Sommer.
Der Nebel hat sich still verzogen. Die Schwalben kommen angeflogen
und der Himmel ist nun blau. Schon klebt, draußen an dem Bau,
die Bausubstanz vom Schwalbennest an dem weißen Giebel fest
und die Schwalben tun viel fliegen, als ob sie einen Koller kriegen.
Die Schwalben fliegen ein und aus, draußen vor dem Nest am Haus
und man meint es sei nun Sommer. Der Gottlieb gilt als ziemlich Frommer
und er will zugrunde legen sein Herrgott gibt dazu den Segen.
Die Schwalbe gibt sich alle Mühe, draußen schon in aller Frühe,
um den Nestbau zu gestalten, denn das Nest soll schließlich halten,
wenn sie auf den Eiern sitzt, während schon der Gottlieb schwitzt.
Die Schwalbe baut das Nest im Fleiß und es wird gehörig heiß,
als ob der Sommer längst beginnt, der mehr an Kraft hinzu gewinnt,
gegen all die Nebelschwaden. Der Bauer muss nun öfters baden,
weil er um so lieber schwitzt, je länger er im Traktor sitzt,
bei mitunter schwüler Hitze. Der Heinrich der macht seine Witze.
Sein Lebensstil hat sich bewährt, weil er nicht mehr Traktor fährt.
Und darum kann er freilich scherzen, ohne große Rückenschmerzen,
dies Schlepperfahren mit sich bringt, der steten Schaukelei bedingt.
Legt der Bauer mit Thrombose sein Bein ruhig in der Hose,
dann ahnt er wohl dass das nichts gelingt, durch den Krankenschein bedingt.
Wenn möglich scheint die warme Sonne. Das ist eine wahre Wonne
sprechen alle die nichts schaffen und neidlos zu den Bauern gaffen,
die sich in der Hitze regen und im Traktor fort bewegen.
Im Schatten geht es manchem gut. Der Bauer voller Arbeitswut,
dem geht es ohne Arbeit schlecht. In manchem Gärtchen wird gezecht
bei dem Grillfest in dem Garten. Der Bauer tut den Schlepper starten,
noch einmal zur späten Stunde, denn er fährt noch eine Runde.
Doch stirbt in manchem Bauernhaus der Mondscheinbauer langsam aus,
in den Generationen die sich abends lieber schonen.
Der alte Bauer, im Debakel, macht mit dem Bulldog sein Spektakel.
So ist der Sommer auf dem Land. Kinder spielen gern im Sand,
bei schönstem Wetter um so länger, mit dem Traktor und dem Hänger
und tun in der Erde wühlen, weil sie leidenschaftlich fühlen,
wie man die Zeit gestalten kann. Doch später fährt nicht irgendwann
ein Jugendlicher gerne Schlepper und wenn doch dann ist er depper.
Schlepper fährt dann nur ein Depp. Sind Eier teuer ist das Nepp,
tun der Städter gerne sprechen und mit der Tradition längst brechen
seine Henne selbst zu halten. Lässt sich der Eierpreis gestalten
beim Freilandhuhn in kleinster Zahl, beim Bioei der ersten Wahl,
in eigens kleinster Produktion, dann gackert manche Henne schon.
H. Feisel
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