Sex.
Unbedeutend bleibt der Sex im nur niederen Reflex
der Mechanik im Geschehen. Vieles ähnelt dem Vergehen,
wo der plumpe Mensch besteht, der nicht weiß was wirklich geht,
während er, in seinem Schritt, den primitiven Sex vertritt.
Der Mensch begreift, in dumpfer Kühle, nicht den Inhalt der Gefühle
und findet nicht, auf leeren Wegen, seinen wirklich wahren Segen.
Er tut sich nur im Sex verirren, denn er lässt sich arg verwirren.
So tut er, an vielen Tagen, süchtig nach Gefühlen jagen,
in allem was ihn doch nur bindet, ohne dass er das je findet,
wonach er lange, wie verflucht, ganz vergeblich weiter sucht.
Könnte er sich überwinden, dann würde er Gefühle finden,
in der hohen Parallele. Fortgeschritten ist die Seele
die sich weit entwickeln kann. Der Urzeitsex ist irgendwann
rückständig und primitiv und das höhere Motiv
muss sich wohl in dem Bestreben aller Sinnlichkeit ergeben.
Es ist der Sex, an manchem Ort, nichts als bloß ein Massensport
in der Massensuggestion. Was bedeutet das denn schon
was die Menge suggeriert? Die ist wenig orientiert
an dem was Geist, noch irgendwann, im Gefühl bewirken kann
und den Gipfel der Gefühle erreicht man nicht in dem Gewühle.
Um den Gipfel zu erreichen, muss der Geist den Göttern gleichen.
Der primitive Mensch der neigt dazu dass er noch tiefer steigt,
statt die Höhen zu erklimmen, um sich sinnlich einzustimmen.
Er spricht sehr häufig vom Besteigen und er will es allen zeigen,
während er viel Sex vermehrt in der plumpen Art begehrt.
Er zeigt sich aber, in der Art, bei der aktiven Gegenwart,
diesbezüglich in der Tat und in seinem Urformat,
im Primatentum der Affen, die nicht viel Erfüllung schaffen,
im urtümlichen rohen Sex, gewisserweise im Reflex.
Der Reflex bleibt, in der Lust, unerfüllt und unbewusst.
Letztlichmuss in dem Geschehen alle Lust zum Teufel gehen,
und es weicht die rohe Lust letzten Endes allem Frust.
Die rohe Lust, in ihrer Art, ist noch garnicht ausgegart,
beziehungsweise längst nicht reif. Der Schwanz des Teufels ist der Schweif
den derselbe mit sich trägt, was sich, dem Tier gleich, niederschlägt,
in dem tierischen Verhalten, der urtümlichen Ungestalten.
Die Urgestalt die weiß zumeist allzu wenig von dem Geist,
oder aber kennt sie nie die gewisse Energie,
die nur im Geist gegeben ist. Abgenutzt und leer und trist
tut sich der plumpe Sex zersetzen und die Sinnlichkeit verletzen.
H. Feisel
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