Palaver 4.
Viel Palaver und Gezeter vertreiben manchen Leisetreter,
denn der gibt sich fein und smart und es wäre, in der Art,
das Palaver ihm nur peinlich. Alles andere als kleinlich
drängt sich aber im Verlauf derbe das Palaver auf,
das der smarte Mensch nicht mag. Was ihm auf der Zunge lag
kann im Palaver wenig gelten, übertönt vom lauten Schelten
derer die sich wohl am meisten laute Wörter innigst leisten,
in entsprechend der Vollendung mancher krassen Redewendung.
Der Leisetreter schleicht sich dort möglichst unauffällig fort,
in den sicheren Verschlag, weil er nicht das Palaver mag.
Tut ihm das Palaver gelten, weil die Leute auf ihn schelten,
dann scheint das wohl, ganz allgemein, aus diesem Grund, normal zu sein,
dass er, eher etwas still, seine Ruhe haben will,
vor dem lauten Drumherum, denn das Palaver bringt ihn um,
zumindest aber kurzerhand, beinah noch um den Verstand.
Das Palavern in der Meute, das den feinen Herrn nicht freute,
als er dieses so vernahm, klingt manchmal eher wild als zahm,
für den smarten Herrn, den feinen, und der mag nicht mehr erscheinen.
Wenn der feine Herr entflieht, vor dem Palaver das geschieht,
dann wird palavernd ausgesprochen derselbe habe was verbrochen.
Ein smarter Mensch ist allgemein für derbe Laute viel zu fein
und es zieht sich, ein ganzes Stück, der feine Herr vom Ort zurück,
wo das Palaver, laut vermehrt, lästig immer wieder kehrt.
Unscheinbar, aus dieser Sicht, nennt ihn das Palaver nicht,
weil er „Schein – Bar“ viel begehrt, obwohl er sich dagegen wehrt,
dass man ihn Unersättlich nennt. Wer im smarten Stil erkennt,
wie man, auf die feine Art, übergroße Summen spart,
der hat manchen Plan geordert. Vom Palaver raus gefordert,
flieht er daher, letzte Zeit, vor dem öffentlichen Streit,
der ihn offiziell begleitet, als man im Palaver streitet.
Das Palaver das führt drum zum unerwünschten Publikum
und publiziert, an dieser Stätte, wird was er gern vermieden hätte,
wenn er das nur verhindern könnte. Das Palaver dieses gönnte
ihm, aus subjektiver Sicht, die Ruhe und den Frieden nicht,
was auch der feine Herr begehrt, der anderen das Recht verwehrt
auf ihren Anspruch zu bestehen. Im Palaver tut es gehen,
um Unrecht und Gerechtigkeit, denn das Recht scheint jederzeit
über Lücken zu verfügen und wer will kann gut betrügen
und sei es als ein feiner Herr. Beim steten Hin- und Hergezerr
der Paragraphen in Gesetzen will auch noch das Palaver hetzen.
H. Feisel

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