Sprachproblem.
Der Stadtmensch fürchtet, ganz extrem, das allzu schlimme Sprachproblem.
Das Dorfgeflüster wird aktiv, hochgebildet im Motiv,
angesichts vom Städter, drum, denn der scheint wirklich viel zu dumm,
für den gewissen Intellekt, der im schlauen Dorfvolk steckt,
wissen Dörfler zu berichten, die mitunter drauf verzichten
all die hochgedeutschten Schemen, in derWortwahl,der extremen,
ins Plattdeutsch gut zu übersetzen. Die Zunge kann man sich verletzen,
bei der ungewohnten Übung, spricht der Städter in Betrübung
seiner eigentlich doch klaren Sinne. Wer dolmetscht hält oft stockend inne,
auf dem Land, im Bauernort, und sucht verzweifelt nach demWort,
das dem Stadtmensch, wie er meint, hoffentlich plausibel scheint.
Tief in Hessen, auf dem Land, da quasselt noch der Bauernstand;
bezüglich dessen was man spricht. Der Günther der versteht das nicht,
was er gern verstehen würde. Viel zu hoch ist diese Hürde
und das Plattdeutsch alle male wirklich nicht das Ideale,
für einen den man Stadtmensch nennt, der diese Sprache wenig kennt,
weil er nur schlichtes Englisch spricht. Das Kauterwelsch versteht er nicht,
der arme Städter auf dem Land, der irgendwie ins Dörfchen fand,
mittels Navy sozusagen. Es haben Städter viele Fragen,
die ihnen auf der Zunge liegen, weil sie große Zweifel kriegen,
wo die Verständigung nicht klappt. In paar Brocken aufgeschnappt,
hat der Städter dabei zwar, doch wird ihm dabei selten klar,
was mancher Dorfdepp sagen will und darum bleibt er lieber still,
verschwiegen in der Ecke hocken, kauend an den zähen Brocken,
die ihm ungenießbar scheinen. Begreifen kann er wohl nicht einen,
nicht einen Satz von all der Kunde, die berufen aus dem Munde,
in einer fremden Redensart, nicht mit fremden Worten spart.
Wer in Hannover Hochdeutsch spricht, versteht das Plattdeutsch eher nicht. Verschlagen hat es ihn nach Hessen. Doch da kann er während dessen
eigentlich bloß nichts verstehen. Wer nichts versteht muss, so gesehen,
sich bei den Wörternkaum im Klaren, mit viel Gestik und Gebaren,
innerhalb der Kneipe drüben, sich in der Zeichenspracheüben.
Das Dorfvolkmag sich im Bestreben überaus gebildet geben,
so viel es will, so gut es kann, doch es begreift nicht jedermann,
um was es dabei wirklich geht, weil ein Städter kaum versteht,
was all die Bildung an dem Ort, mit manchem sonderbaren Wort,
irgendwie zum Ausdruck bringt. Wenn die Verständigung gelingt,
zieht sich die Mühe in die Länge. Damit vielleicht noch mehr gelänge,
dann müsste mancher auf Betreiben ein paar Jährchen länger bleiben.
Flüchtend aus dem Dorf nach Haus, nimmt der Stadtmensch gern Reißaus,
vor der quälenden Tortur. „Wie lernt er diese Sprache nur?“
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