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Kult-Ur-kritische Texte.

« April 2008 | Start | Juni 2008 »

Mückenplage.

Stechmücke.

Bei dem ziemlich schwülen Wetter wär es vielleicht etwas netter,

wenn ein laues Lüftchen weht, weil sonst kaum das Schlafen geht,

im Zimmer, im zerwühlten Bett. Zerknautscht, zerknirscht und nicht adrett

sieht auch der Beamte aus, in der Nacht, in seinem Haus,

nebst seiner ehrenwerten Frau, im angestauten Hitzestau.

Wie ist das denn auszuhalten, wie kann man diese Nacht gestalten,

in dem allzu schwülen Klima? Die Mücken finden das nur prima,

die freiweg um das Häuschen schwirren und sich gern ins Haus verirren.

Der Hausherr kann nun sozusagen im Bett die Hitze nicht ertragen

und tut die Gattin aktivieren. Die soll keine Zeit verlieren

und das Fenster offen halten, für den missgestimmten Alten.

Der Olle geht ihr auf den Wecker, mit dem ständigen Gemecker,

scheint die Gemahlin still zu denken. Doch sie tut die Schritte lenken,

vom Bett hinüber zu der Stores, denn es nervt sie längst der Zores.

Es kennt sich der Mann im Haus selbst nicht mit Gardinen aus,

die seine Hausfrau besser kennt und darum Raffgardinen nennt.

Die blickt am Fenster in die Weite, rafft die Gardine dort zur Seite

und sie macht, in dem Verlauf, nachts den Fensterflügel auf,

damit der Gatte, irgendwann, halbwegs etwas schlafen kann,

ausgeruht noch eben so, vor dem Gang in das Büro,

wo er immer gerne hockt, weil der Gehalt ihn da hin lockt.

Das Fenster steht nun im Verlauf zwecks dem lauen Lüftchen auf,

sofern ein Lüftchen existiert und sich nicht total verliert,

in der ziemlich schwülen Hitze. Weit entfernt da zucken Blitze,

als die Frau am Fenster steht und wieder in die Falle geht.

Doch keinem fallen hier im Nu so schnell die beiden Augen zu,

denn man muss die Schwüle fühlen und weiter in dem Laken wühlen.

Allmählich schläft dabei zum Schein der Beamte schnarchend ein

und vom Amt hat er geträumt, als er sich im Bett aufbäumt,

vom Schlaf geweckt und eins, zwei, drei, bei der enormen Stichelei.

An ihm sticheln die Kollegen und der Chef tut ihn erregen,

träumte er, als er so lag, in der Nacht, noch vor dem Tag.

So bemerkt er nebenbei an sich selbst die Stichelei.

Irgendwas hat ihn zerstochen, hat er tags darauf gesprochen,

weshalb er, nach der schwülen Nacht, der Gattin einen Vorwurf macht.

Die hat das Fenster nicht geschlossen. Es fanden sich die Bettgenossen

in dem Raum ganz allgemein durch das offne Fenster ein.

An der Nase stach ihn eine. Am Arm und auch an seinem Beine

kam der Mückenstich zustande, wie in den Tropen, hierzulande.

Ein Moskitonetz muss her, sonst quälen Mücken um so mehr,

je mehr der Mann, damit vertraut, in seinem Bette um sich haut,

hoffentlich dabei nicht schlicht der Gemahlin ins Gesicht.

H. Feisel

Stechmücke.

Stechmücke.

Das Klima ist mitunter schwül und der Mensch macht, im Kalkül,

seine Fensterläden auf und dem folgt, in dem Verlauf,

in dem Zimmer, irgendwann, dass er das Fenster öffnen kann,

weil er ein frisches Windchen will. Die Stechmücken die schleichen still

und heimlich durch den Fensterrahmen, weshalb schon viele Netze nahmen,

um dieselben auszuschließen. Die Mücken sind nicht zu genießen

und mancherorts schlüpft allgemein die Mücke in das Zimmer rein.

Sie bevorzugt dabei immer dafür das bestimmte Zimmer,

in das sich jeder Mensch bewegt, der darin zu schlafen pflegt.

Manche Mücke ist ein Biest, über die man vieles liest,

während sie ganz ungeniert manchen Menschen schikaniert,

in der steten Stichelei. Der Mensch liegt in der Schwüle frei

und schwitzend auf der Bettmatratze. Viel Angriffsfläche bringt die Glatze,

Hals und Brust und Arm und Beine. Die Stechmücke, die ganz gemeine,

rüstet sich für ihre Zwecke und versteckt sich in der Ecke,

wo man sie schlecht sehen kann. In der Nacht beginnt sie dann

die Attacken, nach dem Warten, auf den Menschen nun zu starten.

Sie starten dann, in dem Versuch, und dem Mensch entweicht ein Fluch.

Sie schwirrt dem Menschen um den Kopf. Die Gattin schützt der lange Schopf,

doch der Gatte mit der Glatze dreht sich schon auf der Matratze

um die Mücke, im Begehren, von der Glatze abzuwehren.

Die Mücke geht zum Angriff über und wechselt zu der Gattin rüber,

an der sie etwas finden will. Im Anflug ist sie nicht sehr still,

während sie recht deutlich summt und der Gatte etwas brummt.

Auch der Gattin ist es warm. Die Mücke fliegt zu ihrem Arm,

der sich dagegen deutlich wehrt, dass die Mücke dort vermehrt,

nun vielleicht die Ader sucht, weshalb nun auch die Gattin flucht.

Die tut hierbei, sozusagen, hektisch mit den Armen schlagen,

obwohl es ihr dabei nicht glückt, als die Mücke sich verdrückt,

den Quälgeist tödlich zu erwischen. Der Quälgeist ist noch nicht verblichen,

pirscht sich im Anflug an den Gatten und tut längst noch nicht ermatten,

angetrieben irgendwie, mit sehr zäher Energie.

Die Ausdauer ist ziemlich groß. Wie bändigt man den Quälgeist bloß?

Wütend schimpft auch der Gemahl, angesichts der großen Zahl

von dem entsprechenden Versuchen. Die Mücke tut er laut verfluchen,

die, vor der Schlagkraft auf der Hut, zu der Gemahlin wechseln tut.

Kreuzweise im Flugverkehr wechselt die Mücke hin und her,

bis sie vielleicht, irgendwann, den Erfolg genießen kann

und sie genießt das frische Blut, denn das schmeckt ihr scheinbar gut.

Nachdem sie sich von dannen schlich bleibt dem Paar der Mückenstich.

H. Feisel

Sonnig.

Sonnig.

Die Sonne tut am Himmel prahlen, mit dem Bündel Sonnenstrahlen,

das sie aus ihrem Hab und Gut auf die Erde werfen tut,

aus der Entfernung irgendwie, mit recht viel Kraft und Energie.

Der Mensch tut sich dafür bedanken und Energie von oben tanken,

tut sich im freien Raum bewegen, oder sich in die Sonne legen,

mitten auf das grüne Gras, mit Lust und Laune und zum Spaß.

Manche Menschen wollen wandern von dem einen Ort zum andern,

tun Wanderschuhe überstreifen und zur Burgwaldkarte greifen,

auf der sie Wanderwege sehen. Mancher Weg ist schwer zu gehen,

weil noch viele Bäume liegen und sich schräg am Boden biegen,

durch den letzten schweren Sturm. In manchem Holz steckt schon der Wurm.

Es steckt der Teufel im Detail, aus diesem Grunde wohl und weil

viel Schlagbäume den Weg versperren und den Kartenplan verzerren.

Es läuft nicht alles ganz nach Plan. Die Karte hat man weg getan.

Mancher tut den Umweg laufen und sich in den Haaren raufen,

wenn er vielleicht dazu neigt, dass er über Bäume steigt.

Die Sonne meint es dabei gut und manche Glatze ziert ein Hut,

der zwar den Sonnenbrand vermeidet, während jedoch mancher leidet,

unter der schon starken Hitze und man spricht dass man arg schwitze,

nicht zuletzt unter dem Hut. Beim Wandern ist man wohlgemut,

jedenfalls noch zu Beginn und man schaut zu der Sonne hin,

die recht früh verlockend scheint, wobei man recht vergnüglich meint,

das Wandern wäre ein Vergnügen. Ein kurzer Weg soll nicht genügen,

man sucht die langen Wege aus und wandert wohlgemut heraus,

aus dem Dorf und aus der Stadt, wo man das beschlossen hat,

angesichts der hellen Sonne. Es wäre eine wahre Wonne,

hat man noch zunächst gemeint, was erst später anders scheint,

angesichts der heißen Sohlen und die Sonne lacht verstohlen.

Der Städter der für vieles löhnt ist den Gewaltmarsch nicht gewöhnt

und verwünscht zuletzt das Land. Viel laufen muss er nicht am Strand,

den er in Feld und Wald vermisst, wo es genau so sonnig ist

und wo die Mücken nicht so stechen, tut der Stadtmensch müde sprechen.

Hat er dann, zuletzt vielleicht, die Burg Mellnau noch erreicht,

wo der Weg gehörig steigt, als er viel Erschöpfung zeigt,

dann hat der Stadtmensch bald genug und er meint es sei Betrug,

sehr ernüchtert aus der Sicht, dass man von Vergnügen spricht.

Angesichts der Wanderwege wandert man am Anfang rege,

um baldmöglichst, bei dem Laufen, hin und wieder zu verschnaufen

und am Ende ist man platt. Dann will man lieber in die Stadt,

denn die Stadt hat mehr zu bieten und man muss kein Zimmer mieten,

um sich auf dem Land zu quälen. Man muss auch keine Wege wählen,

mit den Blasen an den Füßen und auch keine Bauern grüßen.

H. Feisel

Räubernest / Historisches.

Das Räubernest / Historisches.

Die Wehrburg wird zuletzt geräumt und das Dorf liegt noch verträumt

am Hügel von der Burg gelegen, wenn auch ohne Kirchensegen,

als eine wilde Mannschaft prompt die leere Burg bewohnen kommt.

Die Raubritter sind nun zugegen, die sich zu der Burg bewegen,

die nun wehrhaft sesshaft werden. Dieses führt zu den Beschwerden,

die der Landgraf, ganz bestimmt, ärgerlich zur Kenntnis nimmt,

was dem Erzbischof nun prompt schließlich auch zu Ohren kommt.

Die Räuber feiern oben fest und Mellnau wird zum Räubernest,

wie man in Oberrosphe sagt, wo man nicht laut zu sprechen wagt,

angesichts vom hohen Turm und in allem steckt der Wurm.

Die Räuber klauen was sie können, weil sie sich den Wohlstand gönnen,

wie der vorbildliche Adel. In Schimpf und Schande und im Tadel

hat der Landgraf reagiert, der die Beherrschung ganz verliert

und der Papst, der solches kann, belegt die Räuber mit dem Bann

und erklärt die nebenbei in der Burg für vogelfrei.

Die Bande auf dem Hügel droben, beginnt sich nun dort auszutoben,

wo die Ritter, wie sie hießen, die Behausung einst verließen.

Die Burg ist nicht mehr zu empfehlen, weil die da drinnen alles stehlen.

An dem Ort bleibt kein Getreuer und es versiegt die Kirchensteuer.

Es tut der Landgraf wütend schnauben. Die Raubritter tun weiter rauben.

Die Räuber ziehen kurzerhand raubend durch das Hessenland

und ziehen sich danach ein Stück wieder in die Burg zurück,

nachdem sie ihre Beute greifen und dem Bischof etwas pfeifen,

überall und alle Zeit, bezüglich ihrer Frömmigkeit.

Ein fettes Schwein wird nicht verachtet und häufig in der Burg geschlachtet,

das der Bauer, unter Groll, ganz vergeblich füttern soll,

der, von der Bande arg bedrängt, dafür keinen Lohn empfängt

und heimlich, unter viel Verdruss, auf die Banditen schimpfen muss.

Der Bauer kann sie nicht besiegen. Die Gauner stehlen was sie kriegen

und klauen manches junge Weib, zu ihrem liebsten Zeitvertreib.

Sie saufen Wein aus der Karaffe. Längst geflohen ist der Pfaffe,

überängstlich alle mal, in der doppelten Moral.

Er hat, im eiligen Bestreben, seine Schäfchen aufgegeben

und den Wölfen überlassen, die zu ihrer Beute fassen.

Die Banditen feiern fest, im so genannten Räubernest,

wie der Papst in Rom das nennt, der Mellnau nur von weitem kennt.

Irgendwann sind ungelogen die Galgenvögel aufgeflogen,

aufgescheucht aus ihrem Nest. Vielleicht lebt noch ein kleiner Rest

in dem Blut der Leute weiter. Beim Gentest würde man gescheiter,

ansonsten sieht man blaues Blut rein optisch nicht mehr allzu gut.

H. Feisel

Nepper, Schlepper, Bauernfänger.

Nepper, Schlepper, Bauernfänger.

Der Bauer schweigt dazu nicht länger, denn Nepper, Schlepper, Bauernfänger

machen ihm das Leben schwer. Mancher Mensch sieht hinterher,

vielleicht nach der gewissen Zeit, seiner Ahnungslosigkeit,

was ihm insgeheim geschah, was er vorher so nicht sah.

Die Raffinessen nehmen zu und der Mensch der fällt im Nu

auf den geschickten Nepper rein. Der muss gut ausgebildet sein,

in seiner praktikablen Sache, denn er ist ein Mann vom Fache,

beziehungsweise eine Sie und manches ahnt man vorher nie,

scheint der Bauer still zu denken. Der kann nur seinen Schlepper lenken,

doch sein Schlepper, an der Stelle, ist ja nicht der Kriminelle.

Der kriminelle Schlepper denkt, wenn er im Schleppdienst manches lenkt,

an die hohe Provision und den enormen Stundenlohn.

Es schleppt der Schlepper zu dem Zweck, sehr mobil, an manchem Fleck

in erster Linie den Profit bedingt durch manche Handlung mit

und sei es innerhalb der Wahlen. Der Bauer muss dafür bezahlen,

wenn er den neuen Schlepper will und an die Raten denkt er still,

gewisserweise, sozusagen, lange Zeit mit Unbehagen.

Doch weil das Prunkstück anfangs glänzt hat er den Fuhrpark neu ergänzt,

nicht ohne Folgen wie man sieht, weil es ihn zu dem Schlepper zieht,

mit dem er sich noch lange quält, bis endlich seine Rente zählt,

mit der er auch noch Schulden zahlt, wenn der Schlepper nicht mehr prahlt.

Die Raten die bezahlt er schon mit Hilfe von der Subvention,

mit der ein mancher Schlepper prahlt. Der Mensch hat für die Wahl bezahlt

und für das was man versprach. Der Acker liegt am besten brach.

Man sucht halt immer einen Depp. Der ist geeignet für den Nepp,

denn man kann so manchen Deppen um so leichter dabei neppen,

je mehr der Depp gutgläubig meint, dass das zu seinem Vorteil scheint.

Es tritt der Bauer in die Falle und irgendwie sind das fast alle,

die Kleingedrucktes unterschreiben, gewisserweise auf Betreiben

des so genannten Bauernfängers. Angesichts des neuen Hängers

kann der Schlepper noch mehr schleppen und den dummen Bauern neppen.

Hartnäckig ist der Bauernfänger und die Folgen ziehn sich länger,

als der Bauer sich das denkt. Dem wird dabei nichts geschenkt,

doch verschenkt er selber Bares, wenn auch längst schon allzu rares.

Das internationale Netz umgarnt dabei auch das Gesetz

Der Bauernfänger ist geschickt, sobald die Maus mal fälschlich klickt.

Der Bauer fällt, im Missgeschick, leicht herein auf manchen Trick

und weiß sich häufig, in der Tat, danach selber keinen Rat,

im Internet schon um so mehr und er ärgert sich dann sehr.

Dem Bauernfänger geht es gut. Der Bauer windet sich vor Wut.

H. Feisel

Dorfgeflüster 23.

Dorfgeflüster (23.)

Zwar vollzieht sich, in der Weise, das Dorfgeflüster etwas leise,

doch tut dasselbe, bei dem Brummen, wirklich niemals ganz verstummen,

in den informierten Kreisen, die allen Sachverstand beweisen.

So geht das Geflüster weiter, denn dadurch wird der Mensch gescheiter,

der die Bildung, dann und wann, weiter fortentwickeln kann.

Das Wissen ist im Dorf sehr wichtig. Im Bildungshunger ist man richtig,

intensiv und voller Fleiß, auf die Neuigkeiten heiß.

Es gibt vieles zu berichten von den ländlichen Geschichten,

die sich im ländlichen Bestreben innerhalb vom Dorf ergeben,

oder auch im Sachverstand, in Bezug aufs ganze Land.

Die Bauern können kaum noch munkeln, sind arbeitslos und ohne Runkeln

meistens schon im Rentenalter und der studierte wird Verwalter.

Der alte Schlepper soll nicht rosten und das lässt er sich was kosten,

bezüglich seiner Argumente, denn er nimmt von der Bauernrente.

Die alten Ställe stehen leer. Der alte Bauer nimmt es schwer.

Sein Leben ist nicht ausgefüllt, wenn das Rindvieh nicht mehr brüllt,

in dem abbruchreifen Stall, mit Spinngeweben überall,

ohne alle Wiederkäuer und mit Mäusen im Gemäuer.

Das Verdeck ist flatterig, der alte Bauer tatterig,

der im Verdeck des Treckers kauert, wenn es nieselt oder schauert.

Arg verdrießlich blickt der Bauer, in dem kalten Regenschauer,

wenn er durchnässt im Traktor hockt oder irgend was verbockt.

Die Rente hat nicht viel gebracht, er wehrt sich auch, mit aller Macht,

seinem Bulldog zugetan, gegen den Familienplan,

ihn aus dem Verkehr zu ziehen. Den Schlepper hat er nie verliehen,

denn das war sein bestens Stück und diente seinem ganzen Glück,

auf bäuerlichem Grund und Boden die Runkelrüben auszuroden

und obendrein auch die Kartoffel. Ohne das wird er zum Stoffel.

Bei der Wehrmacht war er auch, denn das war früher einmal Brauch,

und wehren tut er sich mit Macht gegen Luxus und viel Pracht

und gegen das was er nicht braucht, während er viel schimpft und kraucht,

vor seiner Bauruine hier. Sein Kumpel ist das letzte Tier,

das noch im Gemäuer weilt, für den er sich tagtäglich eilt,

in aller Frühe, schon am Morgen, um ihn innigst zu versorgen,

jeden Tag und immer neu, mit Getreideschrot und Heu.

Dem bleibt er treu, seit zwanzig Jahren. Auch muss er noch den Traktor fahren,

wenn auch zitternd mit der Hand, im bäuerlichen Sachverstand,

für nicht lohnenswertes Geld, vom alten Hof bis auf das Feld

und vom Feld zurück zum Hof. Tatenlos wird er ganz doof,

scheint er dabei still zu denken. Darum tut er den Schlepper lenken,

solange wie es irgend geht, weil er fest darauf besteht,

seine Arbeit zu betreiben. Am Bulldog tut er hocken bleiben.

Noch immer pflügt er seinen Schlag, der ihm stets am Herzen lag,

wenn auch unter Müh und Not, bis ins späte Abendrot,

wenn er beinah nichts mehr sieht, während noch der Bulldog zieht,

rumpelnd auf dem Ackerboden. Doch Rüben muss er nicht mehr roden.

Fährt der Bauer dann, nach Haus, aus dem Feldweg schnell heraus

am Vorfahrt achten Schild vorbei, dann kommt auch die Polizei,

etwas früher oder später, im Verkehrsdelikt zum Täter,

wenn einer zu Schaden kam, dem er dann die Vorfahrt nahm.

Den Blinker tat er richtig setzen, entsprechend den Verkehrsgesetzen,

doch hat er wohl, in dem Geschehen, am Schild die Vorfahrt übersehen,

die entsprechend gültig ist. Man sieht dass er schon mal vergisst,

was früher ziemlich deutlich klar, immer von Bedeutung war.

Ein Kraftfahrzeug, versenkt im Graben, tut dadurch den Nachteil haben.

Das Gefährt das nun verdreckt ziemlich schräg im Graben steckt,

ist dem Schlepper ausgewichen. Der Führerschein ist sehr verblichen

und Wind und Wetter, bis zuletzt, jahrzehntelang viel ausgesetzt,

den der alte Bauer zückt, als es dem Beamten glückt,

den Verkehrssünder zu stellen. Der muss an der Haustür schellen,

denn der Bauer war so frei, ohne Protokolldatei,

an der bestimmten Stelle dort, am so genannten Unfallort,

in Missachtung von Gesetzen, alle Regeln zu verletzen.

Er hat den Unfallort verlassen, tat sich mit dem Tier befassen,

das er liebend, bis zum Schluss, im Gemäuer pflegen muss.

Ihm bleibt, als noch der Fahrer schreit, für solche Mätzchen keine Zeit,

zumal er völlig schuldlos scheint, wie er eigenwillig meint.

Er tut sich auf den Trecker schwingen um den wieder heim zu bringen.

Nach viel Gezeter und Blabla ist der Beamte schließlich da,

am Gehöft und etwas sauer sucht er dort den alten Bauer,

den er, in dem Stall versteckt, beim alten Bullen dort entdeckt,

wo der alte Kerl hantiert und die Fassung ganz verliert,

angesichts der Polizei. Der Bulle brüllt im lauten Schrei

in seiner dunklen Ecke hier dazwischen wie ein wildes Tier.

Die Polizei schreibt ins Papier. Was für ein Staat ist das denn hier,

hat der Rentner wohl gedacht, der ihm das zum Vorwurf macht,

dass er den Unfallort verließ, wie es nun im Amtsdeutsch hieß,

der jeden Ausländer noch schützt, der hergelaufen wenig nützt

und den deutschen Staat betrügt, damit er über Geld verfügt.

Wenn jeder Fremde, der nicht sitzt, als Ausländer das Recht besitzt,

sich die Vorfahrt zu erlauben. Der alte Bauer will nicht glauben,

dass er keine Vorfahrt hat. Der Paragraph spricht von der Tat.

Das Dorfgeflüster wächst zur Sucht, in der gewissen Fahrerflucht.

H. Feisel

Der Grill.

Der Grill.

Bratwürstchen sind sehr gefragt. Deshalb ist Grillen angesagt,

bei Sonnenschein am Wochenende. Das Wetter das vollzieht die Wende,

nach dem kühlen feuchten Klima. Die Sonne scheint und das ist prima,

weshalb man wieder grillen will. Vom Aldi stammt der neue Grill,

denn der alte taugt nichts mehr und rostet längst schon viel zu sehr.

Bei Ebay gab's den Grill schon billig. Doch der Aldi zeigt sich willig

das Internet zu unterbieten. Der Grill hat Schrauben statt der Nieten

und der Vater muss viel schrauben. Hundert Muttern, tut er glauben,

muss er fest auf Schrauben drehen. Ist diese Arbeit erst geschehen,

dann ist der Feuerkorb mit Grill ein Ding das sich bewähren will.

Das Gerät steht nun im Garten und tut auf die Bewährung warten

und ein Grill ist, wie man weiß, immer auf die Würstchen heiß.

Der Vater legt in dem Verlauf ein Quantum frischer Würstchen auf

und die brutzeln auf der Glut. Daher riecht es möglichst gut,

wie man es beim Grillen kennt, solang das Würstchen nicht verbrennt.

Der Würstchenhunger lässt sich stillen, nach der Garzeit bei dem Grillen

auf dem Grill mit reichlich Glut. Die Holzkohle ist dafür gut,

oder auch die Grillbrikett. Etwas rauchen tut das Fett,

denn das tropft auf die heiße Glut. Die Flamme lodert manchmal gut,

die der Vater, dann und wann, mit Bier vom Fläschchen löschen kann.

Es löscht der Vater manchmal hier die Flamme auf der Glut mit Bier,

was zusätzlich noch Würze bringt. Damit die Mahlzeit gut gelingt,

tut es Senf und Ketchup geben und Brötchen stehen auch daneben.

Es schwitzt der Papa bei dem Grillen und den Durst den muss er stillen,

mit dem zweiten Fläschchen Bier. Am Ende sind es aber vier,

denn eines gießt er auf die Glut, damit kein Würstchen brennen tut.

Der Vater steht, mit roter Birne, und mit Schweiß auf seiner Stirne,

Würstchen wendend an dem Grill, weil die Gattin das nicht will.

Es spricht die Mama, unter Dache, das Grillen das sei Männersache

und sie rührt noch, in der Tat, in der Küche am Salat.

Der Grill bewährt sich zu dem Zwecke und steht rauchend in der Ecke,

wo der Rauch zum Nachbar zieht, der den Grill am brutzeln sieht,

doch nicht eingeladen scheint, wie er diesbezüglich meint.

Der Nachbar sinnt, in dieser Sache, natürlich längst an seiner Rache

und will am nächsten Tag selbst grillen. Den Würstchenhunger kann er stillen

in seinem Garten auf dem Grill, wann und wie er selber will,

ohne Nachbarn in dem Garten, die vielleicht schon darauf warten

dass sie eingeladen sind. Es isst der Nachbar ganz geschwind

seine Würstchen im Verlauf mit der Familie selber auf

und der von drüben schmollt vielleicht, als ihn der Rauch vom Grill erreicht.

H. Feisel

Deckakt / Historisches.

Deckakt / Historisches.

Der Ludwig tut als Flüchtling laufen, in dem großen Flüchtlingshaufen,

um den Russen zu entgehen. Man muss sich leider eingestehen,

dass das Reich ein Fehler war. Das wird auch dem Ludwig klar,

der als Ungarndeutscher prompt hektisch in den Westen kommt,

etwas ausgezehrt und bleich, nach dem Scheitern von dem Reich.

Der Ludwig der ist Junggeselle und er findet eine Stelle,

wo er für immer bleiben kann. Der Ludwig ist der rechte Mann

zum Dienen auf dem Bauernhof und zur Arbeit nicht zu doof,

wie er diesbezüglich meint. Weil er stark und kräftig scheint

hat ihn der Bauer angenommen. So ist der Ludwig angekommen.

Nun kriegt der Ludwig eine Kammer. Er schlägt paar Nägel mit dem Hammer

in das wackelige Bett und verstärkt das mit dem Brett,

unter der Matratze liegend, weil dieselbe, sich arg biegend,

seinem Kreuz nicht allzu gut, in der krummen Lage tut.

Der Ludwig geht halt, eben drum, fachmännisch mit dem Werkzeug um

und man kann ihn gut gebrauchen, wenn auch öfters unter Krauchen,

für die Arbeit in dem Stall und auch sonst, fast überall,

für die Arbeit auf dem Acker. Der Knecht Ludwig hält sich wacker

und ist dann sehr kompetent, weil man ihn ja kräftig nennt,

wenn es um schwere Arbeit geht, die er ganz von selbst versteht.

Kost und Logie sind dabei frei und der Ludwig kriegt dabei

jedes Jahr noch ein Paar Schuhe, Klamotten auch und in der Truhe,

hat der Ludwig ein paar Mark. Der Ludwig schafft und isst sehr stark

und hält Hasen in den Kisten. Der Ludwig kann den Saustall misten

und er macht, in jedem Fall, manchen Mist aus manchem Stall.

Der Ludwig ist nicht zu sensibel, doch kehren muss er ganz penibel,

wenn er mit dem Mist viel kleckert, weil der Bauer sonst viel meckert.

Es macht der Knecht auch manchmal Mist, wenn er nicht beim Entmisten ist.

Die Hasen sind nicht zu verachten, die kann er hin und wieder schlachten.

Der Deckakt der geschieht im Nu. Der Ludwig schaut dem Rammler zu.

Sein Hunger tut ihn dazu drängen und viele Hasen müssen hängen.

Er tut den Hasen, sozusagen, eins hinter ihre Löffel schlagen

und er hängt die, im Verlauf, an dem Hinterbeinen auf,

wo sie länger hängen bleiben, im kulinarischen Betreiben.

Sein Appetit ist, in der Form, immer wieder ganz enorm,

wie es der Hunger mit sich bringt, damit die Schwerarbeit gelingt.

Die Hasenbraten mehren sich, bei dem Ludwig, auf dem Tisch,

damit er lang bei Kräften bleibt, bei dem was er am Hofe treibt,

oder aber frisch und wacker, so lang wie möglich auf dem Acker,

beziehungsweise in dem Heu. Der Rammler rammelt ständig neu.

Der Ludwig soll nicht zu viel gammeln, soll Pfähle in den Boden rammeln,

wie er das auf der Weide treibt, damit das Rindvieh drinnen bleibt.

Der gute Ludwig bleibt nun Knecht und manchmal schimpft er dabei recht

und ziemlich laut mit derben Flüchen, sehr stark miefend nach Gerüchen,

die vom Stallmist, im Geschehen, auf den Ludwig übergehen.

Allmählich muss der Ludwig baden. Zu mindestens kann es nichts schaden.

Doch bleibt der Ludwig allgemein als Junggeselle mehr allein,

solang man ihn den Stallknecht nennt. Ob er das Geschlecht erkennt,

das weiß man später nicht zu sagen. Ist er im Thema „Sex“ beschlagen

und bewandert in dem Sinn? Den Rammler kennt er immerhin.

Ab und zu springt, auf dem Platz, auch der so genannte „Watz“,

wie man ihn hier im Plattdeutsch nennt, den man auch als Eber kennt,

in dem hochgedeutschten Wort, in seinem schweinisch guten Sport.

Der schwere Bulle muss es bringen und auch die alte Kuh bespringen.

Das tut der Bauernknecht wohl wissen, denn der Hof ist oft beschissen,

den er dann, nach dem Genuss, immer wieder säubern muss.

Der Deckakt der ist ungelogen beim Rindvieh allzu schnell vollzogen,

beim Gehopse, rauf und runter. Der Bulle der ist immer munter,

wenn die Kuh, so weit es geht, annähernd dabei auch steht.

Steht die nicht, dann alle mal, hoffentlich das nächste mal.

Denkt das Rindvieh, im Reflex, in Anbetracht vom Thema „Sex“,

in der Kürze liegt die Würze? Die alte Bäurin mit der Schürze

ist mitunter ganz allein und führt den Bullen aus und ein.

Der Knecht Ludwig wie man spricht, hat die Kompetenz wohl nicht

und ist mit der Gabel lange bei dem vielen Mist zugange.

Auch der alte Eber springt, damit die Schweinezucht gelingt.

Der Eber lässt sich sehr viel Zeit und nutzt bei der Gelegenheit,

vergnüglich und sehr ausgedehnt, das wonach die Sau sich sehnt.

Der Ludwig treibt die Sau mit Gerte, doch ist er wohl kein Sexexperte,

abgesehen bei den Hasen. Der Rammler ist dabei am rasen.

Im Spätherbst bleibt viel Arbeit liegen. Der Ludwig tut den Auftrag kriegen,

den Ackergaul zum Hengst zu bringen. Der Weg dahin tut ihm gelingen,

recht viele Kilometer weit. Der übernächste Ort braucht Zeit,

doch kommt der Ludwig, irgendwann, am Standort bei dem Deckhengst an,

mit dem Pferd, wie es gebührt, das er nun zum decken führt.

Dabei hat man nun entdeckt, dass sich irgend was versteckt,

an der angeblichen Stute. Der Gaul verweigert alles Gute.

Rossigist das Tier wohl schlicht auch zu diesem Zeitpunkt nicht.

Seitdemspricht man vom alten Klepper. Ein Wallach ist ein starker Schlepper,

doch er hat nicht den Hengst begehrt, weil er sich so nicht vermehrt.

Der Ludwig der zieht kurzerhand mit dem Wallach übers Land.

Der Ludwig macht sich keinen Reim und zieht verärgert wieder heim.

Auf dem Heimweg, bis nach Hause, macht er häufig eine Pause.

H. Feisel

Bollerwagen.

Bollerwagen.

Am ersten Mai tun Leute wandern, von dem einen Ort zum andern,

mitunter mit dem Bollerwagen. Der bollert dabei sozusagen

auf Schotter oder grobem Pflaster und wer ihn zieht spricht vom Desaster,

weil er insgesamt erhitzt unter dieser Mühe schwitzt.

Das Wägelchen befördert hier nicht selten einen Kasten Bier

von dem, wer zieht, am meisten trinkt, wenn er schweißgebadet stinkt,

in seinem mühseligen Fleiß, bei vermehrtem Achselschweiß.

Auch der Axel ist recht lange am Bollerwagen mit zugange

und zügig greift er darum hier zu der warmen Flasche Bier.

Das Bier ist nicht mehr gut gekühlt und hat sich wärmer angefühlt.

Es bewegt sich, von dem Ort, der Bollerwagen weiter fort,

beim Geholper mit Geboller und der Kasten ist ein voller.

Der Kasten ist am Anfang voll, den man langsam trinken soll

und gut gekühlt nach Möglichkeit. Doch es ist nach kurzer Zeit

der Kasten Bier schon halbwegs leer. Dann ist der Wagen nicht so schwer.

Der Bollerwagen aber bollert, während eine Flasche rollert,

vom Bollerwagen auf das Pflaster. Das warme Bier führt zum Desaster,

denn alle werden langsam träge. Es gibt heut keine Niederschläge.

Nur der Esel sozusagen fühlt sich Abends wie zerschlagen,

der den Bollerwagen zieht, an dem man ihn sehr schwitzen sieht.

Das Bier tut sich noch mehr erwärmen, von dem manche trotzdem schwärmen,

denn mancher hat noch nicht genug und nimmt weiter Zug um Zug,

aus der warmen Flasche Bier von dem Bollerwagen hier.

Der Bollerwagen bollert weiter und manche Schritte werden breiter,

wenn auch ganz bestimmt nicht länger. Wer dran zieht hat einen Hänger

und lässt sich, schlapp geworden, hängen und dann weiter dazu drängen,

den Bollerwagen fort zu ziehen. Die Pfandflaschen sind nur geliehen,

denn darauf gibt es schließlich Pfand. Doch manche endet doch im Sand.

Der Bollerwagen bollert weiter und noch sind alle Menschen heiter,

die langsam aber, mit Beschwerden, zusehends bald träger werden.

Die Trägheit nimmt dann wohl im Nu letzten Endes ziemlich zu

und langsam bollert sozusagen mehr gedämpft der Bollerwagen,

wieder in der Heimstatt ein. Wer zieht kann nur ein Esel sein,

hat mancher still bei sich gedacht, als er noch den Endspurt macht,

von der Maitour unter Klagen, ziehend an dem Bollerwagen.

Der letzte Akt ist dann geschehen. Der Bollerwagen kommt zum Stehen

und steht dann in einem fort, wieder in der Ecke dort,

vielleicht bis zum nächsten Jahr, bei der drohenden Gefahr,

wenn erneut der Mai geschieht, dass wieder nur der Esel zieht,

gewisserweise, sozusagen, entsprechend an dem Bollerwagen.

H. Feisel

Betrübt und Heiter.

Betrübt und Heiter.

Der Mensch ist häufig wenderwendig. In dem Stil bleibt er noch lebendig,

solang er vom Gefühl bedrängt, an dem Wetterwechsel hängt.

Hat sich sich der Himmel eingetrübt, dann ist der Mensch darin geübt

mit ernster Miene, auch beim Kaufen, abgeschirmt umher zu laufen.

Zieh'ndie Regenwolken weiter, wird der Mensch allmählich heiter

und macht, aus aufgeklärter Sicht, ein mehr freundliches Gesicht,

mitunter auch beim Zeitungsstand, mit dem Playboy in der Hand.

Beim Sonnenschein und milder Wärme, ziehen nicht nur Mückenschwärme

über Feld und Wald und Flur, innerhalb von der Natur,

sondern Menschen schwärmen aus, denn manchen hält es nicht im Haus.

Manchmal ist es dort gemein, denn der Himmel trübt sich ein

und die Luft ist schwül erhitzt, wo mancher gern im Grünen sitzt,

vielleicht beim Grillen und beim Bier, gemütlich an dem Plätzchen hier,

wo er gern verweilen will. Insgeheim denkt mancher still,

wenn er die schwüle Hitze fühlt, dass er sich gerne einmal kühlt,

nicht nur mit kaltem Bier von innen. Das tut zwar kühl hinunter rinnen,

doch der Körper bleibt erhitzt, der weiter in der Hitze schwitzt.

Es stöhnt der Mensch, mit reichlich Schweiß, denn ihm wird es viel zu heiß,

mit betretenem Gesicht, denn die Schwüle mag er nicht,

an unerträglich schwülen Tagen, als Dauerzustand lang ertragen.

Darum sitzt der Mensch gern draußen und sieht sein Häuschen mehr von außen.

Folgt draußen ein Gewitterregen, tut er sich ziemlich schnell bewegen,

von der Liege in dem Garten. Im Park tut er zum Aufbruch starten,

bei etwas Hektik im Geschehen, denn dunkle Wolken sind zu sehen,

aus denen plötzlich heftig prompt ein starker Regenschauer kommt.

Mit erschrockenem Gesicht räumt der Mensch nun ziemlich schlicht,

alles das, worauf er schwört, wenn er den zweiten Donner hört,

irgendwie, mit Weh und Ach, schnellstens unter Dach und Fach.

Mitunter hat er unterdessen höchstens seinen Müll vergessen,

der an dem Plätzchen liegen bleibt, wo es ihn von dannen treibt.

Etwas betrübt zieht er davon. Im Müll liegt noch der Kassenbon,

der noch danach zu lesen geht, auf dem jedoch kein Name steht.

Die Oma bleibt vermehrt im Haus und sie zieht sich nicht gern aus,

bei ihrer Wetterfühligkeit. Das Wetter fühlt sie jederzeit,

in der Migräne die sie fühlt, schon längst bevor ein Regen kühlt.

Darum weiß man aus der Sicht, wenn sie betrübt in dem Gesicht,

über die Migräne klagt, als noch die Hitze überragt,

dass sich am Himmel, so der Schluss, im Wetter was ergeben muss.

Dann ist die Oma nicht so heiter. Im Alter wird der Mensch gescheiter,

wenn er das Wetter, irgendwann, schon im Voraus fühlen kann.

H. Feisel