Junggesellen/Weihnachten.
Der Junggeselle sitzt noch immer allein und einsam in dem Zimmer.
Doch Däumchen will er auch nicht drehen und darum gibt er zu verstehen,
dass er noch weiter, bis zum Schluss, aus seiner Sicht beschreiben muss,
was ein Junggeselle denkt, dem Keine ihre Liebe schenkt.
Wär die wahre Liebe echt, dann ginge es ihm nicht so schlecht,
so wie es ihm mit Weibern geht, von denen keine zu ihm steht.
Die Weiber gehen ihrer Wege und sind irgendwo ganz rege
auf den Lebensstil versessen. Ihn haben sie schon längst vergessen,
beim Rummel um das Weihnachtsfest. Dem Junggesellen bleibt ein Rest
der kläglichen Erinnerungen. Die sind ihm tief ins Herz gedrungen
und er fühlt,in seinem Herzen, mitunter die gewissen Schmerzen.
Weihnachten ist überall. Er denkt an seinen Schlaganfall
und fühlt sich daher,sozusagen so wie vor den Kopf geschlagen.
Er fühlt sich wie ein Weihnachtsmann der keine Braut erwischen kann,
weshalb er ganz verlegen schaut, chancenlos und ohne Braut.
Der Junggeselle hat geträumt er habe viel zu viel versäumt
und ist, gegen Mitternacht, von dem Alptraum aufgewacht,
noch, um Fünf vor Zwölf, gerade recht, ohne weibliches Geschlecht.
Im Alptraum tut's ihm, im Geschehen, noch schlimmer als real ergehen,
denn er sieht die junge Braut,nach der er voller Sehnsucht schaut,
sich zu einem Monster wandeln. Flüchtend will er schnellstens handeln,
mit einem schnellen Sprung vom Bett. Das hübsche Weibchen fand er nett.
Nun sitzt er aber, ach du Schande“, erwacht und zitternd an dem Rande
von dem Bett, nach viel Gewühl, schwindelig in dem Gefühl,
dem steten Schwindel nur entsprechend, das Liebesglück in sich zerbrechend.
Es rückt das junge hübsche Weib ihm in seinem Traum zu Leib,
der sich schnell zum Alptraum wandelt, als es sich um Horror handelt,
denn sie entpuppt sich bald als Hexe. Er betätigt die Reflexe
und springt sehr schnell, mit großem Satz, panikartig weg vom Platz.
Nun dreht sich dem armen Tropf alles ziemlich schnell im Kopf,
denn schwindelig sind die Beschwerden. Es kann der Sex zum Alptraum werden,
wie der Junggeselle meint, wenn er sich mit dem Weib vereint,
das außen hübsch, doch es ist schade, innen, hinter der Fassade,
ungeheuer hässlich ist, in der vorgespielten List.
Der Junggeselle hat gedacht, nach dem Alptraum in der Nacht,
Weihnachten sei aufgeschminkt, weshalb er schnell ein Schnäpschen trinkt,
oh weih, nach dem Schock der Nacht, wo er die Erfahrung macht,
mit der weiblichen Begierde, kaschiert als eine Augenzierde,
doch in hässlicher Gestalt, abschreckend und viel mehr kalt,
statt in jugendlicher Hitze. Später macht er seine Witze,
denn das junge Weib schien heiß. Erschrocken wird's ihm kalt wie Eis.
H. FEISEL

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