Auf den Hund gekommen.
Die Gattin macht ihm schwer zu schaffen und die guten Nachbarn gaffen,
wenn man sich in den Haaren liegt und meistens doch die Gattin siegt.
Er verwendet seine List, da sie ihm überlegen ist,
in der Statur, im Körperbau und weil die korpulente Frau
im so genannten Meinungsstreit aus vollen Leibeskräften schreit.
Seine Taktik geht nicht auf, denn es zeigt sich im Verlauf,
dass sie ihn, was lange währt, gewaltsam immer überfährt,
während er, in seiner List, schwächelnd viel am Nörgeln ist.
Er hat sein liebes Weib gefreit, die heute nur noch nach ihm schreit,
mit derben Worten und im Zorn. Der Nachbar lauscht sehr gern da vorn,
wenn sie mit Brachialgewalt und in kräftiger Gestalt,
in der ehelichen Schlacht, einen großen Eindruck macht,
gewaltig laut und irgendwie in ausdrücklicher Energie.
Die Frau agiert mit aller Kraft in ausgedrückter Leidenschaft.
Sie hat sich deutlich ausgedrückt, wenn sie zornig wie verrückt,
auf das schmale Männlein haut, das nach einem Fluchtweg schaut.
Während sie fest auf ihn drischt und grässlich schlimme Wörter spricht,
entweicht er ihr mit einem Fluch und der Nachbar kennt den Spruch,
den er mitunter, dann und wann, in Deutlichkeit vernehmen kann.
Kommt er ihr einmal zu nah, weil er eine Chance sah,
ihre Nähe aufzusuchen, beginnt die Gattin laut zu fluchen.
Sie ist lieber gern allein und manchmal klingt es: „Altes Schwein“,
aus welchen Gründen wohl auch immer. Es hat der Nachbar keinen Schimmer,
warum die Frau so tituliert und ihre Fassung schnell verliert,
im erheblich lauten Ton, oben sitzend am Balkon.
Die Beziehung ist gescheitert und das Verhältnis wird erweitert
nun auf einen Hund bezogen. Der Hausherr der ist, ungelogen,
somit auf den Hund gekommen. Der hat ihn dankbar angenommen.
Er geht täglich mit dem Hunde seine ihm vertraute Runde
und das Tier, das ihm vertraut, bellt bei weitem nicht so laut,
wie die Gemahlin wenn sie bellt, wo sie den Ehegatten stellt.
Ein guter Partner ist der Hund, im vertrauten Zweierbund
und Herr und Hund ziehn allgemein gemeinsam in ihr Zimmer ein.
Im ehelichen Schlafgemach gäb' es ganz entschieden Krach,
wenn der Hausherr das beträte. Wenn er das noch einmal täte,
dann ging es ihm so eben recht, durch das weibliche Geschlecht,
gewisserweise, sozusagen, ganz entschieden an den Kragen.
Der Hausherr ist, genau genommen, damit auf den Hund gekommen,
der in Treue zu ihm hält und den der Jähzorn nicht befällt,
wenn er wohl, in seinem Schritt, dem Tier einmal zu nahe tritt.
Die Gattin mag den Hund wohl nicht, aus der distanzierten Sicht,
wen immer sie im Argument namentlich als Hund benennt.
H. Feisel
Oh Mann Heinrich, du kennst ja Frauen. Smile. Da graust es ja dem Hund samt der Hütte.
Und -Er- muss doch wahrlich ein blöder Hund sein wenn er das ein liebes langes Leben lang mit macht.
Hat aber Spaß gemacht es zu lesen. smile.
LG Ute
Kommentiert von: Ute | 20. September 09 um 00:10 Uhr
Das mag sein. Oder ein dressierter Hund?
H.Feisel
Kommentiert von: Heinrich Feisel | 29. September 09 um 09:01 Uhr
Nun ja,mein Hund lässt sich nicht dressieren. Allerdings ist das ein echter. Klein aber mit einer großen Schnauze.Lach.
LG Ute
Kommentiert von: Ute | 03. Oktober 09 um 23:24 Uhr