Reviere.
Was will der Städter auf dem Land, fragt man sich im Bauernstand,
in dem angestammten Ort,angesichts vom Stadtmensch dort.
Wenn das Sprachproblem nicht wäre, in der gewissen Atmosphäre,
in der es einem Städter stinkt, wo er gern sein Weizen trinkt,
dann spräche der, in seiner Weise, auch nicht unbedingt nur leise,
bei dem Gestank vom vielen Mist, wo ein Bauer tätig ist
und seinen Mist mitunter fährt, weshalb das Stinken länger währt.
Kann man dem Städter manches sagen, dann gibt es nicht so viele Fragen,
die sich einem Städter stellen. Sogar sein Hund wagt kaum zu bellen,
mit dem Städter treu im Bund, angesichts vom Schäferhund,
der mit ziemlich großem Maul, bei Gebell und viel Gejaul,
wütend zu dem Stadthund blickt und ihm laute Grüße schickt.
Was sucht der Stadthund im Revier, fragt sich der Knochenbeißer hier,
der jeden Knochen runter bringt, wie es dem Stadthund nicht gelingt,
der vornehm und gesittet isst. Im Plattdeutsch nennt man das: er frisst,
obwohl der mehr zur Sitte neigt und nicht die Fressgewohnheit zeigt,
wie es dem Dorfhund, der nur frisst, in seiner Art zu Eigen ist.
Das Dorfgeflüster nimmt im Nu, beständig in dem Umfang zu,
je mehr man heftig spekuliert, bis man den Faden ganz verliert.
Ob der Stadtmensch, wenn er geht, ein paar Worte mehr versteht,
vom Dialekt, der wie gesagt, das feine Hochdeutsch überragt,
in komplizierter Struktur, das bezweifelt mancher nur.
Vom Englisch einmal ganz zu schweigen, muss es sich im Dorfbild zeigen,
wer der Sprache mächtig ist und ob ein mancher Hund nur frisst
oder mehr Manieren zeigt und darum nur zu essen neigt.
Das Thema steigert sich noch toll, denn manches wirkt geheimnisvoll,
solange noch die Städter bleiben, bei alle dem geheimen Treiben,
wochenlang im Ferienhäuschen. Es wird palavert vomKabäuschen,
was der Stadtmensch, wo er geht, auch aus der Nähe nicht versteht.
Der Stadtmensch hat das Dorf entdeckt, was immer er damit bezweckt.
Das führt, in gewissen Süchten, zu den ländlichen Gerüchten.
Der Dichter, der beim Schreiben ist, beschreibt viel ungereimten Mist,
der alten Weiber, an viel Plätzen, wo sie phantasierend schwätzen.
Dumme Weiber sind verbissen und wollen immer alles wissen
und beißen, häufig, immer blöder, so ähnlich wie die Straßenköder,
immer wieder unterdessen leidenschaftlich in ihr Fressen.
Gefundenes Fressen zu zerreißen erfordert dass sich manche beißen,
wie der Hund um seinen Knochen. Es wird beschnuppert und berochen,
was immer auch,aus welcher Sicht, sich die Gier davon verspricht.
Vielen Dank für Zeit und die Einblicke, die wir durch Dich erlangen durften. Ich habe es sehr genossen.
Gruss nach Mellnau,
Nils Henke
Kommentiert von: nils henke | 19. Oktober 10 um 19:23 Uhr