Grau in Grau!
Der Himmel ist ganz grau in grau. Versteckt ist alles schöne Blau,
hinter grauen Nebelschwaden. Wer kann der schließt den Fensterladen
zurück gezogen und daheim und macht sich drinnen seinen Reim.
Grau verhüllt ist alle Sicht. Viel mehr als Nebel sieht man nicht.
Auch der Ben ist arg benebelt der an seiner Flasche hebelt,
um den Korken zu entfernen. Ohne Öffner muss man lernen,
wie man Flaschen öffnen kann, denn schließlich braucht ein ganzer Mann,
benebelt in dem trauten Bau und eingelullt vom argen Grau,
seine Stimmung nach Belieben. Das wird mehr als Blau beschrieben,
von dem Dichter neben dran. Da schließt sich der Gedanke an,
bei diesem der das wohl beschreibt, dass das Blaue viel vertreibt,
von der grauen Tristigkeit, eventuell nach kurzer Zeit.
Grau ist immer noch der Himmel. Man sieht fast nicht mehr den Schimmel,
der in das Gelände geht und im grauen Nebel steht.
Das Graue vor den Fensterscheiben verzieht sich nicht und tut noch bleiben,
Tag für Tag, hat man gesprochen, schon seit mindestens zwei Wochen.
Reden lässt sich auch im Nebel: „Der Petrus sitzt am langen Hebel
und zieht den Vorhang im Verlauf dieses Wetters längst nicht auf.“
Ein bess'res Wetter war versprochen, vor schon allzu vielen Wochen,
vor der einstmals freien Wahl, zum Anlass der gewissen Zahl
von geschätzten Wählerstimmen. Berge müsste man erklimmen,
wenn man die klare Sicht begehrt. Der Nebel hat die Sicht verwehrt,
in der grauen Politik. Wer will der dreht noch sein Genick
nach links oder nach rechts herum. Grau bleibt alles, eben drum,
trotz der Grünen, Gelben, Roten. Es läuft der Hund auf seinen Pfoten
samt dem Herren vor dem Haus in den grauen Nebel raus.
Grau in Grau ist Feld und Wald und es verzieht sich nicht so bald
die graukarierteste Tristess'. Es macht der graue Hund viel Stress,
der hinter einem Hasen rennt und den Weg nach heim nicht kennt,
verschwindend in der grauen Ferne. Im Nebel tarnt sich mancher gerne,
insofern auch der graue Reiher bei dem Beutezug am Weiher.
Der Graureiher fischt ganz versteckt, wo man ihn nicht leicht entdeckt,
an dem Gottfried seinem Teich. Der erwischt ihn längst nicht gleich,
vor der grauen Nebelwand, mit dem Knüppel in der Hand.
Grau in Grau ist auch das Leben in dem ländlichen Bestreben
das Dorf mit Farbe, an viel Stellen, etwas bunter aufzuhellen,
solang man kaum noch Farben sieht und sich der Nebel nicht verzieht.
Auch die Oma ist ganz grau und sieht längst nicht mehr genau,
aus ihrer mehr als grauen Sicht: „Scheint die Sonne oder nicht,
oder ist der Nebel immer?“ Es hat die Oma keinen Schimmer!
H.Feisel

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