Jahreswende/Rutsch.
Und wieder kommt die Jahreswende. Es geht das alte Jahr zu Ende,
irgendwie abrupt für alle, mit Gebumse und Geknalle
und mit dem Feuerwerk bei Nacht. Auch der Korken Sekt der kracht
und der Sekt schäumt häufig über. Der Nachbar kommt zum Trinkspruch rüber
und wünscht ein „Gutes neues Jahr“, trotz der drohenden Gefahr,dass sich alles arg verteuert. Vieles wird nicht mehr erneuert,
weshalb das alte Jahr vergeht und dann gar nicht mehr besteht,
aber sicherlich, vielleicht, an Neujahr vor dem Neuen weicht,
auch verbunden mit viel Groll, als solches teurer werden soll.
Das alte Jahr das war schon teuer. Wem ist das neue noch geheuer?
In Anbetracht der vielen Schulden muss sich mancher Mensch gedulden,
angesichts der Zinszuschläge und der laufenden Beträge,
die er noch lange, mit Verdruss, weiter abbezahlen muss.
Die Jahreswende führt dazu dass ein mancher, wie im Nu,
in einem kurzen Augenblick, verbunden mit dem Missgeschick,
sich im Krankenhaus befindet, wo man ihn mit Gips verbindet.
Die Jahreswende klingt dann aus und er hinkt mit Gips ins Haus,
daheim entsprechend in sein Zimmer. Das alte Jahr das ging für immer,
sobald das neue plötzlich kam, das der Mensch zum Anlass nahm,
das Neue derart zu begrüßen, gut gerutscht mit seinen Füßen.
Der gute Rutsch ist gut geglückt, als er sich zum Schienbein bückt,
vorher trinkend auf sein Wohl, etwas zu viel Alkohol.
Es ist der Mensch kein Kostverächer und er trinkt, mit viel Gelächter,
das eine um das andre Glas, solange bis er ganz vergaß,
wie viele er getrunken hatte, der inzwischen nunmehr satte,
gesättigt durch die letzte Flasche, die der vielleicht allzu rasche
Trinker zu schnell zu sich nahm, als er wohl ins Schlittern kam,
etwas wankend auf den Beinen, nach dem letzten Schluck, dem einen.
Nach dem ersten Schluck, dem großen hat es ihm heftig aufgestoßen
und nach dem letzten Schluck, dem kleinen, riss es ihn heftig von den Beinen.
Das letzte Rinnsal im Gebiss, das ihn von den Beinen riss,
entsprach dem Start ins neue Jahr. Der „Gute Rutsch“, das ist wohl wahr,
ist wohl leider im Extremen, mitunter wörtlich ernst zu nehmen,
nachdem es durch die Kehle flutscht und dann unten ziemlich rutscht.
Rutschen kann, in diesem Fall, einmal jeder, irgendwann
und irgendwo in seinem Leben, offensichtlich im Bestreben
die Jahreswende schon beizeiten dementsprechend einzuleiten.
Der gute Rutsch zur Jahreswende, der bringt das alte Jahr zu Ende,
wenn der gute rutsch gelingt gelingt, den das neue mit sich bringt.
H.Feisel

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