Vom Fürstenhof zum Bauernhof.
Am Fürstenhof lebt einst der Adel. Der Ritter ohne Furcht und Tadel
der hat den Kurfürst dort bewacht. Der Fürst hat sich davon gemacht
und er resistiert dort nimmer. Der Fürstenhof besteht noch immer,
den vielleicht ein Scheich bewohnt, der für die Genesung lohnt.
Zum Fürstenhof kommt auch der Bauer. Besieht man sich den Hof genauer,
dann entdeckt man Krankenschwestern. Der Bauer denkt, als wär es gestern,
in der Erinnerung ein Stückan den Fürstenhof zurück,
auf dem Bauernhof daheim. Wer kann, der macht sich seinen Reim,
auf alles was er dort so sah, in dem was rings herum geschah.
Als Erinnerung daheim, bleibt zuguterletzt der Reim.
Im Speisesaal hat es geschmeckt, wo man die gute Kost entdeckt
und mancher nimmt dabei im Nu, trotz Diät, noch weiter zu.
Beim Essen die Gemeinschaft pflegend, wirkt das, Appetit,anregend,
gewisserweise, sozusagen, auf die Zunge und den Magen.
Der Fürstenhof steht jedem offen. Sogar der Bauer kann dort hoffen,
dass die Reha, wo er weilt, ihn von dem Gebrechen heilt.
Es darf der Scheich arabisch sprechen. Die Zunge kann sich der zerbrechen,
der arabisch lernen will. Wer nichts sagt ist lieber still
und denkt sich manchmal seinen Teil, insgesamt vielleicht und weilt
ein Denkernicht sehr gerne tratscht. Wer in den Sandalen latscht,
der hätte einstmals zu den Zeiten des Kurfürsten bloß Schwierigkeiten
dessen Sitten zu verstehen, in den eingezwängten Zehen,
die auf hohem Absatz schreiten. Es ist bestimmt nicht zu bestreiten:
Gebräuche sind oft grundverschieden. Der Bauer hat es dort vermieden,
was ja nur von Vorteil scheint, wie er schließlich selber meint,
seine Stiefel von dem Mist, was überaus vernünftig ist,
eventuell noch, unter Klagen,in den Fürstenhof zu tragen.
Der Bauer tut zum Essen fassen und versucht sich anzupassen.
In der Gewohnheit mancher Sitten ist es sicher, unbestritten,
besser wenn man nicht laut schmatzt. Das Klischee wär angekratzt,
von der vornehmen Gestaltung, bei entsprechend guter Haltung.
Im Bauernhof lebt mancher dort, nach der Genesung, weiter fort,
wo er noch im Gedanken weilt, von seinem Irrtum schlecht geheilt,
er könne weiterhin mitnichten auf das Schwesterlein verzichten.
Denkend sinnt er noch einmal zurück ans Klinikspersonal,
womöglich noch zur Weihnachtszeit, undan die holde Weiblichkeit.
So kommt er, das ist wohl wahr, am Bauernhof ins neue Jahr.
Wie sich das neue Jahr bewährt und wie das mit ihm verfährt,
das weiß man vorher, aus der Sicht, aber vorerst längst noch nicht.
Und wieder gibt es überall, hier und da, den Schlaganfall,
wenn das Schicksal einen schlägt, den man auf der Liege trägt.
H.Feisel

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