Ehe mann-Eh Mann?
Eh das Weib sich irgendwann für den Kerl entscheiden kann,
stellt es sich noch viele Fragen. „Eh – Mann“ fragt sie sich sozusagen.
Was soll denn nur der Kerl im Bett, mit andren ist es auch ganz nett.
Mit jedem anderen geht’s auch, so wie es, in dem alten Brauch
schon von früher her geschieht, wenn sie ihn gierig an sich zieht,
im Verlangen nach viel Sex. Es ist alles nur Reflex
und beliebig austauschbar, macht sich ein manches Weibsstück klar,
während es, im Sex berauscht, nach und nach die Kerle tauscht.
Sie benötigt, was sie fand, immer nur im Gegenstand.
Den Gegenstand kann sie verwenden und beliebig auch beenden
kann sie was sie praktiziert, wenn sie vielleicht ungeniert
manchen Gegenstand verschrottet, indem sie manchen Kerl verspottet.
Emanzipiert ist manche Frau, gut aufgeklärt und daher schlau.
Auch ein Kind will manche gern. Den Zeuger sieht sie nur von fern
und aus der Nähe nur mitnichten, denn sie kann auf ihn verzichten.
Ehe man sich, in der Nacht, unglücklich mit Einem macht,
ist die Frau besser informiert und an Vielen orientiert,
verzichtet auch, so lang sie kann, auf den verwünschten Ehemann.
Der Erfolg der gibt ihr recht, denn es funktioniert nicht schlecht,
in vielen Kerlen, wie sie meint, solang sie jung und knackig scheint
was viele Interessen weckt und scheinbar daher vielen schmeckt.
Hat sie sich alternd aus getobt, dann hat sie sich schnell verlobt,
nachdem sie einen Trottel sucht, der, wenn möglich auch betucht,
seine Rolle spielen kann, als sogenannter Ehemann.
Der alte Kerl, noch nicht bankrott, in seinem Junggesellentrott,
ergötzt sich dann am alten Weib und nennt das seinen Zeitvertreib.
Sie bringt viele Argumente in Bezug auf seine Rente,
die ihr viel zu schmal erscheint, hat sie schon sehr bald gemeint.
Knackig ist sie nun nicht mehr, doch Sicherheit die liegt ihr sehr,
um den Ehemann zu melken. Langsam muss sie weiter welken.
Früher war sie hübsch und knackig, heute nur noch unschön nackig,
weshalb der Ehemann was nützt, der vor manchem Übel schützt.
H. Feisel

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