Betrübt und Heiter.
Betrübt und Heiter.
Der Mensch ist häufig wenderwendig. In dem Stil bleibt er noch lebendig,
solang er vom Gefühl bedrängt, an dem Wetterwechsel hängt.
Hat sich sich der Himmel eingetrübt, dann ist der Mensch darin geübt
mit ernster Miene, auch beim Kaufen, abgeschirmt umher zu laufen.
Zieh'ndie Regenwolken weiter, wird der Mensch allmählich heiter
und macht, aus aufgeklärter Sicht, ein mehr freundliches Gesicht,
mitunter auch beim Zeitungsstand, mit dem Playboy in der Hand.
Beim Sonnenschein und milder Wärme, ziehen nicht nur Mückenschwärme
über Feld und Wald und Flur, innerhalb von der Natur,
sondern Menschen schwärmen aus, denn manchen hält es nicht im Haus.
Manchmal ist es dort gemein, denn der Himmel trübt sich ein
und die Luft ist schwül erhitzt, wo mancher gern im Grünen sitzt,
vielleicht beim Grillen und beim Bier, gemütlich an dem Plätzchen hier,
wo er gern verweilen will. Insgeheim denkt mancher still,
wenn er die schwüle Hitze fühlt, dass er sich gerne einmal kühlt,
nicht nur mit kaltem Bier von innen. Das tut zwar kühl hinunter rinnen,
doch der Körper bleibt erhitzt, der weiter in der Hitze schwitzt.
Es stöhnt der Mensch, mit reichlich Schweiß, denn ihm wird es viel zu heiß,
mit betretenem Gesicht, denn die Schwüle mag er nicht,
an unerträglich schwülen Tagen, als Dauerzustand lang ertragen.
Darum sitzt der Mensch gern draußen und sieht sein Häuschen mehr von außen.
Folgt draußen ein Gewitterregen, tut er sich ziemlich schnell bewegen,
von der Liege in dem Garten. Im Park tut er zum Aufbruch starten,
bei etwas Hektik im Geschehen, denn dunkle Wolken sind zu sehen,
aus denen plötzlich heftig prompt ein starker Regenschauer kommt.
Mit erschrockenem Gesicht räumt der Mensch nun ziemlich schlicht,
alles das, worauf er schwört, wenn er den zweiten Donner hört,
irgendwie, mit Weh und Ach, schnellstens unter Dach und Fach.
Mitunter hat er unterdessen höchstens seinen Müll vergessen,
der an dem Plätzchen liegen bleibt, wo es ihn von dannen treibt.
Etwas betrübt zieht er davon. Im Müll liegt noch der Kassenbon,
der noch danach zu lesen geht, auf dem jedoch kein Name steht.
Die Oma bleibt vermehrt im Haus und sie zieht sich nicht gern aus,
bei ihrer Wetterfühligkeit. Das Wetter fühlt sie jederzeit,
in der Migräne die sie fühlt, schon längst bevor ein Regen kühlt.
Darum weiß man aus der Sicht, wenn sie betrübt in dem Gesicht,
über die Migräne klagt, als noch die Hitze überragt,
dass sich am Himmel, so der Schluss, im Wetter was ergeben muss.
Dann ist die Oma nicht so heiter. Im Alter wird der Mensch gescheiter,
wenn er das Wetter, irgendwann, schon im Voraus fühlen kann.
H. Feisel
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