Will i oder will i net?
Der Willi liegt im Krankenhaus und kennt sich mit den Schwestern aus,
die er gerne, in der Tat, vorzugsweise um sich hat
und die ihren Dienst versehen. Der Willi tut auf Schwestern stehen,
freilich eher auf die jungen. Die sind knackig und gelungen,
gegenüber manchen alten die sich merkwürdig verhalten.
Er kennt sich mit dem Krankenhaus daher allmählich bestens aus
und kennt junge Krankenschwestern. Die alten sind wohl mehr von Gestern
und tun mitunter im Geschehen mürrisch auf den Willi sehen,
der auf seinem Laken liegt und dabei eine Spritze kriegt,
wenn möglich in das Hinterteil. Das findet manche Schwester geil.
Dem Willi wird dabei indessen natürlich auch der Puls gemessen
und der Blutdruck der dann steigt wenn sich die junge Schwester zeigt.
Die ist sexy an viel Stellen. Der Puls tut in die Höhe schnellen
und der Blutdruck steigt und steigt, wenn der Will – idazu neigt
die Krankenschwester zu betrachten und er tut auf die Kurven achten.
Es tut der Pulsschlag im Geschehen schnell auf hundertachtzig gehen,
im Hinblick auf die schicke Schwester und spitzenmäßig ist er Bester.
Den Blutdruck muss man aber senken, tut der Arzt beim Willi denken
und will die Oberschwester schicken. Der Willi tut schon ängstlich blicken,
weil die alte Schwester schimpft, die ihn mit der Spritze impft.
Der Willi stellt sich schnell, zur Not, so als wäre er scheint's tot
und der Puls der geht, zum Glück, auf das Minimum zurück,
als die Oberschwester prompt mürrisch um die Ecke kommt,
sehr energisch, mit Elan, dem armen Willi zugetan.
Scheintot liegt er in dem Bett. Ist die Oberschwester nett,
tut sich innen sozusagen der Willi heimlich wieder fragen,
in allmählich der Routine. Scharf gemacht wie eine Mine,
ist wie auch immer im Motiv, die Oberschwester explosiv.
Die tut zur Blutentnahme kommen. Der Willi wird nun ran genommen
und er denkt in seinem Bett: „Will ich oder will ich nett!“
Willig will ganz allgemein der Willi möglichst gerne sein,
doch manchmal will er lieber nicht, wenn aus hinterfragter Sicht
manches besser nicht gelingt, weil es keinen Vorteil bringt.
Manchmal schweigt der Willi still, weil er auch nicht alles will
und wollen möchte er wohl sehr manchmal auch ein bisschen mehr,
je nach dem was er gern hätte, dem entsprechend an der Stätte.
Der Willi muss zum Bett heraus und er verlässt das Krankenhaus.
Zuhause träumt er noch von Gestern und von hübschen Krankenschwestern.
Im Alptraum ist er wach geworden. Die Oberschwester will ihn morden,
hat er in dem Bett geträumt und seinen Irrtum eingeräumt.
H. Feisel
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