Blog powered by TypePad

Letzte Kommentare

http://heinrichfeisel.typepad.com/Nachdenkliches

Kult-Ur-kritische Texte.

Camp.

Camp.

Überall stehn reichlich Zelte und schon erklingt die erste Schelte,

innerhalb von dem Verkehr, denn manches Auto drängt zu sehr

auf den Platz, um dort zu stehen. Mancher will nur ungern gehen,

mit viel Gepäck in seiner Hand und stößt deshalb auf Widerstand,

wenn er mit dem Auto prompt, irgendwo zu stehen kommt.

Rucksäcke und schwere Taschen bergen auch mitunter Flaschen.

Die müssen ausgetrunken werden und führen danach zu Beschwerden,

wenn mancher vielleicht, dann und wann, nur noch mühsam stehen kann.

Zwischen Grünzeug und viel Bäumen kann ein mancher Zecher träumen,

nach der ziemlich langen Nacht. Wenn er dann zu spät erwacht,

dann ist die Frühstückszeit vorbei. Das ist manchmal einerlei,

denn es kann ein mancher Magen keine feste Kost vertragen.

Im Jugendcamp wird was getrunken, vom Lagerfeuer sprühen Funken,

im Mondschein, in der dunklen Nacht und Tamtam wird auch gemacht,

mit Gejaule und Gejohle. Die Bratwurst die schmort auf der Kohle

und das Steak wird auch gegrillt. Der Durst dabei der wird gestillt,

mit Bier und mit dem Schoppen Wein. Schön-Wein trinken das muss sein,

denn mancher Tramp kommt aus der Pfalz und bevorzugt selten Malz.

Wenn einer sich nichts mehr bestellt, dann kriecht er mühsam in sein Zelt.

Mitunter hört man einen fluchen. Man kann den falschen Eingang suchen,

ab und an im Sinn betört, wo er wohl nicht hin gehört.

Es geht, das ist das gemeine, der Wein mitunter in die Beine.

Es tut nicht jeder, sozusagen, den letzen Rest vom Wein vertragen

und er schlägt sich in die Büsche. Von der Fahne wehn Gerüche.

Kreuz und quer, in viel Getrappel, erklingt allerlei Gebabbel,

wo man nachts sehr lang verkehrt. Das Klo ist hierbei sehr begehrt

und der rege Zulauf zeigt, dass mancher zu dem Örtchen neigt,

das man stilles Örtchen nennt, was aber keine Stille kennt,

in dieser Nacht, als der Abort. Frequentiert wird immerfort

das entsprechende Kabäuschen, oder das Toilettenhäuschen,

wo man sich mal wieder trifft. Das letzte Glas ist manchmal Gift,

wonach ein mancher dazu neigt, dass er sich länger nicht mehr zeigt

und einen starken Hänger kriegt, wo er schräg hängt oder liegt.

Am Morgen tut, im tiefen Schweigen, sich keine Menschenseele zeigen,

weil alles in den Zelten pennt. Nur der harte Kern der kennt

weder sehr viel Rast noch Ruh und kriegt kaum die Augen zu.

Das Camp das endet irgendwann, so abrupt wie es begann.

Der Aufbruch in der großen Hatz hinterlässt den leeren Platz

und man spricht vom nächsten Mal. Ein paar Gläser stehen schal

hier und dort noch, eben drum, zur Erinnernung herum

und es träumt der Pfälzer Tramp bald erneut vom nächsten Camp.

H. Feisel

Sonnig.

Sonnig.

Die Sonne tut am Himmel prahlen, mit dem Bündel Sonnenstrahlen,

das sie aus ihrem Hab und Gut auf die Erde werfen tut,

aus der Entfernung irgendwie, mit recht viel Kraft und Energie.

Der Mensch tut sich dafür bedanken und Energie von oben tanken,

tut sich im freien Raum bewegen, oder sich in die Sonne legen,

mitten auf das grüne Gras, mit Lust und Laune und zum Spaß.

Manche Menschen wollen wandern von dem einen Ort zum andern,

tun Wanderschuhe überstreifen und zur Burgwaldkarte greifen,

auf der sie Wanderwege sehen. Mancher Weg ist schwer zu gehen,

weil noch viele Bäume liegen und sich schräg am Boden biegen,

durch den letzten schweren Sturm. In manchem Holz steckt schon der Wurm.

Es steckt der Teufel im Detail, aus diesem Grunde wohl und weil

viel Schlagbäume den Weg versperren und den Kartenplan verzerren.

Es läuft nicht alles ganz nach Plan. Die Karte hat man weg getan.

Mancher tut den Umweg laufen und sich in den Haaren raufen,

wenn er vielleicht dazu neigt, dass er über Bäume steigt.

Die Sonne meint es dabei gut und manche Glatze ziert ein Hut,

der zwar den Sonnenbrand vermeidet, während jedoch mancher leidet,

unter der schon starken Hitze und man spricht dass man arg schwitze,

nicht zuletzt unter dem Hut. Beim Wandern ist man wohlgemut,

jedenfalls noch zu Beginn und man schaut zu der Sonne hin,

die recht früh verlockend scheint, wobei man recht vergnüglich meint,

das Wandern wäre ein Vergnügen. Ein kurzer Weg soll nicht genügen,

man sucht die langen Wege aus und wandert wohlgemut heraus,

aus dem Dorf und aus der Stadt, wo man das beschlossen hat,

angesichts der hellen Sonne. Es wäre eine wahre Wonne,

hat man noch zunächst gemeint, was erst später anders scheint,

angesichts der heißen Sohlen und die Sonne lacht verstohlen.

Der Städter der für vieles löhnt ist den Gewaltmarsch nicht gewöhnt

und verwünscht zuletzt das Land. Viel laufen muss er nicht am Strand,

den er in Feld und Wald vermisst, wo es genau so sonnig ist

und wo die Mücken nicht so stechen, tut der Stadtmensch müde sprechen.

Hat er dann, zuletzt vielleicht, die Burg Mellnau noch erreicht,

wo der Weg gehörig steigt, als er viel Erschöpfung zeigt,

dann hat der Stadtmensch bald genug und er meint es sei Betrug,

sehr ernüchtert aus der Sicht, dass man von Vergnügen spricht.

Angesichts der Wanderwege wandert man am Anfang rege,

um baldmöglichst, bei dem Laufen, hin und wieder zu verschnaufen

und am Ende ist man platt. Dann will man lieber in die Stadt,

denn die Stadt hat mehr zu bieten und man muss kein Zimmer mieten,

um sich auf dem Land zu quälen. Man muss auch keine Wege wählen,

mit den Blasen an den Füßen und auch keine Bauern grüßen.

H. Feisel

Stempel.

Stempel.

Der Stempel ist auf dem Papier. Fehlt jedoch der Stempel hier,

dann ist das Papier nichts wert und es wäre ganz verkehrt,

wenn man diesbezüglich glaubt, das Papier wär überhaupt

sinngemäß noch zu verwenden. Ohne Stempel muss es enden,

nach einer gewissen Zeit, in der Bedeutungslosigkeit.

Lässt sich der Stempel nicht erneuern, tut der Beamte laut beteuern,

indem er vorschriftlich belehrt, dann sei die Funktion verwehrt,

die in viel Papieren steckt. Hat man den Stempel nicht entdeckt,

kann das Papier ganz allgemein, in keiner Weise gültig sein

und es erfüllt nicht seinen Zweck. Dann steht ein Mensch oft starr am Fleck

und ist stark am überlegen. Dann tut er sich zunächst erregen,

angesichts von dem Papier, ohne einen Stempel hier,

wo er in der Ohnmacht flucht und dann eine Lösung sucht,

für das folgende Problem. Manchmal fühlt er sich extrem

in dieser Weise überfordert, wenn der Beamte manches ordert,

hilfreich wie immer, über alles, entsprechend in dem Fall des Falles.

Der Stempel fehlt auf dem Papier und der Mensch steht hilflos hier,

wo ihm der Stempel fehlen tut und verliert dabei den Mut,

während er nur resigniert, weil das Papier den Wert verliert.

Ohne Papier, tut er bekennen, muss er sich leider hilflos nennen,

beziehungsweise stempellos und die Verwirrung ist nun groß.

Allgemein ist der verwirrt, der sich dabei ziemlich irrt,

wenn er glaubt er käme hier, ohne Stempel im Papier,

zu dem was ihm am Herzen liegt. Weil der Papierkram überwiegt,

kommt der Mensch nur ziemlich schlecht ohne Stempel zu dem Recht,

das er allzu gerne will. Hilflos wird er schließlich still,

nach anfänglichen Diskussionen, die ihn nicht davor verschonen,

vor gewissen Diskrepanzen, weil im Großen und im Ganzen,

nur der Stempel fehlen tut. Ist der Beamte auf der Hut

der nicht alles wirklich glaubt und ohne Stempel nichts erlaubt?

Darum gibt schließlich, im Verlauf, ein Mensch dann sein Bestreben auf,

nur auf sein Papier zu pochen und er hat noch was gesprochen.

Ohne Stempel im Papier geht halt nichts auf Erden hier.

Das sieht derselbe Mensch dann ein. Wo kann der nur geblieben sein,

der Stempel den er nun vermisst, weil ihn einer mal vergisst,

oder was war wohl der Grund? Der Mensch läuft sich die Füße wund

von Amt zu Amt, von Neun bis Vier, denn er sucht mit dem Papier,

einen Fachmann der das stempelt. Manchmal wird er angerempelt,

in der ziemlich langen Schlange, denn es dauert nun mal lange,

bis der schwere Akt geschieht, der sich durch die Pause zieht.

Ist der Stempel erst gefunden, bezahlt der Mensch für seine Stunden.

Dann ist der Stempel im Papier, an der rechten Stelle hier.

H. Feisel

Skandalös.

Skandalös.

Es entsteht, mit einem mal, wieder einmal der Skandal,

denn manch ein Mensch ist wie betört und weiß nicht was sich gehört,

hat man mancherorts gemeint, wo es vielleicht noch so scheint,

als wenn man dort vernünftig wär. Die Presse druckt erneut die Mär,

bei der man nicht ganz sicher weiß, auf allerlei Skandale heiß,

was dabei dran ist oder nicht, im leidenschaftlichen Bericht.

Mit viel Leidenschaft im Blut betätigt sich ein mancher gut,

in so mancher Liebelei, als Ehemann und trotzdem frei,

solange es ihm gut gefällt. Wie er das mit der Treue hält,

daheim bei seinem lieben Weib, in seinem liebsten Zeitvertreib,

das tut sich nunmehr, sozusagen, die Presse im Artikel fragen,

die den Skandal für sich entdeckt, der in mancher Handlung steckt.

Die Prominenz die dient indessen, recht häufig auf viel Sex versessen,

der Schlagzeile am Zeitungsstand und es wäre allerhand,

wenn man bei dem, was man betreibt, auf der Zeitung sitzen bleibt.

Was man beschreibt ist skandalös. Der Prominente der wird bös

und ist auf seine Art gereizt, wenn man nicht mit Worten geizt,

die Affäre zu beschreiben. Manches tut man gern betreiben,

nach Möglichkeit ganz insgeheim. Doch mancher macht sich seinen Reim,

auf allerlei Skandalgeschichten, um die in dem Sinn zu verdichten,

dass das was heimlich still geschieht, das hoffentlich wohl keiner sieht,

wie der Prominente meint, ziemlich ungereimt erscheint.

Wer schreibt der macht sich seinen Reim auf den ungereimten Schleim,

den am Ende, ganz am Schluss, mancher Heuchler speien muss.

Skandalös ist irgendwann mancher großer Ehrenmann,

in der Presse abgelichtet, wenn er lieber drauf verzichtet,

öffentlich in dem Geschehen, ganz im Mittelpunkt zu stehen.

Gelächelt hat er und gestrahlt, als er viel in der Zeitung prahlt,

im Mittelpunkt des Interesses, ungeachtet all des Stresses,

den die Bekanntheit mit sich bringt. Solang sein Auftritt gut gelingt,

kommt der Stress ihm sehr gelegen und die Presse ist ein Segen.

Wird ihm die Presse dann zum Fluch, kommt es mitunter schnell zum Bruch

und in den skandalösen Süchten, will der Prominente flüchten.

Er spricht nun, in der Blamage, verärgert laut von Sabotage,

die so manchem Ehrenmann im guten Leumund schaden kann.

Dem Skandalautor der Presse schlüge er gern in die Fresse.

Das hat er insgeheim gemeint, als ihm der Stress nicht gut erscheint,

als es rings herum gewittert, als er dabei sehr verbittert

manches Medium attackiert. Man berichtet ungeniert

und nennt manches „Skandalös“. Der Prominente wird nun bös

und er schimpft zu diesem Zwecke und er verkriecht sich in die Ecke.

H. Feisel

Staatshaushalt.

Staatshaushalt.

Der Staatshaushalt schreibt rote Zahlen und besonders vor den Wahlen

wird das heftig diskutiert. Wie man den Haushalt noch saniert,

vor dem drohenden Bankrott, in dem altgewohnten Trott,

wird im Privathaushalt gezeigt. Der Insolvenz nicht zugeneigt

hat der Staatshaushalt verdrängt, dass er in der Krise hängt

und er macht, in seiner Krise, immer wieder neue Miese.

Der Schuldenberg ist ziemlich groß. Wie beseitigt man den bloß,

tut der Bürger manchmal denken. Dem Bürger kann man ja nichts schenken,

der als Bürger Bürge ist. Die Bürgschaft, die man leicht vergisst,

belastet aber alle diese in der Bürgschaft durch viel Miese,

die kein Mensch mehr überschaut. Ob man dem Staatshaushalt noch traut,

das bleibt einmal dahin gestellt und mancher fühlt sich oft geprellt.

Die Hochfinanz muss sich gedulden. Die große Menge aller Schulden,

die der Haushalt ungeniert in dem Staate produziert,

führt dabei aber immerhin zum enormen Zinsgewinn,

der insgeheim sehr gern verhüllt der Hochfinanz die Taschen füllt.

Der Bürger muss dafür bezahlen, ungeachtet all der Wahlen,

die ihm keine Wahl mehr lassen alle Politik zu hassen.

Die Hochfinanz ist nicht verschmachtet. Die Politik wird mehr verachtet,

je mehr sie zur Verschuldung drängt und damit fest als Schuldner hängt,

immer stärker unterdessen, an den vermehrten Interessen

der Finanzaristokraten, die im Geldgeschäft beraten.

Die Politik gibt darauf acht. Sie hat sich abhängig gemacht,

von denen die, in dem Begehren, die Macht im Kapital vermehren.

Der Staatshaushalt ist alle mal abhängig vom Kapital.

Wären bloß nicht die Genossen von denen alle Summen flossen,

seit vielen Jahren und Jahrzehnten, während sich die Schulden dehnten,

fast endlos wie ein Gummiseil. Das dehnt sich während dessen weil,

man am Strang beständig zieht. Wenn nur nicht einmal das geschieht,

was man die Strangulierung nennt, die letztlich kein Erbarmen kennt.

Die den Schuldschein unterschreiben tun nicht in den Ämtern bleiben,

in den entsprechenden Beschlüssen, die sie nicht vertreten müssen,

weil sie nicht für immer bleiben. Die Pensionen einverleiben,

können sich noch hier und heute die verantwortlichen Leute,

die jede Antwort schuldig bleiben und danach viel Distanz betreiben.

Können die kommenden Beschwerden im Staatshaushalt behoben werden?

Die Antwort darauf, das ist wahr, die geht aus von der Gefahr,

die, die Entwicklung mit sich bringt, die vielleicht nicht so gelingt,

wie man sich das stets erhofft. Die Geschichte dreht sich oft

einmal anders rum im Kreis und dafür gibt es den Beweis

in den alten Dokumenten. Was wird einmal aus den Renten?

H. Feisel

Frühlingswonne.

Frühlingswonne.

Die Frühlingssonne tut erwärmen und mancher tut vom Frühling schwärmen

und er möchte nach Belieben, dazu animiert in Trieben,

seine Liebelei gestalten, in dem lieblichen Verhalten,

wenn er zu seinem Weibchen blickt. Sie reizt das Männchen mit Geschick,

ist geschickt und selbstbewusst, in der frühlingshaften Lust,

wenn sie nicht mit Reizen geizt und das Männchen noch mehr reizt.

Es tun die Vögel jubilieren und sich wieder orientieren,

um den Nestbau zu gestalten. Die Jungen lernen von den Alten

und tun manches ausprobieren. Der Hase springt auf allen Vieren

auf den Feldern kreuz und quer hinter seinem Weibchen her;

und der Fuchs der gilt als schlau und zieht die Gattin in den Bau.

Die Tierwelt will in ihren Trieben in der Frühlingssonne lieben.

So geht's auch frühlingshaft im Nu mit den verliebten Pärchen zu,

die sich zärtlich, mit viel Küssen, dabei fest umgarnen müssen.

Mancher schräge Vogel neigt, wo er auch die Triebe zeigt,

sein Ei ins fremde Nest zu legen und tut sich schleunigst fort bewegen,

aller seiner Pflicht enthoben und hat etwas unterschoben.

Es fliegt die Meise in den Ästen, um den Kuckuck viel zu mästen,

der im kleinen Nest gedeiht, das er dem Interesse weiht,

irgendwie in dem Bestreben, in dem Nestchen aufzuleben.

Mancher meint in dieser Weise der Vogel hätte eine Meise

und deutet sich an seine Stirn. Der Vogel sitzt dort im Gehirn,

wo ein Dichter vielleicht schreibt. Es schaut der Kuckuck wo er bleibt;

darum setzt er sich im Nest, der gastfreundlichen Eltern fest.

Der Kuckuck ist dort adoptiert. Er profitiert ganz ungeniert

von jenen die sich für ihn quälen und das scheint nicht viel zu zählen.

Ist der Kuckuck groß und rund erneuert er den alten Bund,

hinterlistig in den Trieben, wieder einmal nach Belieben.

Beliebig setzt sich mancher Sport in den Trieben weiter fort,

unter all der Frühlingssonne und es ist eine wahre Wonne,

manche Lüste zu empfinden, während andere sich schinden.

Der Kuckuck tut laut „Guck, guck“ rufen und mancher Kerl der schreitet Stufen,

angetrieben kreuz und quer, den Miniröcken hinterher.

Mancher hat danach erneut die Verantwortung gescheut,

als das Weibchen sich bewegt und das in fremde Nester legt,

das, während mancher daran brütet, in dem fremden Nest behütet,

sich auch als Fremdling irgendwann ziemlich breit entwickeln kann.

Manche Nester sind erneut wiederum recht breit gestreut,

wenn sich der Kuckuck neu erregt, wie er das zu machen pflegt,

und wiederum ein Weibchen liebt, das sein Junges unterschiebt.

Es ruft der Kuckuck in den Bäumen, denn er will es nicht versäumen,

immer wieder zu frohlocken. Versteckt bleibt er Dickicht hocken.

H. Feisel

Zukunftsvision.

Zukunftsvision?

In dem obersten Geschoss sitzt irgendwo versteckt der Boss,

vor Monitoren um die Hundert, wo er sich mitunter wundert,

wenn er auf den Bildschirm sieht, dass nicht immer viel geschieht,

am Schreibtisch seiner Angestellten. Darum muss er heftig schelten,

in das Telefon hinein, über manches faule Schwein,

wie er jenen zwar nicht nennt, den er als zu faul erkennt

und dem er nun Beachtung schenkt, doch wie er um so stiller so denkt.

Er ruft nun häufig, im Verlauf, durchs Telefon zur Arbeit auf

und er treibt, was er gut kann, immer wieder, dann und wann,

die Arbeitssklaven im Geschehen, denn er kann sie alle sehen.

Der Müller der verlässt den Raum und Schulze konzentriert sich kaum

auf seine Arbeit in dem Soll. Man nimmt den Chef wohl nicht für voll,

scheint der Boss dabei zu denken und er tut seine Blicke lenken,

leidenschaftlich zur Frau Meier. Bei der wär' er gern ein Freier.

Er blickt zum kurzen Minirock hinunter aus dem zehnten Stock

und lässt bei der Gelegenheit dem jungen Weib noch etwas Zeit,

sich lüstern auf dem Stuhl zu räkeln, als sich ihre Schuh verhäkeln

und sie sich tief nach unten beugt. Der Boss ist davon überzeugt,

denn er hat gut hin gesehn, es sei Körbchengröße Zehn.

Oder kennt er sich im Haus nicht mit der Körbchengröße aus,

zu mindestensnicht allzu sehr? Den Inhalt kennt er um so mehr,

weil die Frau Meier ganz geschickt bewirkt dass er stets täglich blickt.

Der Müller ist nun wieder da, vergeudet Zeit mit viel Blabla,

was den Boss schon lange stört und diesmal hat er was gehört.

Der Müller rennt seit vielen Wochen und hat von Prostata gesprochen,

während sich der Boss still frägt, ob sich dieser Mensch noch trägt,

der ja kaum sein Soll erfüllt. Frau Schmidt die kleidet sich verhüllt,

beinah wie in einem Orden und Sex ist ihr wohl fremd geworden.

Wer weiter Blicke auf sich zieht, in allem was man deutlich sieht,

ohne irgend einen Schleier, das ist noch immer die Frau Meier.

Mit der ist oft der Boss beschäftigt, der insgeheim in sich bekräftigt,

dass die Frau Meier laut Beschluss, ihm erhalten bleiben muss.

Das hat er lange Zeit gemacht, als er alle überwacht.

Doch dann schläft er ganz allgemein immer wieder einmal ein,

vor der Wand voll Monitoren. Er hat sich Besserung geschworen

und stellt einen Neuen ein. Alles kann nur besser sein,

wenn der Mann sich Mühe macht und munter alles überwacht

und der Boss zieht sich ein Stück in den nächsten Stock zurück,

wo ihm die Frau Meier dann häufig Kaffee reichen kann.

Dann verliert sie immerzu häufig ihren Stöckelschuh.

Die Liebste ist sie ihm von allen. Sie ist ihm auf den Schoß gefallen,

als sie einmal straucheln muss und das ist ein Hochgenuss.

H. Feisel

Versicherungsvertrag

Versicherungsvertrag.

Der Kinkenputzer hebt den Finger, als ein froher Überbringer

der guten Botschaft im Büro. „VICTORIA“ spricht er ebenso,

in dem Zeichen seines Sieges, angesichts des steten Krieges

gegen die Bevölkerung. Kampfbereit und auf dem Sprung

ist es ihm erneut gelungen und er hat einen Sieg errungen,

wiederum an diesem Tag, im Versicherungsvertrag.

Er hebt die Hand zum Siegeszeichen und tut einem Sieger gleichen,

dem wieder neu etwas gelingt. Den er in Verträge zwingt,

möglichst für sehr lange Zeit, in seiner großen Dreistigkeit,

der entrichtet daher nun gewisserweise den Tribun.

Er spreizt zwei Finger seiner Hand. Malt man den Teufel an die Wand,

wenn man aus naiver Sicht: „Versicherungsvertreter“ spricht?

Victoria“ als Siegeszeichen tut im Tribun dem Umstand gleichen,

der eigentlich nur klar besagt dass jemand das Papier beklagt.

Das hinterhältig dreiste Schema, ist ganz kleingedruckt das Thema,

das der Mensch, in dem Entschluss, zeitig definieren muss,

in der Frist des Widerspruchs und im Zeichen eines Fluchs,

der ihm auf den Lippen liegt, den irgend wer zu hören kriegt.

Der Widerruf muss schnell geschehen, innerhalb von dem Versehen,

sonst hat der arme Mensch entdeckt dass er in der Klausel steckt,

die zu seinem Nachteil ist. Er spricht von Scheiße und von Mist,

wie ein ziemlich dummer Bauer, denn danach wird er endlich schlauer.

DAS“ lässt sich sicher sozusagen in diesem Sinne hinterfragen,

weil das D für Dumme steht, weil's A nicht ohne Abtritt geht

und weil das S noch definiert, was jedes Rindvieh selbst verliert.

DAS ist „Dumme Abtritts Scheiße“, insgesamt in einer Weise,

die einem dummen Bauersmann eigentlich nur stinken kann.

Der Bauer muss sich wohl beherrschen, nach den näheren Recherchen.

Flächendeckend ist, oh weh, in diesem Sinn die Ar - Ag.

Dieses „ARAG“ kann bedeuten, in oft ganz bestimmten Leuten,

Aller-Rechts-Anspruch-Genügt“, über den der Mensch verfügt.

Doch der Anspruch auf das Recht definiert sich oft nur schlecht,

im Versicherungsvertrag, am schlecht aufgeklärten Tag.

Der Besuch ist, für gewöhnlich, augenscheinlich sehr persönlich

und im Vertrauen aufgebaut. Wer danach in die Klausel schaut,

der ist manchmal schlecht beraten, in den ehrenwerten Taten,

vom Versicherungsvertreter. Das Geschimpfe und Gezeter

ergibt sich oft danach zu spät, nachdem die Frist zum Abtritt rät,

zum Widerruf in diesem Recht. Danach geht es dem Kunden schlecht,

der in seinem Akten wühlt und sich wohl betrogen fühlt.

Damit genügen dann die Akten. Es bleiben schließlich alle Fakten

dem Ver-Sichterten erhalten. Gesichert sieht er das gespalten.

H. Feisel

Versichert.

Versichert.

Die Klinke ist schon abgenutzt, durch den der gerne Klinken putzt.

Der so genannte Klinkenputzer der ist bestimmt der beste Nutzer

vom Versicherungsvertrag. Darum stürmt er, Tag für Tag,

hemmungslos so manche Tür. Was kann er denn schon dafür,

dass die Leute ihm vertrauen und ihm nicht auf die Finger schauen,

wenn er eifrig kritzeln tut. Nicht jeder ist stets auf der Hut.

Ob man dem ehrenwerten Mann tatsächlich blind vertrauen kann,

das muss sich danach, sozusagen, im Nachhinein ein mancher fragen,

zumal wenn er den Menschen kennt und den seriösen Menschen nennt.

Er sah in dem Vertrauensmann den Menschen dem man trauen kann,

doch dann ist das Vertrauen fort und der Mensch benutzt ein Wort,

das man besser keinem sagt. Der naive Mensch beklagt

dass man niemals, irgendwann, dem Vertreter trauen kann,

der vordergründig viel versichert und hinterhältig listig kichert.

Die Versicherung am Ort, erwähnt dabei mit keinem Wort,

was man im Nachhinein erfährt. Der Agent der sich bewährt,

kommt scheinbar in so manchem Haus ohne viele Worte aus.

Die Aufklärung scheint allgemein mit viel List versteckt zu sein

und der Vorwand ist geschickt, wenn wiederum die Klinke klickt,

durch den Versicherungsvertreter. Es schleicht sich still der Leisetreter

tief in das Vertrauen ein und das kann ein Verhängnis sein.

Irgendwann ist es so weit und dann folgt ein harter Streit,

der ziemlich böse enden kann, auch für einen Ehrenmann,

der nicht weiß was Ehre heißt und manche Menschen gern bescheißt.

Irgendwie ist im gewissen dem sein Schicksal auch beschissen,

was er erst zu spät entdeckt, wenn die Krise in ihm steckt,

der er nicht entrinnen kann. Es endet schnell was einst begann,

in der übertünchten Ehre und in dem Ende der Karriere.

Der Versicherungsvertrag endet dann mit einem Schlag,

wenn sich die Justiz am Schluss damit auch befassen muss.

In der Karriere sehr erstarkt kommt es dann zum Herzinfarkt,

wenn sich der Mensch wohl ganz bestimmt im Gewissen übernimmt

und nicht ganz real erkennt, dass er ins Verderben rennt.

Die Versicherung fürs Leben tut es bisher noch nicht geben,

was auch unbezahlbar scheint. Der Klinkenputzer hat gemeint,

dass er im laufenden Entschluss gierig profitieren muss,

ohne Rücksicht auf Vernunft. Stellvertretend für die Zunft

wird er ja wohl allgemein hoffentlich nicht typisch sein.

Gibt es noch einen Ehrlichmann, der die Wahrheit sagen kann,

oder kommt die hierzulanden zunehmend noch ganz abhanden?

Der Mensch tut sich die Augen reiben und will nie mehr unterschreiben,

wenn der Klinkenputzer prompt dreist um die nächste Ecke kommt.

H. Feisel

Im alten Jahr.

Im alten Jahr.

Wer will kann an Silvester laufen um noch mal richtig einzukaufen,

einmal hier und einmal da, Wein und Sekt, et cetera,

Schnaps, Likör, den Kasten Bier und in dem Discounter hier,

Salzstangen und Erdnussflips und dazu Kartoffelchips.

Saure Gurken sind nicht schlecht. Ein saurer Hering käme recht,

am späten Morgen an Neujahr, bei der drohenden Gefahr

von einem ziemlich dicken Kopf. Der Rollmops in dem Heringstopf

käme dann wohl sehr gelegen und wäre dann vielleicht ein Segen.

Der Einkaufswagen ist halb voll. Die Mehrwertsteuer ist im Soll

wie der Benzinpreis auch vertreten und um den Strompreis muss man beten.

Vielleicht muss man noch etwas braten. Darum muss man sich beraten,

während man sich noch berät, was am besten schmort und brät,

im Ofen oder in der Pfanne. Peinlich wäre diese Panne,

wenn man das Baguette vergisst, oder ohne Brötchen isst.

Schließlich hat man noch zur Not zu Hause noch ein halbes Brot,

doch das käme nicht mehr frisch auf den eingedeckten Tisch.

So muss man halt viel überlegen und man tut zu sagen pflegen,

man bewirtet auf das Beste lieber nicht daheim durch Reste.

Das alte Jahr wird nach Belieben nun mit frischer Kost vertrieben

und die Reste, das ist wahr, bleiben bis ins neue Jahr.

Im alten Jahr ist man bemüht, an Silvester schon verfrüht,

das Geknalle neu zu starten, denn manche Raudis tun nicht warten

und stimmen sich schon allgemein ein, zwei Stunden früher ein,

ziemlich außer Rand und Band, auf das Geballer auf dem Land.

Das alte Jahr vergeht mit Knaller, das neue Jahr kommt mit Geballer,

wie man es nicht mehr vermeidet, und was die Beiden unterscheidet,

das ist um Punkt zwölf Uhr die Kunde, nunmehr in der Silvesterrunde.

Ab zwölf Uhr ist, um die Zeit, das alte Jahr Vergangenheit

und das neue hat begonnen. Wie gewonnen so zerronnen,

so könnte man es wohl beschreiben. Was kommt und geht das kann nicht bleiben.

Sobald das neue Jahr besteht, das ständig mit der Zeit vergeht,

vergehen zweiundfünfzig Wochen, hat der Lehrer klug gesprochen,

in seiner Weisheit die er kennt. Dreihundertfünfundsechzig nennt

der Lehrer nun die Zahl der Tage und die teilt er, ohne Frage,

in zwölf Stufen dabei ein. Jeden Monat muss es sein,

dass wiederum ein Schritt vergeht, solang das neue Jahr besteht.

Dann ist das neue Jahr zu Ende. Um Punkt Zwölf kommt dann die Wende.

Das neue Jahr, in der Gestalt, ist dann ein Jahr und trotzdem alt,

während es dabei vielleicht im gleichen Ritus wieder weicht,

denn der Rhythmus bleibt sich treu und alles Alte wird nicht neu.

H. Feisel