Junggeselle /Allein.
Der Junggeselle ist allein. Es will Keine bei ihm sein
und die ihn wollte will er nicht, weil sie nicht seinem Typ entspricht,
mit hundert Kilo Kampfgewicht, mit dem sie ihm die Rippen bricht,
wenn er denn mal unten läge. Die Fette ist ihm viel zu träge,
die nur flink beim Essen scheint, wie er diesbezüglich meint.
Die fette Frau in seinem Zimmer das wäre wohl ein Schock für immer
und bis ans Ende seines Lebens wär sein Liebestrieb vergebens,
angesichts von der Enthüllung eines Weibesvoller Füllung,
vor der es ihm tatsächlich graut,vor der Berührung mit der Haut.
Die junge Hübsche, eine Schlanke sprach zu ihm jedoch:“Nein Danke!“
Die wollte ihn wohl doch mitnichten und auf seine Gunst verzichten,
das wollte sie scheints sehr viel mehr. Das grämt den Junggesellen sehr.
Die Dicke will gern bei ihm sein. Doch lieber bleibt er dann allein,
weil die ihn zu erdrücken droht. Er käme schnell in Atemnot,
durch das erdrückende Gewicht und das will er daher nicht,
dass er platt gemacht so endet, durch die, die ihr Gewicht verwendet,
um, im Sitzen oder Liegen, allmählich immer mehr zu wiegen
Es meint der Junggeselle helle: die kriegt er nicht mehr von der Stelle
und sie wär, ganz rigoros, sehr bald ein ziemlich schweres Los,
und ohne irgend ein Gewinn. Die Niete hat er nicht im Sinn.
Er will vor der Dicken flüchten und dazu vor deren Süchten,
bezüglich von dem großen Fressen. Der Sex vergeht ihm währenddessen.
Allein gelassen glaubt er fest, bezüglich wohl von seinem Nest,
an dem er auch gemütvoll hängt, dass ihn die dicke Frau verdrängt,
weil sie allen Platz benutzt, während er dann, sehr verdutzt,
aus dem Zimmer flüchten müsste, weil sie sich festzusetzen wüsste,
in seinem eigentlichen Heim. Er macht sich vorher seinen Reim
und malt sich phantasiereich aus, er bliebe dann nicht viel zu Haus
und ginge lieber in die Kneipe, angesichts vom feisten Weibe.
Das schwere Weib sei nur Ballast und jede Lust vergeht ihm fast,
schon lange vor der Feindberührung und es bestünde die Verführung
allenfalls an dieser Stelle, nur zum Zweck der Futterquelle,
meint der Junggeselle schlicht. Zum Opfer werden will er nicht.
Der Junggeselle bleibt allein. Es könnte vieles schlimmer sein,
so tröstet er sich insgeheim, in Bezug auf seinen Reim
von der dicken schweren Frau, in seinem Junggesellenbau.
Es bleibt ihm mehr Bewegungsraum. Und schließlich glaubt er sicher kaum,
an das Lustobjekt im Zimmer, denn die Lust vergeht für immer,
ohne einen werten Schatz. Im Bett da bräuchte sie viel Platz
und wenn er sie arg räkelnd sähe, ängstlich meident ihre Nähe,
dann müsste er sich schnell verdrücken. Die Distanzzu überbrücken,
das will er lieber gern vermeiden, sonst müsste er ja noch mehr leiden.
H.Feisel

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