Dorfgeflüster 100.
Das Thema dreht sich, sehr zum Wohl, leidig um den Alkohol,
den ein mancher, ungeniert, ständig heftig konsumiert.
Wer die Übersicht verliert der ist alkoholosiert,
der verirrt sich im Gelände, läuft mit dem Schädel gegen Wände,
klammert sich an die Laterne und verkriecht sich häufig gerne
für zwanzig Stunden in das Bett. Verschläft recht lange und recht nett
die Mittagszeit und weit darüber. Er wechselt in die Nacht hinüber
und wird nächtlings, nach dem Tief, wieder einmal schnell aktiv.I
Wer ab und zu den Koller kriegt und danach im Koma liegt,
eventuell mit Drei Promille. Es ist wohl sein letzter Wille,
dass er die Matratze findet, während er sich kläglich schindet,
um zur Haustür zu gelangen. Das ist nicht länger gut gegangen,
stolpernd an den Treppenstufen. Hilfe hat er noch gerufen,
von viel Alkohol betört, hoffend dass ihn jemand hört,
draußen vor der Haustür liegend und einen kalten Hintern kriegend.
Der Notarzt wird herbei gerufen. Der werkelt vor den Treppenstufen
an dem gewissen Ben herum, eventuell vor Publikum.
Dann geht’s ab ins Krankenhaus. Der Arzt der wirft ihn schnell hinaus.
Der Aufenthalt ist schnell vergangen. Man weiß nichts mit ihm anzufangen.
Er endet und er weiß nicht wie, entsprechend in der Psychiatrie,
in der Klapse, wie man sagt, wo er nach dem Bierchen fragt
und vielleicht nach einem Schnaps, entsprechend wohl in seinem Klaps.
Der Blutpegel ist bis zuletzt mit viel Alkohol versetzt,
weshalb ein mancher, wie ers treibt, meistens nicht lang nüchtern bleibt.
Der Kopf samt das Gehirn ist wirre. Darum gilt er oft als irre.
Und wird das Hirn dann immer wirrer, dann endet dieser als ein Irrer.
Entgiftet soll er schließlich werden, wenn auch somit bei Beschwerden.
Und dann folgt die Entziehungskur, wo er immer wieder nur
Tee und Wasser trinken darf. Das ist nicht wie der Schnaps so scharf
und es gibt auch sicher hier nicht den kleinsten Tropfen Bier.
Bierdurst hat er wohl genug, besonders wohl durch den Entzug
und er träumt sehr oft vom Bier. Doch trocken bleibt der Trinker hier,
gewisser weise völlig trocken ohne einen Tropfen hocken,
weshalb er plötzlich einmal flieht, weil es ihn zu der Flasche zieht.
Im Rucksack schleppt er meist die Flasche und manchmal in der Hosentasche.
Er fühlt sich ohne Flasche einsam und hat mit ihr was gemeinsam,
fühlt sich mal leicht,fühlt sich mal schwer, ist einmal voll und einmal leer.
Es kommt der Ben ins Irrenhaus und hoffentlich nicht zu schnell raus.
Wird er nicht mal halbwegs trocken, dann kann er weiter viel verbocken,
beim Konsum nach Lust und Laune, und das führt zu viel Geraune,
über das was, meist bei Nacht, ein Kerl dabei an Bockmist macht.
H. Feisel
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