Fastnacht.
Fastnacht.
Wenn der Faschingsnarr erwacht dann ist es beinah schon fast Nacht,
dann wird mancher Mensch mitunter allmählich locker und sehr munter.
Überall sieht man Grimassen und Leute ziemlich ausgelassen
nach irgendwelchen Fläschchen greifen. Wo Blicke zu dem Bierglas schweifen
da ist man nachts noch ziemlich lange in den Kneipen fest zugange,
mit dem Bierglas in der Hand. Ziemlich außer Rand und Band
ist die Clique neben dran und die Uschi schmiegt sich an.
Gut verkleidet ist die Uschi als das liebe Kätzchen Muschi,
das sich gern im Kissen kuschelt. Ihre Mähne ist verwuschelt.
Schnurren tut sie wie ein Kätzchen, denn sie sucht ein warmes Plätzchen.
Der Willi mit der roten Nase kommt gegenüber in Ekstase,
bei der lauten Faschingsfeier und es scheint er ist ein Bayer,
denn er tut „die will i“ sprechen. In der Runde weiter zechen
tun alle die, die voller Mühe, fast nachts hindurch, bis in die Frühe,
weiterhin das Glas erheben und dabei ihr Bestes geben,
aus vollem Hals, wenn auch mit Mühe. Abgestanden ist die Brühe
die nicht mehr hinunter läuft und die am Morgen keiner säuft
und zunehmend, von mal zu mal, wird das Bier allmählich schal.
Auch der Klaus hat abgewunken, hat sein Bier nicht mehr getrunken
und findet schwer zur Tür hinaus. Es ist Fastnacht, er will nach haus.
Der Willi trinkt noch einen Kurzen und draußen kann er endlich furzen,
was noch nicht verboten ist. Weil Walter an die Ecke pisst,
wo die Sitten heut verrohen, würde ihm ein Bußgeld drohen,
wenn das ein Ordnungshüter sähe. Doch es ist keiner in der Nähe,
weshalb die Handlung, die geschieht, keine Strafe nach sich zieht,
in diesem Fall und ausnahmsweise. Der Walter der verdrückt sich leise,
von dem örtlichen Delikt und wird daheim ins Bett geschickt.
Wahrscheinlich meint er kurz vor Acht es wär inzwischen nun fast Nacht.
Als der Willi draußen pupst, meint Horst man hat ihn angeschubst,
denn er kommt aus seinem Tritt, im richtungslosen Stolperschritt.
Als der Hans im Bett erwacht ist es immer noch fast Nacht,
denn er muss dringend auf das Klo, nach ein paar Bieren sowieso,
weil das Bier bekanntlich treibt und nicht in der Blase bleibt.
Vergnüglich tut man oft beim Zechen von Prost-ata beim Bierglas sprechen
und der Hans macht dann zu Hause noch fast Nachts die Pinkelpause,
wenn ihn wieder, wie verrückt, die Blase dauernd heftig drückt.
Es ist Fastnacht als Peter prompt um die nächste Ecke kommt,
von der Gemahlin unterstützt, die ihm wohl beim Heimgang nützt.
Der Willi denkt noch in dem Bett: „Will i oder will i net,
träumend von der süßen Muschi und das Kätzchen das hieß Uschi.
H. Feisel
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