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Kult-Ur-kritische Texte.

« Februar 2008 | Start | April 2008 »

Staatshaushalt.

Staatshaushalt.

Der Staatshaushalt schreibt rote Zahlen und besonders vor den Wahlen

wird das heftig diskutiert. Wie man den Haushalt noch saniert,

vor dem drohenden Bankrott, in dem altgewohnten Trott,

wird im Privathaushalt gezeigt. Der Insolvenz nicht zugeneigt

hat der Staatshaushalt verdrängt, dass er in der Krise hängt

und er macht, in seiner Krise, immer wieder neue Miese.

Der Schuldenberg ist ziemlich groß. Wie beseitigt man den bloß,

tut der Bürger manchmal denken. Dem Bürger kann man ja nichts schenken,

der als Bürger Bürge ist. Die Bürgschaft, die man leicht vergisst,

belastet aber alle diese in der Bürgschaft durch viel Miese,

die kein Mensch mehr überschaut. Ob man dem Staatshaushalt noch traut,

das bleibt einmal dahin gestellt und mancher fühlt sich oft geprellt.

Die Hochfinanz muss sich gedulden. Die große Menge aller Schulden,

die der Haushalt ungeniert in dem Staate produziert,

führt dabei aber immerhin zum enormen Zinsgewinn,

der insgeheim sehr gern verhüllt der Hochfinanz die Taschen füllt.

Der Bürger muss dafür bezahlen, ungeachtet all der Wahlen,

die ihm keine Wahl mehr lassen alle Politik zu hassen.

Die Hochfinanz ist nicht verschmachtet. Die Politik wird mehr verachtet,

je mehr sie zur Verschuldung drängt und damit fest als Schuldner hängt,

immer stärker unterdessen, an den vermehrten Interessen

der Finanzaristokraten, die im Geldgeschäft beraten.

Die Politik gibt darauf acht. Sie hat sich abhängig gemacht,

von denen die, in dem Begehren, die Macht im Kapital vermehren.

Der Staatshaushalt ist alle mal abhängig vom Kapital.

Wären bloß nicht die Genossen von denen alle Summen flossen,

seit vielen Jahren und Jahrzehnten, während sich die Schulden dehnten,

fast endlos wie ein Gummiseil. Das dehnt sich während dessen weil,

man am Strang beständig zieht. Wenn nur nicht einmal das geschieht,

was man die Strangulierung nennt, die letztlich kein Erbarmen kennt.

Die den Schuldschein unterschreiben tun nicht in den Ämtern bleiben,

in den entsprechenden Beschlüssen, die sie nicht vertreten müssen,

weil sie nicht für immer bleiben. Die Pensionen einverleiben,

können sich noch hier und heute die verantwortlichen Leute,

die jede Antwort schuldig bleiben und danach viel Distanz betreiben.

Können die kommenden Beschwerden im Staatshaushalt behoben werden?

Die Antwort darauf, das ist wahr, die geht aus von der Gefahr,

die, die Entwicklung mit sich bringt, die vielleicht nicht so gelingt,

wie man sich das stets erhofft. Die Geschichte dreht sich oft

einmal anders rum im Kreis und dafür gibt es den Beweis

in den alten Dokumenten. Was wird einmal aus den Renten?

H. Feisel

Sport.

Sport.

Manche Menschen treiben Sport und man sieht sie häufig dort

wo sie ihren Sport betreiben und außer Atem hocken bleiben.

Wenn ein Mensch, ganz ausgelaugt, die Luft in seine Lunge saugt,

dann hechelt er oft wie ein Hund. Doch der Sport der ist gesund,

bringt Ausdauer und Kondition und sehr viele joggen schon,

damit der Bauch verschwinden soll. Wer gar nichts tut der ist zu voll,

entsprechend in dem Bauchumfang, sitzt und legt sich lieber lang

auf die Liege wo er träumt und sportlich gar nicht viel versäumt,

wie er so im liegen meint. Weil er gar nicht sportlich scheint

ist er auch nicht muskulös und auf die Sportler ist er bös,

die sich dopen wie verrückt. Der Sponsor ist dann nicht entzückt,

wenn das Doping, das bekannte, öffentlich die Presse nannte,

in Anbetracht von manchem Siege, meint der Mensch auf seiner Liege,

wo er in die Zeitung guckt und hin und wieder Häppchen schluckt.

Sport kann man treiben oder nicht, spricht der Faule aus der Sicht,

der sich nicht gerne quälen will und darum liegt er lieber still

auf seiner Liege in dem Garten, um die Mahlzeit abzuwarten.

Manche rennen durchs Gelände und benutzen ihre Hände

wenn sie mit den Stöcken laufen, die sie auch beim Aldi kaufen

und manche gehen schon am Stock und schauen noch auf jeden Rock.

Manche fahren mit dem Rad und brauchen danach gleich ein Bad

oder gehen dann Zuhause unter ihre warme Brause.

Schwitzen kann der Dicke dort jedoch leichter ohne Sport,

der auf seiner Liege liegt ohne dass er gerne siegt,

in mancher Disziplin vielleicht, für die es ohnehin nicht reicht.

Wer Sport treibt der muss allgemein mitunter dabei eisern sein,

wenn er sich noch, bis zum Schluss, für die Sportart schinden muss,

damit er vielleicht irgendwann einen Platz erringen kann.

Mancher hat jedoch mit Licher seinen Platz schon längst ganz sicher

auf der Liege längst errungen, ist nur gelaufen und gesprungen

wenn die Gattin es befiehlt, die ihm seine Ruhe stiehlt.

Sport kann man auf dem Bildschirm sehen, ohne dabei aufzustehen,

denkt der Mensch der auch vermehrt Sport aus der Distanz begehrt.

Doch manche treiben weiter Sport, ausgiebig und immerfort

und tun sich jagen und sich treiben und dann schließlich liegen bleiben,

wenn am Ende nichts mehr geht. Der Mensch der nicht darauf besteht,

der hat mit Sport nicht viel im Sinn und legt sich viel bequemer hin.

Ganz freiwillig, ohne Zwang, legt er sich von selber lang,

während Sportler, die gern siegen, erst ausgepumpt am Boden liegen,

wenn sie kaum noch stehen können. Der Faule tut sich etwas gönnen

und warum soll er sich quälen und sich seine Muskeln stählen,

wenn die Gattin ihm vielleicht im Umfang vorn und hinten gleicht.

H. Feisel

Sparschwein.

Sparschwein.

Hat ein Mensch viel Schwein gehabt, dann ist er vielleicht hochbegabt,

bei den Kreuzchen die er macht, denn er ist plötzlich, über Nacht,

zum Lottomillionär geworden. Er fürchtet nun man will ihn morden

oder in dem Haus berauben und in diesem festen Glauben

verschanzt er sich in seiner Tür. Verständnis hat er keins dafür,

für das Bitten und Gebettel, nachdem er, durch den Lottozettel,

ziemlich reich geworden ist. Nun versteckt er, mit viel List,

seine Lottomillionen. Er hofft man möge ihn verschonen,

vor Bittgesuchen und so weiter und schließlich braucht er den Begleiter,

der ihn vor Attacken schützt. Das Sparschwein hat ihm mal genützt,

denn er hat früher viel gespart. Nun ist er, in der Gegenwart,

ein Mensch der nicht mehr sparen muss. Er kommt nun in den Genuss

von allen vorteilhaften Dingen, die ihm sehr viel Freude bringen.

Wie lange diese Freude währt, das bleibt vorerst ungeklärt.

Sparsam lebt der kleine Mann, der sich nicht viel leisten kann

und der spricht dazu noch heiter das Sparschwein wär' sein Wegbegleiter.

Ein Sparschwein ist, im großen Geiz, auch ein Mensch in seinem Reiz

jedes Geldstück, im Geschehen, drei bis viermal umzudrehen.

Doch wer viel Geld verprassen kann der ist ein beliebter Mann,

bei denen die sich nicht genieren vorteilhaft zu profitieren.

Der Millionär im großen Haus, der lebt nun in Saus und Braus,

fährt Ferrari und Roll Roys, beschäftigt eine paar starke Boys,

als Bodygards zu seinem Schutz und haut kräftig auf den Putz.

Doch wird das Sparschwein nun sehr alt, am Ehrenplatz im Aufenthalt,

denn es bleibt nun unbeachtet. Daher wird es nicht geschlachtet,

und es steigt nun, im Verlauf, vom Sparschwein zu dem Glücksschwein auf,

weil es, mit noch vollem Bauch und ziemlich schwer geworden auch,

am Ehrenplatz geborgen steht und vorerst nicht in Scherben geht.

Das Sparschwein steht nun, ohne Zwecke, am Ehrenplatz in seiner Ecke.

Vom Hämmerchen verschont geblieben bleibt dem Schwein nun gutgeschrieben,

im entsprechenden Format, was es einstmals, in der Tat,

in seinem runden Bauch verschlang. Es existiert dann schließlich lang,

nur noch allem Glück zum Zwecke, unbeschadet in der Ecke.

Der Lottomillionär gewinnt, was ihm am Ende schnell zerrinnt.

Er lebt in gut geschützten Wänden und er wirft, mit vollen Händen,

in seinem luxuriösen Haus, das Geld nun zu dem Fenster raus.

Irgendwann ist es geschehen und nichts ist mehr vom Geld zu sehen,

das er am Ende, wie verflucht, überall vergeblich sucht.

Dem Lottomillionär geht's gut. Das führt zu seinem Übermut

und er gibt die Millionen aus. Zurück bleibt nur, in seinem Haus,

das volle Sparschwein das er packt, im elendigen letzten Akt.

Dem Sparschwein droht nun in der Kammer ein schnelles Ende durch den Hammer.

H. Feisel

Schloss.

Schloss.

Der Landgraf lebt mit seinem Tross gut verschanzt in seinem Schloss,

im Gefolge seiner Ritter und manchmal ist die Fehde bitter,

die er mit dem Klerus führt, wie es sich im Streit gebührt

um die großen Ländereien. Will er sich vom Zwang befreien

dann wendet er sich schnell im Nu im Protest dem Neuen zu

und er wird zum Protestant. Man hat ihn abtrünnig genannt,

weil er in allem was geschieht, irgendwann den Vorteil sieht

sich vom Vatikan zu wenden. Um keine Gelder zu verschwenden

und an die Kirche zu verlieren, will der Landgraf protestieren.

Er schließt sich nun, so gut er kann, den hilfreichen Protesten an.

Er will vom Papst dann im gewissen eigentlich nun nichts mehr wissen

tut sich frei heraus bewegen und verzichtet auf den Segen,

den ihm die Kirche bieten kann. Gottesfürchtig ist der Mann

ganz bestimmt nun gar nicht mehr, meint der Bischof hinterher,

nachdem er nun sehr schnell erlernt, wie man sich vom Papst entfernt

und sich in abgöttischer Zeit von dem Vatikan befreit.

Der große Abfall ist gekommen, hat man dabei angenommen,

in Anbetracht von den Parolen. Die soll doch gleich der Teufel holen,

hat der Erzbischof gemeint, der ziemlich schwer entrüstet scheint

und, aus der geplagten Sicht, von dem Fegefeuer spricht.

Ist der Landgraf toll geworden und will er Katholiken morden,

in dem abgrundtiefen Streit? Der Teufel macht sich zu der Zeit

ziemlich stark in seinem Krieg und er träumt sogar vom Sieg

und ihm folgt ein mancher Tor. Steht der Weltuntergang bevor

und muss die Welt, in dem Geschehen, womöglich sehr bald untergehen,

muss der Vatikan sich fragen, angesichts der dunklen Tagen,

die heraufzuziehen scheinen. Noch nie war so, im allgemeinen,

die Himmelskuppel so verdunkelt, wird im Geistesstand gemunkelt.

Sollte es nicht mehr gelingen den Satan noch mal zu bezwingen,

im harten Kampf um etwas Zeit, dann ist das Ende nicht mehr weit.

Im Heiligtum wird nun beschlossen, den Teufel samt die Weggenossen

mit dem Banne zu belegen und das Schloss entbehrt den Segen,

der, wie immer er auch nützt, niemals einen Teufel schützt.

Die Botschaft kommt mit Brief und Siegel. Es kommt hinter Schloss und Riegel,

wen man immer, irgendwann, als armer Teufel fassen kann.

Ist der Teufel sehr verarmt dann hat sich keiner dran erbarmt

den armen Teufel aufzurichten. Auf Barmherzigkeit verzichten

muss wer immer einmal prompt zwischen alle Fronten kommt.

Der dumme Bauer kann nicht lesen und ist ahnungslos gewesen

und muss sich beschwätzen lassen, von allen die den Sinn nicht fassen.

Ach hätt' der Bauer nur ein Schloss an dem untersten Geschoss,

dann könnte er am Schlüssel drehen. Der Priester müsste draußen stehen.

H. Feisel

Schlosshund/Historisches.

Schlosshund / Historisches.

Der Burgherr spricht von Brief und Siegel. Der Schlosshund, hinter Schloss und Riegel,

jault, denn er ist eingesperrt, wenn er nicht an der Kette zerrt,

wie er das hin und wieder macht, mitten in der dunklen Nacht.

Der Hund tut wie ein Schlosshund heulen und vertreibt sogar die Eulen,

die mit großen Augen schauen und dem Gejaule wenig trauen.

Es schreit der Waldkauz zu der Zeit, in der schwarzen Dunkelheit,

den man den Totenvogel nennt, obwohl der den Termin nicht kennt,

an dem der alte Graf am Schluss einmal endlich sterben muss.

Noch ist der alte Graf zugegen. Der Quacksalber der tut ihn pflegen

und macht dem Alten noch mal Mut. Derselbe der hat blaues Blut

und er hat viel Wein genossen und dabei noch einmal beschlossen,

in diesem Sinne, im Bestreben, diese Nacht zu überleben.

Mit Hilfe einiger Promille erwacht noch mal der Lebenswille

und das Käuzchen ruft vergeblich. Der Burggraf war einst überheblich

und ist inzwischen, tut man sprechen, demütig in den Gebrechen,

die ihm schwer zu schaffen machen. Der Schlosshund muss das Schloss bewachen,

damit sich nachts nicht noch vielleicht irgendwer zum Burggraf schleicht,

um ihm den letzten Rest zu geben. Die Nacht die tut er überleben

und vielleicht die nächste auch, in dem ehrwürdigen Brauch

- die Zähigkeit in allen Ehren - , seinen Rotwein zu begehren.

Der Schlosshund heult, wer weiß warum. Es geht ihm was im Kopf herum

und er findet immerzu in der Nacht noch keine Ruh.

Es scheint dass er was dringend müsste, bedingt durch seine Sexgelüste,

denn er hat etwas im Sinn. Der Burggraf dreht im Bett das Kinn.

Der Burggraf dreht, mit sich im Streite, sich in seinem Bette zur Seite

und liegt auf dem linken Ohr. Von irgendwo heult es im Chor,

weil auch die Hündin ziemlich jault, die sich im Fell die Flöhe krault.

Der Burggraf wehrt dazu den Fliegen, kommt auf dem rechten Ohr zu liegen

und räkelt sich in seinem Bett, denn das Gejaule klingt nicht nett,

wenn sich der Hund die ganze Zeit nicht von seinem Zwang befreit

leidenschaftlich was zu wollen. In seiner Lust da tut er grollen,

weil er ganz unbefriedigt bleibt und sich damit die Zeit vertreibt

an den Paarungsakt zu denken. Er tut sich seinen Hals verrenken

und schnüffelt eifrig mit der Nase und kommt dabei in Ekstase,

als er mit dem Gedanken spielt und immer zu der Hündin schielt,

die draußen, vor dem Gitter steht, während weiter gar nichts geht.

Leider kann sich nichts ergeben, im so genannten Hundeleben,

wenn die Gitterstäbe trennen. Das Sprichwort tut fast jeder kennen.

Nicht immer geht es jedem gut. Wer wie ein Schlosshund heulen tut,

das lässt sich dann nicht verhehlen, dem tut sicher etwas fehlen.

H. Feisel

Sanatorium.

Sanatorium.

Es schaut ein kranker Mensch sich um, nach dem Sanatorium,

in dem er, als ein kranker Mann, sich einmal heilen lassen kann.

Der Stress liegt manchem Mann im Blut und die Erholung tut ihm gut

und macht in der Kur mitunter seine müden Knochen munter.

Zuhause ist er ausgelaugt, weshalb er fast schon nichts mehr taugt,

hat die Gattin ausgesprochen, denn der Mensch ist wie gebrochen

und schläfrig müde in dem Stil und zunehmend nicht mehr agil.

Es hat der arme Mann geklagt und die Kur ist angesagt,

in der er sich, wenn möglich still, einmal gut erholen will.

Sein Hausarzt hat ihm das empfohlen, denn der Mensch muss sich erholen.

Auch die Mutter will genesen, denn sie ist im Stress gewesen,

im Alltag, im Familienleben und die Kinder sind nicht eben

immer wirklich leicht zu Händeln. Man kann sich in der Kur anbändeln,

wie man immer wieder hört, worauf der Nachbar feste schwört,

abgenabelt von dem Gatten, mit dem so genannten Schatten.

Der Kurschatten ist heiß begehrt, mit dem der Nachbar gern verkehrt.

Das erzählt er, in dem Fall der Genesung, überall,

nur nicht daheim, in seiner Bleibe, bei dem angetrauten Weibe.

Der Nachbar muss es schließlich wissen, denn er will keine Kur vermissen.

Die Heilstätte ist alle Zeit zwecks der Genesung hilfsbereit.

Die Mutter macht sich ihren Reim auf das Müttergenesungsheim,

denn sie verliert den Lebensmut und die Genesung tut ihr gut.

Erst soll der Vater in die Kur, drei Wochen aber leider nur,

hat die Mutter, als sie klagt, in Anbetracht der Kur gesagt.

Es ist der Vater stark beleibt der nun seine Kur betreibt.

In Anbetracht der müden Knochen hat man das Gewicht besprochen

und der Mann steht ohne Frage sehr gewichtig auf der Waage.

Es tut die Waage nun indessen das Körperfett des Mannes messen.

Abspecken sei die Devise, angesichts der schweren Krise,

hat der Kurdoktor gemeint, der das wohl zu wissen scheint.

Drei Wochen gehen schnell vorbei. Viel Körperfett setzt das nicht frei

und länger wär das der Garaus. Dann kommt der Mann zurück nach Haus

und die Gattin ist nun dran, denn die Erholung schließt sich an,

für die vom Stress geplagte Mutter. Der Gatte ist noch gut im Futter,

hat sich wohl nicht viel betätigt und damit wäre wohl bestätigt,

bezüglich von dem Ehemann, dass nicht viel passiert sein kann.

Der Nachbar hat wohl übertrieben, denn manches geht nicht nach Belieben,

scheint die Gemahlin still zu denken. Der Nachbar tat den Hals verrenken

und stand dabei, mit viel Vergnügung, zum Rasen mähen zur Verfügung.

Nun geht die Hausfrau in die Kur, sechs Wochen aber leider nur.

H. Feisel

Raufbold.

Raufbold.

Der Wortwechsel wird manchmal laut, wenn man mit Worten gut vertraut,

in der Debatte, nicht sehr still, erfolgreich dominieren will.

Man fügt sich dabei schnell, im Nu, mancherlei Verletzung zu,

zunächst nur innen, in der Seele, in der folgenden Querele.

Die Handlung zieht sich in die Länge und es kommt zu viel Gedränge,

in der inneren Verletzung, bei der Auseinandersetzung.

Zusammen hat man einst gesessen und danach kam es indessen

zu dem laufenden Konflikt. Ein Raufbold ist wer wütend blickt

und sich ziemlich stark erregt auf den Gegner zu bewegt,

mit der Absicht, sozusagen, diesen gerne zu erschlagen.

Der Raufbold tut zum Standort laufen, denn er will mitunter raufen,

im so genannten Handgemenge. Zugespitzt, in sehr viel Enge,

will er nun Handgreiflich werden und das führt zu viel Beschwerden,

wie man sich wohl denken kann. Der Konflikt vollzieht sich dann,

gewisserweise im Affekt, der in dieser Handlung steckt

und der Effekt das ist wohl der, im Nachhinein und Hinterher,

dass man sich, mit der Faust vertraut, kräftig auf die Nase haut.

Der Raufbold möchte gerne raufen, manchmal innerhalb vom Haufen,

in der Massenschlägerei. Darum ist er dann dabei,

wenn es ums Gerangel geht, wo immer der Konflikt entsteht.

Will sich der Raufbold nicht mehr raufen, dann tut er schnell von dannen laufen,

vielleicht weil ihm die Nase blutet. Er hat sich zu viel zugemutet,

diesbezüglich in der Rage und fällt aus in der Blamage,

wenn das Ergebnis nicht gefällt und wenn er sich die Nase hält.

Das Resultat ist manchmal fad, im Jähzorn und im höchsten Grad,

nachdem das Blut im Schädel wallt. Ein kühler Kopf bleibt besser kalt,

ein kalter Krieger sicher auch, seit alters her, im alten Brauch.

Der Raufbold will sich, sozusagen, aber gern erfolgreich schlagen,

denn er fühlt sich gern als Held. Doch dann gibt er Fersengeld,

wenn er kläglich neu entdeckt, dass kein Held mehr in ihm steckt.

Ein Raufbold will ganz allgemein im Raufen gern erfolgreich sein

und es zieht ihn in die Schar. Vielleicht wird ihm zu spät klar,

wenn er sich in den Haaren rauft: er hat sich selbst für dumm verkauft,

in seiner Neigung sich zu raufen. Muss er vor dem Gegner laufen,

dann ist es mit der Rauferei zunächst einmal ganz schnell vorbei.

Dann findet er vielleicht die Zeit, derart bei Gelegenheit,

sich bezüglich mancher Sachen, manches einmal klar zu machen,

sofern er vielleicht, irgendwann, wirklich noch klar denken kann.

Hat er in seinem Schmerz gestöhnt, dann war er keinen Schmerz gewöhnt

und er kann nun, unter Klagen, das Desaster schlecht ertragen.

H. Feisel

Querulant.

Querulant.

Der Querulant X weiß eigentlich nix!“

Trotzdem weiß er alles besser. Dadurch ist er nur ein Stresser,

der andere nur stressen kann. Jeder wünscht sich irgendwann,

dass er sich einmal verzieht und dass er ihn nicht länger sieht.

Der Querulant der stellt sich quer, je häufiger und um so mehr,

je öfters vielleicht mancher Mann einen Vorschlag machen kann.

Er stellt sich quer dank seiner Masse und meint er sei die erste Klasse

und sein Denken so zusagend in der Logik überragend.

Wie er in seiner Logik denkt, ist er aber abgelenkt

in seiner Umstandskrämerei und ahnungslos noch nebenbei.

Der Querulant der liegt am Weg wie eine Schranke vor dem Steg

und tut den Fortgang stark behindern. Er tut im Affekt behindern

was effektiv dabei vielleicht Koordinationen gleicht.

Der Querulant tut viele kränken und diese dabei nur beschränken,

im selbstständigen Wirkungskreis. Ihm fehlt leider der Beweis,

in dem er sich als plumper Mann selbstständig erkennen kann.

Darum stellt er sich um so mehr leider immer wieder quer,

prinzipiell, so wie es scheint, weil er ständig von sich meint,

er sei selber, in der Tat, ganz unfehlbar mit dem Rat,

der sich mit Gewalt aufdrängt, der aber in der Logik hängt.

Es stellt der Querulant sich quer und mancher tut sich damit schwer,

weil er seinen Zweck einbüßt. Die Arbeit wird ihm nicht versüßt

durch das quer gestellte Denken. Mühsam lässt er sich beschenken,

in dem quer gestellten Rat, arg gestört bei seiner Tat,

mit dem allzu klugen Wissen. Am liebsten wär' er ausgerissen

weil ihn dauernd, wie betört, der Querulant beim Schaffen stört.

Im immer sturen, steifen Stil, ist die Logik nicht mobil,

die von Vorvorgestern ist und die Entwicklung nur vergisst

sich, bezüglich vieler Sachen, in dem Geiste klar zu machen.

Der Querulant behindert quer so den laufenden Verkehr.

Der Querulant, den nichts mehr stoppt, ist in sich selber wie gedopt,

in seiner queren Handlungsweise. Darum schweigt er niemals leise

und gibt ständig immerzu seinen alten Senf dazu,

den jedoch ein mancher Mann gar nicht mehr genießen kann.

Der Senf ist nicht mehr zu genießen. Ein mancher tut darum beschließen

sich besser ganz zurückzuziehen und tut in die Freiheit fliehen,

wo er sich selber, irgendwann, sehr viel mehr beweisen kann,

als es je und überhaupt der Querulant es ihm erlaubt,

der sich aufdrängt im Geschehen. Der Querulant ist, so gesehen,

einer der „Alles“ nur verhindert, von dem leeren „Nichts“ behindert.

H. Feisel

Pensioniert.

Pensioniert.

Der alte typische Beamte, der dem Schreibtisch angestammte,

tut effektiv in Listen sehen und kann keine Däumchen drehen,

wie man so im Volksmund sagt. Der Schreibtisch ist schon recht betagt,

genau so wie der Bürokrat, der recht fleißig, in der Tat,

routiniert die Akten wendet, bis die Akte jeweils endet.

Das Schreddern ist noch nicht erlaubt, bevor die Akte ganz verstaubt

und völlig überflüssig ist. Was der Beamte nicht vergisst,

das sind die Häkchen die er macht und auf die Kreuzchen gibt er acht,

die vor vielen Fragen stehen. Die Fakten muss er viel besehen

und dabei am wirken bleiben. Er muss sich nicht die Zeit vertreiben

wenn er in die Zeitung schaut. Der Denksport ist ihm wohl vertraut,

im aktenkundigen Bericht. Das Kreuzworträtsel braucht er nicht,

denn der Tag geht, eben drum, auch ohne Kreuzworträtsel rum,

bei all dem ungeheuren Stress, spricht die Kollegin ziemlich kess.

Die hat viel dazu geneigt, dass sie kess die Kurven zeigt,

besonders immer bei dem Treff mit dem neuen jungen Chef,

der gerne schwarzen Kaffee mag, manchmal mehrfach an dem Tag.

Er blättert viel im alten Schema, in den Akten zu dem Thema,

das zumeist, bei viel Verdruss, von ihm bewältigt werden muss.

Das Thema ist wohl doch abstrakt. Die Akte ist erst dann intakt,

wenn alles ganz geregelt scheint, hat immerhin sein Chef gemeint.

Der Beamte sieht wohl ein: er kann im Amt nur tätig sein,

solange er, laut dem Beschluss, aktiv am wirken bleiben muss.

Dann tut der Computer kommen und der Beamte merkt beklommen

dass er dem nicht gewachsen ist. Heimlich denkt er: was ein Mist.

Er sitzt an den Computertasten, die ihn nervlich stark belasten,

und starrt auf den Monitor. Ein harter Stress steht ihm bevor,

denn mit dem Ding kommt er nicht klar, wie es zu erwarten war.

Während ihn der Chef nur drängt, sieht er dass der Computer hängt

und nicht mehr reagieren will. Verzweifelnd resigniert er still.

Dann ist der Arbeitstag verkürzt, denn der PC ist abgestürzt

und der Bildschirm wird ganz dunkel, beim entsprechenden Gemunkel,

innerhalb von den Kollegen. Der Beamte ist verlegen

und die Verlegenheit nimmt zu, denn der Computer ist im Nu,

immer wieder alle Zeit, leider nicht sehr hilfsbereit.

Der Beamte der muss passen und tut den Computer hassen,

der ihm schwer zu schaffen macht. Der Chef der äußert den Verdacht,

dass seine Arbeitszeit nichts bringt, weil am Computer nichts gelingt.

Die Fassung kann man leicht verlieren. Wie kann man sich arrangieren?

Es streicht der Chef ihm nun den Lohn und er geht in die Pension.

In Pension spricht der Beamte: der Computer, der verdammte,

ist irgendwie dann doch ein Segen, denn nun kann er sich frei bewegen.

H. Feisel

Frühlingswonne.

Frühlingswonne.

Die Frühlingssonne tut erwärmen und mancher tut vom Frühling schwärmen

und er möchte nach Belieben, dazu animiert in Trieben,

seine Liebelei gestalten, in dem lieblichen Verhalten,

wenn er zu seinem Weibchen blickt. Sie reizt das Männchen mit Geschick,

ist geschickt und selbstbewusst, in der frühlingshaften Lust,

wenn sie nicht mit Reizen geizt und das Männchen noch mehr reizt.

Es tun die Vögel jubilieren und sich wieder orientieren,

um den Nestbau zu gestalten. Die Jungen lernen von den Alten

und tun manches ausprobieren. Der Hase springt auf allen Vieren

auf den Feldern kreuz und quer hinter seinem Weibchen her;

und der Fuchs der gilt als schlau und zieht die Gattin in den Bau.

Die Tierwelt will in ihren Trieben in der Frühlingssonne lieben.

So geht's auch frühlingshaft im Nu mit den verliebten Pärchen zu,

die sich zärtlich, mit viel Küssen, dabei fest umgarnen müssen.

Mancher schräge Vogel neigt, wo er auch die Triebe zeigt,

sein Ei ins fremde Nest zu legen und tut sich schleunigst fort bewegen,

aller seiner Pflicht enthoben und hat etwas unterschoben.

Es fliegt die Meise in den Ästen, um den Kuckuck viel zu mästen,

der im kleinen Nest gedeiht, das er dem Interesse weiht,

irgendwie in dem Bestreben, in dem Nestchen aufzuleben.

Mancher meint in dieser Weise der Vogel hätte eine Meise

und deutet sich an seine Stirn. Der Vogel sitzt dort im Gehirn,

wo ein Dichter vielleicht schreibt. Es schaut der Kuckuck wo er bleibt;

darum setzt er sich im Nest, der gastfreundlichen Eltern fest.

Der Kuckuck ist dort adoptiert. Er profitiert ganz ungeniert

von jenen die sich für ihn quälen und das scheint nicht viel zu zählen.

Ist der Kuckuck groß und rund erneuert er den alten Bund,

hinterlistig in den Trieben, wieder einmal nach Belieben.

Beliebig setzt sich mancher Sport in den Trieben weiter fort,

unter all der Frühlingssonne und es ist eine wahre Wonne,

manche Lüste zu empfinden, während andere sich schinden.

Der Kuckuck tut laut „Guck, guck“ rufen und mancher Kerl der schreitet Stufen,

angetrieben kreuz und quer, den Miniröcken hinterher.

Mancher hat danach erneut die Verantwortung gescheut,

als das Weibchen sich bewegt und das in fremde Nester legt,

das, während mancher daran brütet, in dem fremden Nest behütet,

sich auch als Fremdling irgendwann ziemlich breit entwickeln kann.

Manche Nester sind erneut wiederum recht breit gestreut,

wenn sich der Kuckuck neu erregt, wie er das zu machen pflegt,

und wiederum ein Weibchen liebt, das sein Junges unterschiebt.

Es ruft der Kuckuck in den Bäumen, denn er will es nicht versäumen,

immer wieder zu frohlocken. Versteckt bleibt er Dickicht hocken.

H. Feisel