in die Wege leitet, das ist sein neues Manuskript, das er auf den Tasten tippt, mit viel Verkleidung, eben drum, und Ballast im Drumherum. Der Ballaststoff füllt die Seiten. Die Kultur tut ihn begleiten und er spricht nicht immer nur von der deutschen Leitkultur. Wird die Leitkultur betrieben, dann hat sie mancher falsch beschrieben, innerhalb der langen Leitung, mit kultureller Wortumkleidung. Der Literat hat viel beschrieben. Beim Leitsatz ist es nicht geblieben. Der Autor hat sich arg vertippt, als der Sinn im Worte kippt, als er die „Leitkultur“ beschreibt und nur die „Leidkultur“ betreibt. In der Tat kann man auf Erden langsam die Kultur leid werden, die mancher zu beschreiben meint, auch wenn es weiterhin so scheint, als ob die Masse, die es bringt, die Handlungsweise mit sich bringt. Der Literat bedient die Tasten, seinem Arbeitsfleiß zu Lasten und von harter Arbeit sprechend. Die Qualität die sei bestechend, von seinem Stoff, an dem er denkt, den er Wohl gesonnen schenkt, hat er insgeheim gemeint, auch wenn es manchem nicht so scheint. Die Quantität, nach altem Brauch, füllt viele mancher Bücher auch und Qualität ist, in der Form, je nach Ansicht, eine Norm, in der man einen Sinn betrachtet, oder jeden Sinn verachtet. Die Ansprüche sind grundverschieden und mancher Anspruch wird vermieden. Der Autor der wirkt in der Tat, als so genannter Literat, in manchen Köpfen bis zum Traum. Darum nennt man den oft Schaum, denn es sind bekanntlich Träume manchmal nutzlos leere Schäume, die ohne viel Substanz zerfallen. Wer will, der hat daran Gefallen, am Palaver und Gezeter. Doch hoffentlich vielleicht nicht jeder, weil vielleicht nicht jedermann substanzlos Sinn begreifen kann und nicht allen Sinn verdrängt, weil er an der Wahrheit hängt. Mancher der ist, in der Tat, kein großer Freund vom Literat. H. Feisel

Geschrieben

Geschrieben. Weil manche Leute Bücher lieben, wird entsprechend viel geschrieben, sehr viel mehr, wie mancher meint, als es je notwendig scheint. Vielerorts steht ein Regal und Bücher in sehr großer Zahl schmücken ganze Bücherwände. In manchem Raum spricht das wohl Bände. Wo man das Bücherbord entdeckt, hat das den Eindruck dort erweckt, dass der Hausherr, nebenbei, daher hoch gebildet sei. Der hohe Bildungsstandard neigt dazu dass er Bücher zeigt, nach Möglichkeit in großer Menge, in dicht an dicht gedrängter Enge. Und mancher will im allgemeinen vor der Allgemeinheit scheinen, als wäre seine Bildung groß. Die Bücher die benutzt er bloß als zeugen die vom Bildungsstand. Doch nimmt er keines in die Hand und selten hat er eins gelesen. Doch ist es immer so gewesen, als ob er sehr belesen sei. Die Bestseller schafft er herbei, in seine große Bücherwand, denn das hebt ihn wohl im Stand. Er bleibt der Devise treu und sammelt immer wieder neu, die Neuausgabe, dann und wann, die er aufbewahren kann. Schon früher tat man wenig lesen. Doch ist man nicht so klug gewesen und man kannte meistens schlicht viele Bücher einfach nicht, die heute wohl ein jedermann kennen sollte, wo er kann. Das Bücher sammeln mit Methode gehört inzwischen zu der Mode und die Mode ist der Trend. Dagegen spricht kein Argument, wenn man mit der Mode geht, soweit man nicht im Abseits steht. Das Argument ist schließlich zwingend. Erhöhtes Ansehn mit sich bringend, wird mancher besser angesehen. Insofern lässt sich das verstehen. Der Bildungsnarr der hat die Wahl, beim Angebot in großer Zahl; und manchem Narr wird selten klar, anhand manchem Exemplar, das er in dem Handel kriegt, dass der Nonsens überwiegt. Dass viel Nonsens, den man schreibt, als großer Blödsinn hängen bleibt, in den Köpfen vieler Leute, diesbezüglich hier und heute, das wird leider kaum gesagt. Weil das keiner hinterfragt, was in den Köpfen so geschieht und weil das auch niemand sieht, bleibt das Hintergrundgeschehen vordergründig ungesehen. Vordergründig wird geschrieben und hintergründig Kitsch betrieben und der Blödsinn vieler Narren, vorgespannt vor diesen Karren, hat den Unsinn produziert, weil sich aller Sinn verliert. Man kann sich viel die Zeit vertreiben, mit viel Lesen und viel Schreiben, bis alle Zeit vertrieben ist und was bleibt ist großer Mist, der eigentlich zum Himmel stinkt. Der Profit der häufig winkt hat viel Schreiber animiert, deren Sinn sich ganz verliert, vielen Unsinn zu umschreiben und es kann davon „Nichts“ bleiben. H. Feisel

Das Buch

Das Buch. Ein wahrer Segen, oder Fluch, so präsentiert sich manches Buch, wobei ein mancher längst nicht weiß, auf irgend welche Bücher heiß, was Segen oder Fluch bedeutet, wenn der Autor Profit erbeutet. Und ist der Vogel auch ein schräger, so ist er doch Nobelpreisträger, weil er ganz geschickt bestimmt in der Masse oben schwimmt und oben weiter schwimmen bleibt, durch das was er im Buch beschreibt. Der schreibt im zweifelhaften Willen. Die Menge muss die Neugier stillen und sie stürzt sich auf das Buch. Der Autor sieht darin kein Fluch, denn für ihn ist es ein Segen. Er ist mit Autogramm zugegen und wieder ist ihm einmal klar, bedeutsam sei das Honorar. Als der Intellektuelle, ist er rechtzeitig zur Stelle, mit dem neuen Exemplar. Dabei macht er deutlich klar, wie wichtig es im Leben ist, dass man den Zeitpunkt nicht vergisst, zu dem man seinen Reibach macht. Der Bestseller wird rausgebracht, von langer Hand gut vorbereitet und von der Werbung eingeleitet. Die Strategie die steht zur Wahl. Die Auflage in großer Zahl ergibt sich dabei wiederum, wie immer, durch das Medium. Der Skandal kann sehr viel nützen. Darauf kann sich mancher stützen, der hintergründig und ganz still den Bestseller bewirken will. Ist die Handlung auch gemein, so kann sie doch von Nutzen sein. Die Menge ist ja dumm genug. Die finanziert ja den Betrug, der in tausend Büchern steckt, der die Wahrheit überdeckt, der den blanken Blödsinn bringt, in dem nie ein Sinn gelingt, heute so wie sonst noch nie, in der dümmsten Phantasie und in blöden Interessen, die den Nonsens in sich fressen. Wenn viel Nonsens gut gedeiht und Unfug bis zum Himmel schreit, dann wird es vielleicht endlich Zeit zum Gegenschlag der Ewigkeit. Wenn man auf die Wahrheit schilt, wenn ein wahrer Sinn nichts gilt, wenn man an viel Unsinn glaubt, aller Nüchternheit beraubt, dann geht Sinn und Zweck verloren und die Zeit schafft nur noch Toren. Durch die Lügen, die entgleisen, schweigt der kleine Rest der Weisen, den es vielleicht, dann und wann, irgendwie noch geben kann, denn sie wollen es kaum wagen Gegenteiliges zu sagen, angesichts der tausend Lügen, welche nur die Welt betrügen. Die große Menge ist zwar groß, doch leider grau und ahnungslos und weder richtig schwarz noch weiß und auch weder kalt noch heiß, sondern eher ziemlich lau. Aber unter aller Sau palavern allzu viel Narren, die nur auf ihr Recht beharren, den großen Blödsinn laut zu ehren, um Profit mit zu begehren, in dem gut verkauften Buch. Ist das ein Segen oder Fluch? H. Feisel

Buchmesse

Buchmesse. Der Literat zeigt Interesse, natürlich an der Büchermesse, wo in Reih und Glied gediegen haufenweise Bücher liegen. Nach denen kann der Leser fassen, oder er kann das auch lassen, wenn er die Substanz nicht findet. Je wie man die Bücher bindet, der bunten Aufmachung gerecht, verkaufen manche sich nicht schlecht. Der Erfolgsautor ist willig, der Bestseller bestimmt nicht billig und jener den man schlecht versteht, der weiß nicht wie so was geht. Den nennt man „Möchtegernautor“, weil der sich von Herzen schwor, unabhängig von den Massen, im Leben den Entschluss zu fassen, Unbeliebtes auszusprechen, denn er will eine Lanze brechen, für den Sinn der vollen Wahrheit. Daher sorgt er nun für Klarheit, auch wenn das wohl keiner will und irgendwann sind alle still. Weil man an seinem Stoff nicht hing, nennt man ihn den Schreiberling, verächtlich, weil vielleicht entrüstet, während sich so mancher brüstet, auf der Messe nebenbei, mit Autogramm und Konterfei. Mancher Autor in der Menge fühlt sich wohl in dieser Enge, weil alle wie von Sinnen gaffen und gierig seine Bücher raffen, die so genial und wichtig scheinen, tut der Kritiker dort meinen. Mit der Kritik, das merkt man sehr, ist es sicher nicht weit her, denn es geht vielmehr ums Verkaufen, bei denen die zusammen laufen, zusammen trinken und auch essen um sich am Erfolg zu messen. Die Menge stürzt sich immer gut auf das was sich verkaufen tut, durch den prominenten Mann, der sich gut verkaufen kann, im öffentlichen Medienrummel. Dazu dient der Messebummel. Es dienen dem Erfolg indessen ausgiebige Büchermessen. Die Ausgabe wird im Bestreben ausgiebig heraus gegeben und gemessen wird sie dann, wie sie sich verkaufen kann. Dazu dient meist bunter Glanz. Wichtiger wär die Substanz, die mancher aber gar nicht sucht. Auf der Messe wird verbucht dass die Stückzahl etwas bringt. Ob es der Masse je gelingt, in ihrem ausgiebigen Schweifen, nach einem wahren Sinn zu greifen, das ist mehr als unwahrscheinlich. Dem Schreiberling dem wär es peinlich, von der Messe dirigiert, wenn er seinen Sinn verliert, wenn Menschen seine Bücher kaufen und zu seinem Namen laufen, ohne wirklich im Geschehen dabei einen Sinn zu sehen. Darum bleibt er der Messe fern, denn er denkt ja viel zu gern. Man würde ihn auch nicht erkennen und sicher nicht beim Namen nennen. Dafür ist dort, was sich so schickt, ausgiebig der Benedikt, und mancher Stoff ist viel zu „Grass“, da wird sogar die Farbe blass. Der Schreiberling der gibt sein Wort und bleibt von der Messe fort. Profitieren kann er schlicht von der Marktwirtschaft wohl nicht. Dafür hat er profitiert von dem was nie den Sinn verliert, denn er bildet viel Substanz. Die fehlt den Allergrößten ganz, die sich ausgiebig im Leben als sehr groß und wichtig geben, in der glänzenden Broschüre und im Hochglanz der Bordüre. Man muss halt in den Messehallen vielen Leuten gut gefallen, die Gefallen daran haben sich in Büchern zu vergraben, in dem ausgiebigen Brauch. Leere Seiten tun es auch. Leere Seiten, kann man sagen, wären manchem anzuraten, der allzu ausgiebig betreibt, was „Nichts“ als nur substanzlos bleibt. H. Feisel

Betriebsamkeit

Betriebsamkeit. Was ist los an manchen Plätzen, welche Menschen so sehr schätzen? Manchmal herrscht zu mancher Zeit irgendwo Betriebsamkeit. Menschen drängeln sich in Haufen und tun durcheinander laufen, von links nach rechts und rechts nach links, manchmal mit und ohne Trink's, manchmal vorwärts, Stück um Stück, manchmal wiederum zurück. Menschen laufen, kreuz und quer, beständig hin und wieder her, tun sich äußern, tun sich schnäuzen und ihre Wege tun sich kreuzen, bei dem regsamen Verkehr. Man zieht Blicke zu sich her und wer sich sehen lassen kann, zieht manche Blicke in den Bann. So laufen Menschen durchs Gelände, oder innerhalb der Wände. Häufig herrscht dort viel Betrieb und vielen ist der Rummel lieb, in dem man, wie ein mancher meint, häufig mitgerissen scheint, in dem eifrigen Verlangen zu einem Zielpunkt zu gelangen. In dieser Art Betriebsamkeit sieht man Menschen weit und breit, die auf unbestimmten Wegen sich emsig auf und ab bewegen, was immer man erreichen will. Selten ist dort einer still. Weil jeder gern was, an der Stätte, irgendwie zu sagen hätte, ergibt sich dabei nebenbei manche Art der Plauderei. Es werden Worte ausgetauscht. Es wird geredet und gelauscht, sofern mancher, dann und wann, zuhören oder sprechen kann. Somit herrscht dann viel Betrieb; und das ist vielen Leuten lieb, die im Betrieb und im Geschehen irgend einen Vorteil sehen, oder nur zu sehen meinen. Mancher sieht jedoch nicht einen Vorteil, den er sich ersehnt, wenn er sich an die Ecke lehnt und seinen Blick zur Menge lenkt und sich im Stillen etwas denkt. Der denkt wohl innerhalb der Zeit, hinsichtlich der Betriebsamkeit, an den zentralen Punkt im Hirn und Skepsis ist an seiner Stirn irgendwie heraus zu lesen, hinsichtlich von Menschenwesen, die im geäußerten Verhalten die Veräußerung gestalten und irgendwie im allgemeinen innen völlig ratlos scheinen. Manchem ist das aufgefallen, auch schon mal in Messehallen, wo umfangreich und sehr gediegen, im Hochglanz viel Broschüren liegen. Egal ob Segen oder Fluch; mancher greift dabei zum Buch, denn er sucht die Unterhaltung, in derartiger Gestaltung. Die Betriebsamkeit geschieht, in der kein Mensch viel weiter sieht, weil die Leute, so gesehen, nicht allzu viel vom Sinn verstehen und lieber großen Blödsinn wollen. Den Sinn den schöpft man aus dem Vollen, den Blödsinn aber aus dem Leeren, weil Leute weiter „Nichts“ begehren. Darum zeigt sich auf der Messe nur das begehrte Interesse. Mancher macht sich seinen Reim und bleibt lieber gleich daheim. H. Feisel