Wichtigkeit XXXXL.
Fast jeder Mensch will allgemein nach Möglichkeit gern wichtig sein,
denn unwichtig, aus seiner Sicht, ist er sicher lieber nicht.
Die Wichtigkeit, an erster Stelle, setzt man durch mit Stirn und Elle,
oder mit dem Ellenbogen. Oft wird die Faust auch vorgezogen
und der Mensch mit harter Stirn brecht vor mit Hörnern vor dem Hirn.
Dadurch sei das Hirn geschützt, wenn es auch nicht sehr viel nützt,
scheint ein mancher Mensch zu meinen, um sehr wichtig zu erscheinen,
wenn er gegen Wände rennt, deren Härte er nicht kennt.
Es sind die Hörner an der Stirn kein Ersatz für das Gehirn.
Im großen Pech, beim Missgeschick, bricht er sich dann das Genick.
Außerordentlich allzeit, und von großer Wichtigkeit,
vor den werten Zeitgenossen, hat der Große es genossen
die Kleinen wohl, im Weltgeschehen, herab von oben anzusehen.
Wie von Sinnen, in Ekstase, scheint er wichtig in der Phase
seines Aufstiegs allgemein vor der Menge dort zu sein,
wo die Menge, die ihn ehrt, nicht die schwere Last verwehrt.
Gewichtig ist er wohl, der Mann. Ob man ihn lang ertragen kann,
das muss sich hinterher noch zeigen. Zur Wichtigkeit tun alle neigen,
die sich nur ertragen lassen, die selber nicht die Lasten fassen,
die all die kleinen Esel tragen. Zum Dank da will er diese schlagen.
Der Esel trägt, so gut er kann, das Schwergewicht, im dicken Mann,
bis er fast zusammen bricht. Den dicken Großen stört es nicht,
es sei denn dass er Esel klagt und störrisch seinen Dienst versagt.
Dann kriegt der etwas mit der Rute, zitternd unter dieser Knute.
Der Esel biegt den Rücken krumm. Ist der Esel wirklich dumm,
oder bleibt ihm keine Wahl, in dem schweren Druck der Zahl,
der immensen Kilogramme? Edel von Geblüt und Stamme
ist der arme Esel nicht. Viel zu einfach und zu schlicht
muss er weiter sozusagen sein schweres Bündel oben tragen.
Der Esel wirkt wohl eher hager; - das Schwergewicht das lebt nicht mager.
Der auf ihm lastet, wie er´s kennt, den man ziemlich wichtig nennt,
der nimmt schnell und wie im Nu, schwergewichtig noch mehr zu
und es wird, mit Weh und Ach, der kleine Esel langsam schwach,
bei dem erdrückenden Gewicht. Erwünscht ist dazu der Verzicht,
vom dummen Esel, wie man sagt, der sich selten laut beklagt.
Das Thema gilt dann der Diät, zu der man in der Fettsucht rät.
Ist die Diät wohl angebracht, die den Esel mager macht,
damit der große schwere Mann immer fetter werden kann?
Wer fetter wird ist alle Zeit von immenser Wichtigkeit.
Die Wichtigkeit, als Schwermodell, kleidet sich XXXXL.
H. Feisel
Letzte Kommentare