Mal so, mal so.
Das Wetter ist mal so, mal so. Darum ist es ein Risiko,
wenn man ohne Schirm weit läuft, wo sich bald der Unmut häuft,
unter dunklen Regenwolken. Die werden ab und an gemolken.
Vorher wird es immer grauer und dann folgt der Regenschauer,
der sich auf das Land ergießt oder in die Gullys fließt.
Mancher flüchtet schnell ins Haus. Dann kommt die Sonne wieder raus,
bei einem Stück weit blauer Himmel. Doch das Wetter hat den Fimmel,
kann man diesbezüglich meinen, denn wieder tut die Sonne scheinen,
bis die grauen Wolken kommen. Die haben Überhand genommen
und es zieht sich, wie im Nu, der Himmel wieder einmal zu.
Wieder hat es abgeregnet, was vielleicht die Bauern segnet,
solang es nicht zu kräftig schüttet. Der Bauer ist in sich zerrüttet,
denn er besieht sich, nach dem Schauer, die flachgelegte Frucht genauer,
die gestern noch ganz aufrecht stand. Es regnet heftig auf das Land,
um das nun der Bauer bangt. Unter Bäumen angelangt
steht der Rentner mit dem Hund. Dieser denkt sich nur „na und“
und wälzt sich eifrig in der Pfütze. Sein Herrchen das vermisst die Mütze
und ist auch ohne Regenschirm, denn bei der Sonne war er firm
sich ins Gelände zu bewegen und dann tut es zu regnen pflegen.
Es schauert heftig an dem Platze. Dem Rentner tropft es auf die Glatze.
Dann ist der ganze Spuk vorbei, am Nachmittag so gegen Drei
und es hat sich aufgeheitert, bis die Sonne wieder scheitert,
an dem grauen Firmament, wie man es schon mehrfach kennt,
bei dem wechselhaften Wetter. Die Sonne stimmt den Menschen netter,
der sich beim Schauer schnell verzieht. Wenn er vor den Wolken flieht,
dann scheint oft, an dieser Stelle, die Sonne nicht mehr allzu helle,
während es sich arg verdunkelt. Der Mensch der gern ein Schimpfwort munkelt,
hat beim Regen was geflucht, während er das Weite sucht.
Dann regnet es, in dieser Weise, zunächst am Anfang etwas leise,
was sich aber, dann und wann, ziemlich heftig steigern kann.
Es prasselt auf den Boden nieder. Klitschend nass, an Kopf und Glieder,
findet mancher Mensch nach Haus. Dort zieht er sich schleunigst aus,
denn ziemlich nass sind die Klamotten und die Gattin die tut spotten.
Es kann die Gattin sozusagen im Nachhinein den Gatten fragen,
ob der an die Schauer dachte, als er den Spaziergang machte,
ohne Regenschirm und Mütze, mit dem Hund in seiner Pfütze.
Der Gemahl muss das verneinen. Draußen tut die Sonne scheinen,
als die Wolken sich verziehen, als ob sie vor der Sonne fliehen.
Das Wetter, in der Eigenschaft, ist diesbezüglich wechselhaft,
ist ständig einmal so, mal so, wie einmal traurig, einmal froh.
H. Feisel
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