Urmenschliches / Sammelsurium.
Der Urmensch läuft im Wald herum und sucht am Sammelsurium,
das er, als sein Hab und Gut, übereifrig sammeln tut.
Er verwendet sehr viel Kraft, in seiner Sammelleidenschaft,
um sein Hab und Gut zu mehren. Darum muss er im Wald verkehren,
auf den Bergen und in Steppen, und viele Dinge heimwärts schleppen,
muss er wohl, in diesem Drang, sein gesamtes Leben lang.
Der Urmensch muss die Beute jagen und er sammelt sozusagen
was immer ihm noch, irgendwann, in dem Alltag nützen kann.
Den Nutzen kann er definieren und er will sich konzentrieren,
auf alles was ihm nützlich scheint, wie er diesbezüglich meint.
Um die Not zu überwinden muss er manche Lösung finden.
Zwar ist der Fortschritt noch gering, doch er erfindet manches Ding,
um manches Werkzeug zu benutzen, zum Schneiden, Bohren, Schnitzen, Stutzen,
bis zum Malen und zum Hacken. Das Wachstum in der Welt hat Macken
und die Streitaxt muss herbei, damit der Zwist geregelt sei.
Der Nahkampf, aus der nächsten Nähe, ist mühsam und der Gegner zähe,
darum muss was Neues her. Der Urmensch bastelt nun am Speer,
den er auch für die Jagd verwendet. Das Sammeln aber, das nie endet,
setzt sich, in dem Lager dort, mobil und sesshaft weiter fort.
Der Urmensch sammelt immer sehr und der Mensch will noch viel mehr.
Wo das Lagerfeuer raucht, da hat der Urmensch das gebraucht
was zum Überleben nützt und was ihn vor Gefahren schützt.
Der moderne Mensch geht um und wühlt im Sammelsurium,
ohne Übersicht und Ziel und kriegt trotzdem nie zu viel,
weil er leidenschaftlich siegt, in dem was er zu fassen kriegt.
Und was er irgend kriegen kann, im Kriegsspiel auch, das er ersann,
das will er zudem auch gewinnen. Darum ist er wie von Sinnen,
bei allem was ihm nutzbar scheint, bei dem was er zu kriegen meint.
Das Sammelsurium aus den Kriegen, vorausgesetzt er kann auch siegen,
tut er als Erfolg bewerten. Der Misserfolg führt zu Beschwerten.
Der Mensch will viel Erfolg bezwecken. Den Sieg gewohnt will er entdecken,
was das Sammelsurium bringt. Wo die Anhäufung gelingt,
da meint der Mensch, als kalter Krieger, er sei, in der Karriere, Sieger.
All sein Sammelsurium, dieses dient ihm, eben drum,
ausgestellt als die Trophäen, dazu dass die Verlierer spähen,
etwas neidvoll, unterlegen, zum Gewinn, im großem Segen.
Das Sammelsurium tut sich häufen, in erfolgreichen Verläufen,
die der Fortschritt mit sich bringt, weshalb das Sammeln gut gelingt
und mancher Mensch kriegt nie genug und sammelt noch mehr im Betrug.
Im Sammelsurium, sozusagen, wird vermehrt viel unterschlagen.
H. Feisel

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