Palaver 8.
Palavert wird vor jeder Wahl, denn es geht um Kopf und Zahl,
weil mancher Kopf, so wie gewählt, nur noch rote Zahlen zählt.
Immenser wird wohl auch die Zahl, immer zwischen jeder Wahl,
die ständig weiter angehäuft, sich niemals mehr im Sand verläuft.
Palavert wird im Parlament, von Argument zu Argument,
und fehlt an der besagten Stätte ein Argument das man gern hätte,
dann hilft sicher irgendwie die erwünschte Phantasie,
die im Palaver dazu neigt, dass sie sich erfolgreich zeigt,
im angepassten Sachverhalt. Palavern tut, in der Gestalt,
die Strategie gestaltungsvoll und der Beifall endet toll.
Palavert wird im Tollhaus viel, mit immer stets dem einen Ziel,
nämlich irgendwie beizeiten etwas in den Weg zu leiten,
das dem Volkszorn imponiert. Das Palaver informiert,
vor der Wahl, an jeder Stätte, was es denn zu bieten hätte,
wenn nach dem Wählen ganz bestimmt der Kandidat den Posten nimmt.
Es muss das Wahlvolk allgemein palavernd schnell beschwichtigt sein,
damit in der Wahl vermehrt die Ordnung neu zur Ruhe kehrt.
Das Palaver vor der Wahl erhofft sich eine Überzahl
von so genannten Wählerstimmen. Die gilt es vor der Wahl zu trimmen,
durch die Partei die ganz bestimmt sich am meisten übernimmt.
Zu dem Wahlerfolg gekommen hat die Partei sich übernommen,
nach relativer kurzer Zeit und mancher wird danach gescheit,
nachdem er vorher, das scheint klar, naiv und etwas dümmlich war.
Viele die zum Wählen laufen lassen sich für dumm verkaufen,
vom Palaver, im gewissen, wissbegierig mitgerissen.
Das Palaver wird recht laut, wenn mancher auf die Pauke haut,
der allzu gern gewählt sein will. Der Abgewählte schämt sich still,
zurückgezogen und allein und lässt das Palaver sein,
vorerst einmal jedenfalls. Es steht das Wasser bis zum Hals
dem der sein Wahlversprechen bricht und untertauchen kann er nicht.
Auch dann tönt das Palaver laut. Mit dem Wahlplakat vertraut
kann der Wähler sich entscheiden. Es kann sein Kreuzchen auch vermeiden,
wer die Entscheidung, die man sucht, vor und nach der Wahl verflucht.
Das Palaver nimmt kein Ende und vieles klingt wie die Legende.
Manch ein flinker schneller Schnabel palavert laut von der Parabel
und was viele Schnäbel bringen muss ganz durcheinander klingen,
kreuz und quer an mancher Stätte, wo man gern mehr Klarheit hätte.
Vor dem Wahlgang tönt es dort lautstark und in einem fort.
Ob der Wähler noch versteht um was es dabei wirklich geht,
das ist sicher unwahrscheinlich und das Palaver wird ihm peinlich.
H. Feisel

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