Ländliches / Winteridylle.
Weiß bedeckt sind Gras und Klee. Der Heinrich der stapft durch den Schnee
und hinterlässt im Schnee die Spur. Das ist die Einzigste nicht nur,
denn es tappen viele Hunde tagtäglich in dem Schnee die Runde,
mit ihrem Vormund an der Leine. Vorlaut bellt der Hund alleine
wenn er den Rivalen sieht, der im Schnee die Spuren zieht
und vorschnell eifrig pinkeln tut. Das versetzt den Hund in Wut
und er hebt selber auch das Bein. Das riecht mancher Hündin fein,
innerhalb der feinen Nase und manche kommt dann in Ekstase
und wird richtig ungestüm, stimuliert durch das Parfüm.
Auf dem Land läuft alles rund, und zwar im Kreislauf und mit Hund.
Mancher geht auch ganz alleine und hat den Hund nicht an der Leine,
weil er keinen Hund besitzt, der los geleint von dannen flitzt,
weil er einen Hasen riecht, der sich längst im Schnee verkriecht.
Der Schnee hat alles abgedeckt. Das Kleinvieh hält sich mehr bedeckt
und ist im Unterholz verborgen. Das Rotwild tut sich Heu besorgen,
beim Ballen und der Futterraufe. Der Habicht, in der Warteschlaufe,
starrt auf eine weiße Decke und er startet zu dem Zwecke
sich die Mahlzeit zu besorgen und wartet oft bis übermorgen.
Weiß bedeckt sind auch die Fichten. Der Hund muss sein Geschäft verrichten,
mit krummem Rücken, wie verkrampft, und die Hundekacke dampft.
Dampfen tut auch mancher Mund, denn es keucht der Herr vom Hund,
laufend immer hinterher und das Folgen fällt ihm schwer.
Mancher Hund reißt an der Leine, besonders der gewisse kleine,
der seine Chefin malträtiert. Es fehlt noch dass er kommandiert.
Das Duo hat sich angeleint und wer dabei zu Führen scheint,
das ist nicht immer deutlich klar, im Konflikt der immer war,
in gegensätzlicher Tendenz, verstärkt in laufender Frequenz.
Vor lauter Mühe im Geschehen bleibt die Idylle übersehen.
Den Anspruch hat der Hund bekräftigt, dass er sein Frauchen arg beschäftigt
und die Reißleine am Hund, hält sie fit und sehr gesund.
Die Idylle auf dem Land verlangt oft eine feste Hand
und wer will lenkt mit dem Stock. Der Hund das ist ein sturer Bock
und so zieht sich, von Platz zu Platz, der Widerspruch im Gegensatz.
Schrill durchdringt auch nebenbei die Idylle mancher Schrei,
begleitet an so mancher Stelle, dem entsprechend vom Gebelle.
Idyllisch tut das Pärchen wandern, von dem einen Platz zum andern,
miteinander alle Stunden, in dem Leinenzwang verbunden
und der Hund der schimpft und schimpft. Hoffentlich ist er geimpft,
gegen Tollwut sozusagen, sonst wäre vielleicht zu beklagen,
dass er noch womöglich beißt, wenn er der Chefin etwas scheißt.
H. Feisel

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