Pinkelpause.
Manch ein Mensch ist, ohne Frage, sehr versiert beim Trinkgelage
und legt sich voll trunken nieder, streckend seine schwachen Glieder.
Der Alkohol hat sich gerächt. Alle Glieder sind geschwächt,
was auch manches Weib bemängelt, das sehr forsch zu Taten drängelt.
Das Trinken steigert sich ins Saufen und wer viel säuft, der lässt viel laufen,
nacheinander, mehr und mehr, in dem laufenden Verkehr.
Wer Liter weise Biere säuft und verschlungen Wege läuft,
bewegt sich,mit der vollen Blase, in der Orientierungsphase,
von der Blase fort gedrängt, dahin wo der Spiegel hängt,
sieht im Spiegel sein Gesicht und erkennt sich selber nicht.
Die Augen sind hervor gequollen, die Nase etwas angeschwollen,
nach der Bekanntschaft mit dem Baum, im etwas unbekannten Raum.
Die große Beule an der Birne ziert den Schädel an der Stirne
und schicker wär ein hübsches Mädel, statt der Beule an dem Schädel.
Der Suffkopf der ist alle Tage immer dazu in der Lage,
in den Schlund hinein zu gießen und er lässt es wieder fließen,
innerhalb von der Toilette und vielleicht, was gilt die Wette,
an der nächsten Straßenecke, zu dem eigentlichen Zwecke
der folgenden Erleichterung. Erleichtert wird er, eben drum,
ungeachtet seiner Krise, eventuell nach der Devise:
„Wer andren an die Mauer pisst, wo er das Pissoir vermisst,
der darf sich nicht ertappen lassen, sonst muss er nach der Börse fassen,
um den Euroschein zu zücken und dem in die Hand zu drücken,
der vom Ordnungsamt geschickt, eifrig nach dem Pinkler blickt.
Wer an die Mauer pinkeln tut, der kommt dabei schnell in Wut,
infolge auch von dem Getrinke, verlierend seine Pinke Pinke.
Geschwindigkeit beim Biere fassen führt vermehrt zum Wasser lassen
und mancher hält dann, vor der Wand, dem ziemlich großen Druck nicht stand,
steht mit der Hose, die ist offen, ungeahndet, will er hoffen,
geübt im Pinkeln und gekonnt, vor irgend einer Häuserfront.
Das verärgert, ohne Frage, um so mehr am hellen Tage,
den Hausbesitzer in dem Zimmer. Der ist wütend, so wie immer,
wenn jemand an die Mauer pisst,weshalb er sich dabei vergisst,
irgendwie wie aus dem Häuschen, angesichts vom Pinkelpäuschen.
Der Suffkopf, pinkelnd vor dem Hause, unterbricht die Pinkelpause
ziemlich jäh und mitten drin und sieht zu der Hose hin,
nachdem er schnell das Pinkeln lässt,die er vorne, teils durchnässt,
widerwillig schnell verschließt, wonach es oben weiter fließt,
mit dem Bierchen vor der Nase,bis zur neu gefüllten Blase.
Die wird wieder neu geleert, wenn sich keiner dort beschwert.
H.Feisel
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