Junggeselle/Vorweihnachtszeit.
Der Junggeselle war bereit, bis etwa um die Weihnachtszeit,
kann man sich im Dorf erzählen, sich mit Einer zu vermählen.
Somit bestand sein Weihnachtswunsch. Hinunter spült er den mit Punsch,
mit Glühwein, oder auch mit Sekt, als er nach und nach entdeckt:
Man kann sich, in den alten Bräuchen, ganz immens in Weibern täuschen.“
Vorweihnachtlich geht es im Nu überall ganz glänzend zu,
in glänzender Geschäftigkeit. Der Junggeselle findet Zeit
über vieles nachzudenken und er tut die Blicke senken,
denn der Glanz, in seinen Augen, kann offensichtlich nichts mehr taugen.
Die Weihnachtslichter strahlen sehr, der Junggeselle garnicht mehr.
Der Junggeselle sieht den Rummel und Weiber bei dem Weihnachtsbummel.
Doch manche Weiber sieht er nicht, aus der objektiven Sicht,
jemals einmal wirklich wieder. Es klingen ihm die Weihnachtslieder,
von dem weihnachtlichen Chor, irgendwie wie Schmalz im Ohr
und er fühlt sich wie ein Tauber. Die Ohren sind vom Ohrschmalz sauber,
weshalb das daran wohl nicht liegt, wenn er Ohrensausen kriegt,
bei mancherlei Gelegenheit, der vorweihnachtlichen Zeit.
Vor Weihnachten kommt das Gefunkel, verbunden auch mit viel Gemunkel,
das man auf den Gassen raunt, mitunter auch recht gutgelaunt,
durch Glühwein und et cetera, bei dem üblichen Blabla.
Viel Blabla, an mancher Stätte, das man gern verbreitet hätte,
endet mitunter ganz abrupt, wenn irgendwo ein Auto hupt.
Es kriegt der Junggeselle draußen insofern manchmal Ohrensausen,
durch das was er zu hören kriegt und was ihm schwer im Magen liegt.
Vor Weihnachten da hat man Zeit und häufig die Gelegenheit
sich viel Wissen zu erzählen. Die häufig viel Gesprächsstoff wählen,
die kennen sich mit manchem Haus und mit Junggesellen aus,
wie sie wohl zu wissen glauben. Die sich viel Geschwätz erlauben,
die wissen aber, im Bericht, das allermeiste sicher nicht.
Der Junggeselle geht vorüber und der Himmel scheint ihm trüber,
weil die Sonne nicht mehr scheint. Ob noch jemand um ihn weint,
das wagt er nun nicht mehr zu hoffen und darum bleibt auch nichts mehr offen;
und er gibt sich mehr verschlossen, vor den werten Zeitgenossen.
Der Junggeselle geht nach Hause, unter seine warme Brause,
zu der er ziemlich gerne geht, denn wer im kalten Regen steht,
triefend bibbernd und im Nassen, den hat man dort stehen lassen.
Kalt hat es ihn dort erwischt, wo man nur im Trüben fischt
und kein Fisch hat, im gewissen, dort je wirklich angebissen
wo die Leute wenig sehen und leider Gottes nichts verstehen.
Weihnachtensteht vor der Tür. Was kann der arme Kerl dafür,
dass er nur allein sein kann, weil kein neues Glück begann?
Ein wenig Glück im Weihnachtssegen will sich nicht zu ihm bewegen. H:Feisel

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