Camp.
Camp.
Überall stehn reichlich Zelte und schon erklingt die erste Schelte,
innerhalb von dem Verkehr, denn manches Auto drängt zu sehr
auf den Platz, um dort zu stehen. Mancher will nur ungern gehen,
mit viel Gepäck in seiner Hand und stößt deshalb auf Widerstand,
wenn er mit dem Auto prompt, irgendwo zu stehen kommt.
Rucksäcke und schwere Taschen bergen auch mitunter Flaschen.
Die müssen ausgetrunken werden und führen danach zu Beschwerden,
wenn mancher vielleicht, dann und wann, nur noch mühsam stehen kann.
Zwischen Grünzeug und viel Bäumen kann ein mancher Zecher träumen,
nach der ziemlich langen Nacht. Wenn er dann zu spät erwacht,
dann ist die Frühstückszeit vorbei. Das ist manchmal einerlei,
denn es kann ein mancher Magen keine feste Kost vertragen.
Im Jugendcamp wird was getrunken, vom Lagerfeuer sprühen Funken,
im Mondschein, in der dunklen Nacht und Tamtam wird auch gemacht,
mit Gejaule und Gejohle. Die Bratwurst die schmort auf der Kohle
und das Steak wird auch gegrillt. Der Durst dabei der wird gestillt,
mit Bier und mit dem Schoppen Wein. Schön-Wein trinken das muss sein,
denn mancher Tramp kommt aus der Pfalz und bevorzugt selten Malz.
Wenn einer sich nichts mehr bestellt, dann kriecht er mühsam in sein Zelt.
Mitunter hört man einen fluchen. Man kann den falschen Eingang suchen,
ab und an im Sinn betört, wo er wohl nicht hin gehört.
Es geht, das ist das gemeine, der Wein mitunter in die Beine.
Es tut nicht jeder, sozusagen, den letzen Rest vom Wein vertragen
und er schlägt sich in die Büsche. Von der Fahne wehn Gerüche.
Kreuz und quer, in viel Getrappel, erklingt allerlei Gebabbel,
wo man nachts sehr lang verkehrt. Das Klo ist hierbei sehr begehrt
und der rege Zulauf zeigt, dass mancher zu dem Örtchen neigt,
das man stilles Örtchen nennt, was aber keine Stille kennt,
in dieser Nacht, als der Abort. Frequentiert wird immerfort
das entsprechende Kabäuschen, oder das Toilettenhäuschen,
wo man sich mal wieder trifft. Das letzte Glas ist manchmal Gift,
wonach ein mancher dazu neigt, dass er sich länger nicht mehr zeigt
und einen starken Hänger kriegt, wo er schräg hängt oder liegt.
Am Morgen tut, im tiefen Schweigen, sich keine Menschenseele zeigen,
weil alles in den Zelten pennt. Nur der harte Kern der kennt
weder sehr viel Rast noch Ruh und kriegt kaum die Augen zu.
Das Camp das endet irgendwann, so abrupt wie es begann.
Der Aufbruch in der großen Hatz hinterlässt den leeren Platz
und man spricht vom nächsten Mal. Ein paar Gläser stehen schal
hier und dort noch, eben drum, zur Erinnernung herum
und es träumt der Pfälzer Tramp bald erneut vom nächsten Camp.
H. Feisel
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