Gewitter.
Hin und wieder kommt es bitter, denn dann gibt es ein Gewitter.
An dem schwülen Sommertag gibt es einen Donnerschlag,
nach der ganz enormen Hitze und am Himmel zucken Blitze.
Der Himmel war zunächst noch blau. Dann wird derselbe dunkelgrau
als sich was zusammenzieht wo man die schwarze Wolke sieht,
die sich oben drohend zeigt, als sich der Tag zu Ende neigt.
Es rumort schon in der Ferne und die Fenster schließt man gerne
als der Regenschauer prompt herab auf alle Dächer kommt
die davon betroffen sind, bei entsprechend starkem Wind.
Die Gartenparty ist vermasselt als es heftig nieder prasselt.
Es steht der Grill nun ohne Zwecke ganz vergessen in der Ecke,
der zischt und stinkt und schwärzlich raucht, während ihn kein Mensch mehr braucht.
Nach der ziemlich schwülen Brut erlöscht im Grill mit Dampf die Glut
und die ersten Leute rennen, wie sie das aus Erfahrung kennen,
vor dem Regenguss ins Haus. Mit dem Grillen ist es aus.
Einem vielleicht vollen Zecher fließt es in den leeren Becher,
der sich mit Regenwasser füllt. Die Bildzeitung die liegt zerknüllt
und aufgeweicht, nach kurzer Dauer, mitten im Gewitterschauer.
Der Sonnenschirm steht, eben drum, als Regenschirm missbraucht herum
und füllt sich wie ein Sack mit Wasser. Im Garten wird es immer nasser.
Mancher Raum ist überdacht, als es heftig blitzt und kracht.
Es prasselt von dem Himmel nieder. Die Regentonne füllt sich wieder.
Der Regen hält noch längst nicht inne. Die übervolle Regenrinne,
die das Wasser nicht mehr fasst, das nicht mehr durch den Abfluss passt,
führt, beim laufenden Verdruss, zu dem Regenüberschuss
an dem Häuschen vor der Tür. Der Hausherr der kann nichts dafür.
Beim Wolkenbruch, dem sehr extremen, kann er das nur zur Kenntnis nehmen,
dass sich das Wasser ringsum häuft, weil die Rinne überläuft.
Solang der Keller trocken bleibt und nicht noch zur Verzweiflung treibt
kann man das, in dem Geschehen, in relativer Fassung sehen.
Es prasselt Regen, gegen Acht, als es blitzt und als es kracht
und als das Grillen jäh schnell endet. Der Grill wird nun nicht mehr verwendet,
denn das Wetter ist gemein. Die Würstchen friert man besser ein,
denn grillen kann man ohne Glut im Freien leider nicht sehr gut,
bei dem Unwetter von oben. Das Gartenfest wird nun verschoben,
denn es kommt, nach etwas Zeit, die bessere Gelegenheit.
Das Gewitter tobt sich aus und jeder sitzt nun gern im Haus,
als es draußen heftig prasselt. Die Absicht ist zwar nun vermasselt
dass man in dem Garten grillt und den Durst beim Bierchen stillt,
doch den Versuch mit heißen Kohlen kann man später wiederholen.
H. Feisel

Ein klasse Gedicht, wer kennt das nicht? Da sagt dir das Gehirn, geh untern Sonnenschirm!
Kommentiert von: Greta Schirm | 06. Juli 10 um 09:21 Uhr