Palaver 10.
Das Palaver setzt sich fort jeweils am gewissen Ort,
wo man sich einmal, irgendwann, wiederum begegnen kann.
Beim Kaffeetässchen und beim Törtchen, bis zu dem gewissen Örtchen,
palavern viele unverdrossen. Es ist niemals ausgeschlossen
dass der Mensch viel Zeit verwendet, die in dem Palaver endet,
wenn mit einem mal, am Schluss, unter Zeitdruck enden muss,
was von viel Bedeutung scheint und die Interessen eint.
Palavern kann man in der Stadt, hoch gedeutscht und nicht ganz platt,
sowie auch noch auf dem Land. Da hat das Plattdeutsch noch Bestand
und man palavert im Effekt das klare Deutsch noch ganz direkt.
Die Mundart wird im Dorf gesprochen und der Akzent klingt, ausgesprochen,
in viel Plattdeutsch eher ländlich, für den Städter unverständlich.
Ist der Dörfler in der Stadt, palavert er mitunter platt
und während seine Laute hallen ist er nicht selten aufgefallen,
gewisserweise in Entfaltung der sonderbaren Wortgestaltung.
Man hat ihn nicht für Deutsch gehalten, im unverständlichen Verhalten
und darum muss er allgemein sicher aus dem Ausland sein.
Dort wo die letzten Bauern schelten tut die Provinz als Ausland gelten
und der Bauer aus dem Land ist nicht mehr stolz auf seinen Stand,
wie das früher einmal war. Da zahlte er noch gern in Bar.
Er geht mit der Mode mit und hat heute viel Kredit,
stottert ab in vielen Raten und es wittert stets den Braten
die Bank in ihren Bankgeschäften. Palavert wird aus Leibeskräften
über den Kredit und Zinsen. Die Binsenweisheit kommt von Binsen,
als ein allgemeines Wissen und viele Schulden sind verbissen
Tag für Tag und Jahr für Jahr, eine drohende Gefahr.
Bei Schulden tut man dazu neigen diese lieber zu verschweigen
und aus palavert wird das nicht, worüber man nur ungern spricht.
Doch die Bank kann das Darlehen in vorteilhafter Sicht besehen
und der Bänkler sieht das ganz positiv in der Bilanz.
Kommt einmal die Bankenkrise dann hat auch die Bank viel miese
Zahlen; die sind rot gefärbt. Den gehört das Fell gegerbt,
spricht der Bauern in dem Stall. Dieser gilt, in diesem Fall,
als ein grober platter Bauer. Keiner weiß es nun genauer,
beim Palaver in der Krise, wo denn nun die vielen Miese
eigentlich geblieben sind. Das Windei riecht, in diesem Wind,
nach dem fauligen Gestank und manchem faulen Ei zum Dank
kann sich viel Palaver mehren, jener die nach dem begehren,
was sie eigentlich vermissen. Das Palaver ist verschlissen,
genau so wie die Zahlen hier, auf dem geschredderten Papier.
H. Feisel

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