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Kult-Ur-kritische Texte.

« Dezember 2007 | Start | Februar 2008 »

Im alten Jahr.

Im alten Jahr.

Wer will kann an Silvester laufen um noch mal richtig einzukaufen,

einmal hier und einmal da, Wein und Sekt, et cetera,

Schnaps, Likör, den Kasten Bier und in dem Discounter hier,

Salzstangen und Erdnussflips und dazu Kartoffelchips.

Saure Gurken sind nicht schlecht. Ein saurer Hering käme recht,

am späten Morgen an Neujahr, bei der drohenden Gefahr

von einem ziemlich dicken Kopf. Der Rollmops in dem Heringstopf

käme dann wohl sehr gelegen und wäre dann vielleicht ein Segen.

Der Einkaufswagen ist halb voll. Die Mehrwertsteuer ist im Soll

wie der Benzinpreis auch vertreten und um den Strompreis muss man beten.

Vielleicht muss man noch etwas braten. Darum muss man sich beraten,

während man sich noch berät, was am besten schmort und brät,

im Ofen oder in der Pfanne. Peinlich wäre diese Panne,

wenn man das Baguette vergisst, oder ohne Brötchen isst.

Schließlich hat man noch zur Not zu Hause noch ein halbes Brot,

doch das käme nicht mehr frisch auf den eingedeckten Tisch.

So muss man halt viel überlegen und man tut zu sagen pflegen,

man bewirtet auf das Beste lieber nicht daheim durch Reste.

Das alte Jahr wird nach Belieben nun mit frischer Kost vertrieben

und die Reste, das ist wahr, bleiben bis ins neue Jahr.

Im alten Jahr ist man bemüht, an Silvester schon verfrüht,

das Geknalle neu zu starten, denn manche Raudis tun nicht warten

und stimmen sich schon allgemein ein, zwei Stunden früher ein,

ziemlich außer Rand und Band, auf das Geballer auf dem Land.

Das alte Jahr vergeht mit Knaller, das neue Jahr kommt mit Geballer,

wie man es nicht mehr vermeidet, und was die Beiden unterscheidet,

das ist um Punkt zwölf Uhr die Kunde, nunmehr in der Silvesterrunde.

Ab zwölf Uhr ist, um die Zeit, das alte Jahr Vergangenheit

und das neue hat begonnen. Wie gewonnen so zerronnen,

so könnte man es wohl beschreiben. Was kommt und geht das kann nicht bleiben.

Sobald das neue Jahr besteht, das ständig mit der Zeit vergeht,

vergehen zweiundfünfzig Wochen, hat der Lehrer klug gesprochen,

in seiner Weisheit die er kennt. Dreihundertfünfundsechzig nennt

der Lehrer nun die Zahl der Tage und die teilt er, ohne Frage,

in zwölf Stufen dabei ein. Jeden Monat muss es sein,

dass wiederum ein Schritt vergeht, solang das neue Jahr besteht.

Dann ist das neue Jahr zu Ende. Um Punkt Zwölf kommt dann die Wende.

Das neue Jahr, in der Gestalt, ist dann ein Jahr und trotzdem alt,

während es dabei vielleicht im gleichen Ritus wieder weicht,

denn der Rhythmus bleibt sich treu und alles Alte wird nicht neu.

H. Feisel

Zweitausendsieben.

Zweitausendsieben.

Ein Jahr kann nicht für immer bleiben. Man kann es aber gut beschreiben,

nachdem das Jahr, wie es besteht, zu guter letzt zu Ende geht.

Zweitausendsieben ist vergangen und es hat auch mal angefangen.

Zweitausendacht, das nun beginnt, während schnell die Zeit zerrinnt,

bis zum Jahr Zweitausendneun, tut auf Silvester die erfreu'n,

um der naiven Freude willen, die einmal ihr Bedürfnis stillen,

einmal völlig abzuschalten. Dagegen hält sich ganz verhalten

der Grund zur Freude mehr zurück, denn gibt es noch genügend Glück,

das Jahr für Jahr, bis irgendwann, immer wieder reichen kann?

Zweitausendsieben ist zu Ende. Glücklich ist die Jahreswende.

Ausgesprochen glücklich sein kann man, bei Schnaps und Sekt und Wein,

solange nicht, vielleicht ganz prompt, plötzlich das große Kotzen kommt.

Der Mensch ist gern, im Lebensstil, immer ständig sehr mobil

und er liebt auch alle Zeit die mollige Behaglichkeit,

die er daheim zu schätzen weiß. Doch das hat alles seinen Preis,

zunehmend in der Tendenz und er schaltet die Frequenz

an seinem Bildschirm ein und aus, in seinem komfortablen Haus.

Der Rückblick auf Zweitausendsieben wird auf dem Kanal beschrieben,

bei dem der Mensch mal still verweilt, weil momentan ja sonst nichts eilt,

in der Vielfalt von Programmen die aus viel Wiederholung stammen.

Es wiederholt sich, in der Sicht, das alte Jahr bestimmt wohl nicht.

Es wird noch einmal beschrieben, typisch in Zweitausendsieben,

dass alle mehr bezahlen sollen, weil das wenige so wollen.

In Zweitausendsieben prunkt mancher steile Höhepunkt,

im Hochhaus, mancher Firmensitze, oben an der höchsten Spitze.

Spitze ist auch irgendwie der hohe Preis der Energie,

die das Volk zum Leben braucht, damit der Schornstein weiter raucht.

Es steigert sich wohl ganz durchtrieben, im Rückblick auf Zweitausendsieben,

die enorme Preisgestaltung. Die bürokratische Verwaltung

tut den Papierkram im Verhalten noch komplizierter umgestalten.

Wer will das alte Jahr noch lieben? Dem alten wird nichts gutgeschrieben,

das manche Überraschung bringt. Was in Zweitausendacht gelingt,

das tun die Hellseher mitnichten annähernd real berichten,

in dem Sternenhoroskop. Trotzdem ernten sie viel Lob,

weil sie nur das Beste wollen und Schlechtes nicht laut sagen sollen.

Wo ist das alte Jahr geblieben? Vergangen in Zweitausendsieben,

bleibt mancher Vorsatz ohne Zwecke ziemlich sinnlos auf der Strecke,

den ein mancher großer Tor in der Politik beschwor.

Der Rhythmus von Zweitausendsieben ist in Zweitausendacht geblieben.

Es setzt sich neu, an jedem Ort, das alte Schema wieder fort.

H. Feisel

Neujahrsansprache.

Neujahrsansprache.

Es ist das Jahr Zweitausendsieben seit Punkt Zwölf Uhr ganz vertrieben

und entsprechend voll gemacht. Und das Jahr Zweitausendacht

hat um Punkt Zwölf Uhr begonnen. Wie gewonnen so zerronnen,

tut ein altes Sprichwort sprechen und man kann sich den Kopf zerbrechen,

was das Sprichwort sagen will. An Neujahr ist es totenstill,

nach tosender Silvesternacht. Wer an Neujahr noch morgens lacht,

der hat sich wohl zurückgehalten. Ansonsten schleichen viel Gestalten

wie ein Trauerkloß umher, denn aller Anfang der ist schwer,

im neuen Jahr, schon zu Beginn. Hoffentlich macht es viel Sinn

an das Neue Jahr zu glauben. Wird es noch viel Glück erlauben?

Das alte Jahr hört auf mit Klagen, das neue das beginnt mit Fragen,

die als Fragen offen bleiben. Es lässt sich später erst beschreiben

was das neue Jahr so bringt und wie und was total misslingt,

oder auch nur, dann und wann, relativ gelingen kann.

Der Papst spricht wieder zu Neujahr und manches ist vielleicht auch wahr,

was die Kanzlerin gern spricht und manches vielleicht eher nicht,

in den Zukunftsvisionen, die kein Medium verschonen.

Die Neujahrsansprache erklingt. Wie und was danach gelingt,

das steht auch nicht in den Sternen. Wer will der kann noch etwas lernen,

aus der Logik der Gedanken, die zwischen Pro und Kontra schwanken.

Der Ritus zeigt in der Beschwörung, innerhalb der Volksbetörung,

dass es manchem zu gut geht, dass mancher stumm im Abseits steht,

dass mancher sich zu wichtig macht, in dem Jahr Zweitausendacht,

und dass mancher mächtig protzt, während man aufs Übel kotzt.

Was immer dieses Jahr auch bringt das ist relativ bedingt

und alles Übel mit sich bringend. Die Neujahrsrede die ist zwingend

so wie jedes Jahr notwendig. Die Ansprache die klingt lebendig,

doch ein echter Muntermacher ist eher der Silvesterkracher.

Der explodiert wie eine Bombe. Der Papst spricht von der Katakombe

und er beschwört dabei aufs Neue seine religiöse Treue.

Die aus den Sternen lesen sollen und das allzu gerne wollen,

die können, aus dem Stand von Sternen, den profitablen Zweck erlernen

und das Horoskop verwenden um nicht in Hartz Vier zu enden.

Die Neujahrsrede die erklingt, Neujahrsansprachen bedingt

optimistisch ungebrochen und es fühlt sich angesprochen,

wer mehr und noch mehr profitiert und nicht wer ständig mehr verliert.

Ansprechend zurecht gemacht befasst sich mit „Zweitausendacht“

in dem feierlichen Ton, entsprechend an dem Mikrophon,

die Neujahrsrede mit dem Text. Der Segen ist nur wie verhext,

weil es ihm wohl nicht gelingt, dass dies einen Vorteil bringt.

H. Feisel

Glühweinparty.

Glühweinparty.

Wenn der Wein im Becher glüht, ist der Geist darum bemüht

in dem Menschen aufzuwachen, denn Glühwein kann auch Freude machen.

Es wird der Glühwein heiß getrunken. Wer keinen trinkt hat abgewunken,

denn der trinkt vielleicht mit Fleiß, leider nicht auf Glühwein heiß,

lieber doch ein kaltes Bier. Zuletzt sind es vielleicht auch vier

und dazu noch einen Schnaps. Auf einem Bein kriegt der den Klaps,

darum muss er den zweiten trinken, sonst müsste er nach Hause hinken.

Ansonsten wird, ganz ungelogen, der Glühwein einmal vorgezogen,

beim so genannten Glühweinfest. Der wird getrunken bis zum Rest

und den Rest trinkt man auf Ex. In dem laufenden Reflex

hat die Christel fest verbunden mit dem Konrad heim gefunden,

etwas stolpernd im Verlauf auf den Hügel hoch hinauf.

Wohnend droben auf dem Tal schläft der Konrad wieder mal

schnarchend bei der Christel ein und noch immer glüht der Wein

der Christel oben bis zum Kopf. Vielleicht ist noch ein Rest im Topf.

Die Helga und der Günther trinken, bevor sie tief im Schlaf versinken,

das allerletzte Restchen aus und verschwinden dann im Haus

und im Bett dann irgendwie. Herunter fällt die Jalousie,

genau so wie die Augenlider und der Günther schnarcht schon wieder.

Die Erna und der Christian die kommen auch zu Hause an,

in molliger Behaglichkeit, nach längerer, geraumer Zeit,

wo sie in dem Wohlbefinden danach in das Bett verschwinden,

wahrscheinlich ohne viel Gegröle, hinten in der alten Höhle.

Der Christian, das alte Haus, kennt sich in alter Höhle aus.

Der Rolladen fällt auch herunter. Am Morgen sind sie wieder munter,

etwas früher oder später und die Erna steht am Bräter.

Die Balzers finden auch nach Haus. Die Lichter gehen ein und aus.

Der Balzer Hein samt Erika sind beizeiten wieder da,

bevor der Opa sie vermisst der in der Nacht aktiver ist

als in der frühen Morgenstunde. Das Schnarchen tönt auch aus dem Munde

vom Opa Jeide der gelöst den ganzen Vormittag verdöst.

Der Hermann und die Lisa babbeln, während sie nach Hause trappeln,

weil sie noch etwas debattieren und sie tun sich orientieren,

ihrem Heimweg zugeneigt, wo es zu der Burg hin steigt,

die sie aber dann umlaufen, während sie wohl etwas schnaufen.

Dann sind die Beiden auch daheim. Der Heinrich macht sich seinen Reim.

Die Doris die kann, so gesehen, bergab im Laufschritt schneller gehen.

Das fällt ihr sicher nicht sehr schwer. Ihr Schatten folgt ihr hinterher.

Ansonsten folgt vielleicht ein Zecher, doch kein Sittlichkeitsverbrecher,

weil die im Dorf nicht tätig sind. Die Doris die ist ganz geschwind

an ihrer Haustür angelangt. Allein da hätt'' sie mehr gebangt,

wenn sie vielleicht nach hinten schaut und ihrem Schatten nicht mehr traut.

Daheim wo sie sich legen kann, zusammen mit dem Ehemann,

der schnarchend in dem Bett verweilt, hat sich die Doris dann geeilt

noch ein Quantum Schlaf zu kriegen. Sie tut sich in das Kissen schmiegen,

in viel Träumerei bemüht, als noch der Glühwein in ihr glüht.

Der Willi der bleibt ganz zuhaus, denn er fällt heute völlig aus.

Der Willi fährt noch nachts zur Schicht, drum trinkt er seinen Glühwein nicht.

Ein alter Seebär trinkt auch drum wahrscheinlich lieber Grog mit Rum.

Der Heinrich macht sich bald daheim am nächsten Morgen seinen Reim.

H. Feisel

Gewimmel.

Gewimmel.

Am Wochenende herrscht Gewimmel. Künstlich strahlt der Sternenhimmel,

weshalb die Sterne, im gemeinen und beschämt, nicht mehr erscheinen,

aus der grauen Nebelwand, in dem weihnachtlichen Land.

Auf den Gassen herrscht Gedränge, in Begleitung der Gesänge,

wie wie jedes Jahr vor allen, in dem Lichtermeer erschallen.

Die himmlischen Gesänge klingen und tun Weihnachtsstimmung bringen,

in der die Menschen sich beizeiten auf irgend etwas vorbereiten.

Genaueres das weiß wohl keiner und es weiß vielleicht nicht Einer

was der Sinn der Sache ist. Der Hund der an die Mauer pisst,

nur zur Not und nur mitunter, beschaut sich alles ziemlich munter,

angesichts der vielen Sachen. Er kann sich keinen Reim drauf machen,

auf das was er nun plötzlich sieht, was um ihn herum geschieht,

in der sonderbaren Weise. Viel Gebimmel das klingt leise

aus diesem oder jenem Laden und mancher Mensch verliert den Faden,

bei dem sonderbaren Ton, in der Kommunikation.

Der Glühwein ist gut angekommen und wird gerne angenommen.

Der Hund verträgt den Glühwein nicht, weil er sich davon erbricht,

weshalb er lieber Wasser trinkt, auch wenn es in der Pfütze stinkt.

Es tappt der Hund durch das Gewimmel, mit einem Glöckchen und Gebimmel,

fest verbunden mit dem Hals und sein Schwanz streift jedenfalls

die Beine in dem kurzen Rock. Dann trifft ihn ein Blindenstock

etwas heftig an der Schnauze und ein Mensch mit dicker Plauze

kommt bedrohlich auf ihn zu. Der Hund verdrückt sich wie im Nu

vorsichtshalber auf die Seite, denn er fürchtet sich vorm Streite,

weil er wohl kein Kampfhund ist und lieber keinen Menschen frisst.

Das Gewimmel tut nicht enden und der Hund tät' lieber wenden,

um den Heimweg anzutreten und er hat nicht darum gebeten,

um das menschliche Gewimmel. Doch sein Frauchen hat den Fimmel,

dass sie sich in der Art bewegt und so das zu machen pflegt,

wie immer wieder jedes Jahr, trotz der drohenden Gefahr,

wie so oft in ihrem Leben, viel zu viel dort auszugeben,

wo sie zu viel Geld verprasselt, wenn sie mit der Freundin quasselt.

Im Gewimmel kann man gehen oder bei dem Schwätzchen stehen,

diskutierend vor der Scheibe. Der Hund denkt mehr an seine Bleibe,

denn hier will er nicht lange bleiben. Er ging nur mit auf das Betreiben

seines Frauchens die das will, denkt der arme Hund ganz still,

der den Schwanz zusammenkneift und mit ihr durch die Gasse schweift.

Das Gewimmel nimmt kein Ende, bevor nicht endlich doch die Wende,

im Ende von dem Schwätzchen kommt. Der Bummel endet schließlich prompt,

weil das Frauchen, in der Tat, endlich was gefunden hat,

das sie vielleicht, irgendwann, einmal gut gebrauchen kann.

H. Feisel

Geisterstunde.

Geisterstunde.

Genau Punkt Zwölf ist Geisterstunde. Im engen Kreis und in der Runde

spendiert der Willi Kellergeister. Der Schorsch trinkt lieber Jägermeister

und zwar zu einem Fläschchen Bier. Inzwischen sind es aber vier.

Es war noch lange nicht zwölf Uhr, als der Teufel in ihn fuhr,

der ihm schwer zu schaffen machte, denn er griff heimlich und ganz sachte

der Inge unter ihren Rock und die sprach sie hat kein Bock.

Es verlautet nun die Kunde Punkt zwölf Uhr sei Geisterstunde.

Doch der Eckart hat zumeist weit vor Zwölf schon ziemlich Geist,

wenn er schnell einmal ganz prompt in Fahrt und gut in Stimmung kommt.

Der Heinrich hat nach Schnaps gestunken. Der Willi schimpft auf die Halunken

die ihm manches Schnäpschen stahlen, ohne dafür zu bezahlen

und der Himbeergeist ist leer. Der Flaschengeist liegt aber schwer

dem armen Heinrich in dem Magen, denn der kann nicht viel vertragen.

Dann ist es endlich mal so weit. Es wird zwölf Uhr und es wird Zeit.

Die Uhr schlägt Zwölf, es läuten Glocken. Der Alfred macht sich auf die Socken

und aktiviert die Leuchtraketen. Er hat den Erwin drum gebeten

dass der die Böllerschüsse zündet. Punkt zwölf Uhr wird laut verkündet,

bei Himbeergeist und Jägermeister, durch die lauten Poltergeister,

dass das alte Jahr vergeht und dass das neue Jahr besteht.

Dem Heinrich wird allmählich schlecht und das geschieht ihm dabei recht,

denn wer nicht richtig trinkfest ist und trotzdem weiter säuft und frisst,

dem kommen irgendwann Beschwerden und dann tut ihm übel werden.

Alles dreht sich ihm im Kopf. Die Weiber trinken aus dem Topf

den heißen Punsch im Nachhinein, nach der Bowle und dem Wein.

Die Erika tut förmlich glühen, die Ulrike Funken sprühen

und die liebe Gisela, die ist schon nicht mehr ganz da.

Zuletzt gibt's noch mal Kellergeister und nun wird auch der Willi dreister,

der sich den Weibern zugesellt und sich gern zur Verfügung stellt.

Die Doris ist ganz liebestoll. Der Heinrich hat den Hals längst voll.

Die letzte Flasche Kellergeister findet auch noch ihren Meister.

Der Schorsch der trinkt noch weiter Bier. Vor langer Zeit da waren's Vier.

Der Alfred macht allmählich Pause. Der Eckart möchte nun nach Hause,

im gewissen Stolperschritt und nimmt fast die Inge mit,

die ihm dort im Wege sitzt. Ansonsten ist er abgeblitzt,

als er sich auf den Heimweg macht, allein und mitten in der Nacht.

Beinah fällt er in den Graben. Daheim muss es gepoltert haben

wie bei einem Poltergeist. Die Gattin ist zum Glück verreist.

Der Heinz der hat es auch sehr schwer, denn wo nimmt er den Schlüssel her,

der in der Haustür innen steckt. Die Gemahlin wird geweckt

durch lautes Poltern an der Tür. Was kann der arme Heinz dafür,

wenn sie ihn ausgeschlossen hat. Die Gattin spricht nun in der Tat,

der Heinz der ging ihr auf den Geist. So enden Geisterstunden meist.

H. Feisel

Frostig.

Der Rasen draußen ist gereift, als der Blick durchs Fenster schweift,

aus dem zweiten Stock von oben. Der Mensch hat sich vom Bett erhoben

gegen Morgen um halb Acht, denn der Mensch ist aufgewacht,

nach noch etwas späten Träumen. Er kann am Sonntag nichts versäumen,

hat er sich wohl still gedacht, als er sich ans Frühstück macht.

Gegen Morgen um halb Neun tut er sich auf sein Frühstück freu'n

und auch auf das Frühstücksei. Vielleicht verzehrt er aber zwei,

weil ihm eines wohl vielleicht, bei seinem Hunger, nicht ganz reicht.

Das Zimmer ist nun etwas kühl, entsprechend wohl nach dem Gefühl,

denn es ist über Nacht, im Haus, der Kachelofen wieder aus

und die Heizung, die zwar geht, ist möglichst weit herab gedreht,

angesichts enormer Kosten, in dem ganz bestimmten Posten,

der noch viel mehr Geld verschlingt als es der Sicherheit gelingt,

in den Versicherungsverträgen, den mitunter etwas schrägen.

Der Junggeselle fröstelt leicht, weshalb er nun, sofort vielleicht,

das Holz im Ofen wieder zündet, was er durch den Frost begründet,

der scheinbar diesmal draußen herrscht. Der Hund ist auch noch eingepfercht

und kam noch nicht vor die Tür und darum kann er nichts dafür

wenn ihn heute, wie verrückt, schon die Blase ziemlich drückt.

Doch der Hund beherrscht sich immer, denn er macht nicht gern ins Zimmer.

Der Kachelofen tut nun brennen. Der Hund tut seinen Herrn erkennen,

den er froh begrüßen kann und dann geht es irgendwann

zur Tür hinaus und in den Frost. Und der Hund trägt seine Kost

frisch verdaut zu diesem Zwecke versteckt in irgend eine Ecke,

vorteilshalber auf dem Land, ins hohe Gras und in den Sand,

nach Möglichkeit in Wald und Feld, denn dort kostet es kein Geld.

Auch entdeckt man in dem Wald den Hundehaufen nicht so bald.

Der ist heute frisch am dampfen und der Hund kann wieder mampfen.

Das Häufchen ist im Frost erstarrt und gefroren ziemlich hart

und darum einfach zu entsorgen, in der Stadt vielleicht erst morgen,

von dem Bediensteten der Stadt, der ein Händchen dafür hat.

Macht der Hund vors Nachbarhaus, dann fordert er den Nachbarn raus,

der die Fassung ganz verliert und als Hitzkopf debattiert,

mit einem heftig lauten Mund, mit dem Besitzer von dem Hund,

der sich dafür revanchiert und sehr frostig reagiert

und der Kälte zugeneigt, ihm die kalte Schulter zeigt.

Diskutiert wird nun im Frost, die vom Hund verdaute Kost,

die das gute Tier am Schluss täglich neu entsorgen muss.

Frostig muss damit auf Erden, oft das kalte Klima werden,

nicht zuletzt durch manchen Hund. Der läuft täglich zweimal rund.

Der Nachbar mit dem großen Mund schimpft immer auf den blöden Hund,

wen immer er damit auch meint, als das Klima frostig scheint.

H. Feisel

Finanzen.

Finanzen.

Damit die Finanzierung stimmt, die der Finanzmann übernimmt,

muss alles gut geregelt sein. Finanziell soll allgemein

die Finanzierung gut gelingen und neu Finanzen mit sich bringen.

Darum lautet das Begehren: wie kann man alles Geld vermehren

und immer wieder neu gestalten, im entsprechenden Verhalten.

Das Geldwesen bezieht sich heute immer mehr extrem auf Leute

die zur Hochfinanz gehören. Die stehen hoch und sie beschwören

immer wieder auf das Neue, dem Geldwesen dabei die Treue.

Die Geldmittel die sind vorhanden. Der Finanzier hat drauf bestanden,

entsprechend auf die Sicherheit, in der Finanzierbarkeit,

damit er auch sein Geld vermehrt, das verdoppelt wiederkehrt,

nach Möglichkeit, wo es wohl geht. Das Geldmittel, wo es besteht,

kann man aus öffentlichen Töpfen mitunter um so leichter schöpfen,

je mehr man hierbei, in der Tat, einen großen Einfluss hat.

Mancher greift, im alten Zopf, zu dem öffentlichen Topf.

Wer den Topf nicht wirklich kennt und sich die Finger dran verbrennt,

der soll es besser unterlassen in den heißen Topf zu fassen.

Was die Finanzleute betreiben lässt sich nicht immer klar beschreiben,

aus nur ahnungsloser Sicht. Geheimniskrämerei entspricht,

häufig im Finanzgebaren, dem Handel mit versteckten Waren

und der Staatshaushalt saniert das was längst den Wert verliert,

im erschütterten Vertrauen. Es ist nicht alles zu durchschauen.

Maßgeblich geht es hier und heute um gewisse Finanzleute,

die dem Kapital vertrauen und auf die Kapitalkraft bauen

und die sich, an beliebten Plätzen, hin und wieder arg verschätzen,

in der Finanzierbarkeit. Die staatliche Finanzhoheit

hantiert mit ihrem Steuerrecht und der Kleine staunt nicht schlecht,

angesichts der großen Zahlen, die mit vielen Nullen prahlen.

Manche Null ist, in dem Stil, bei dem Zahlenspiel mobil

und sie lässt sich, nach Belieben, eifrig hin und her verschieben.

Tut die Null in dem Geschehen weit vor einem Komma stehen,

dann wäre dabei sozusagen immer noch zu hinterfragen

in welcher Farbe man die schreibt. Ob die noch schwarz geschrieben bleibt,

oder ziemlich rot markiert, die Finanzierbarkeit verliert,

das ist somit alle Tage immer wieder neu die Frage.

Tut die Null aus freien Stücken ziemlich weit nach vorne rücken,

dann ist die hoffentlich nicht rot, denn dann sind die Finanzen tot.

Es häuft sich aber alle mal vielleicht viel totes Kapital,

das kein Finanzamt jemals sieht, das vor der Gier der Ämter flieht,

das sich genügend gut versteckt und das keiner leicht entdeckt.

Es verlangen die Finanzen genügend große Toleranzen

und entsprechend möglichst ganz vom Finanzamt mehr Distanz.

H. Feisel

Dorfgeflüster 18.

Dorfgeflüster(18.)

Manches ist nicht auszumerzen, in mitunter derben Scherzen,

die man im Dorfgeflüster nennt, wenn man viel Gesprächsstoff kennt.

Manchmal geht es tierisch zu und man spricht von der alten Kuh

und vom alten Ochsen auch, im bäuerlichen Sprachgebrauch,

wenn wer die Frau den Ochsen nennt und scheinbar das Geschlecht nicht kennt.

Manchmal hört man überall, durch den Schallpegel im Stall,

aus dem Ortskern weit verbreitet, vom Dorfgeflüster fest begleitet,

den Konfliktstoff im Gemäuer, im Angesicht der Wiederkäuer.

Manchmal tobt ein wilder Bauer, hinter einer dicken Mauer,

als ein Heißsporn wenig leise, den Zorn verübend in der Weise.

Hört einer vielleicht ganz genau im Plattdeutsch was von „Doummer Sau“,

dann ist das Hochdeutsch dort zu fein, denn das hieße dummes Schwein.

Irgendwann hört man beim Flüstern, jemand schnaubt mit lauten Nüstern

vom „Alten Wallach“, voller Wut, wenn er lauthals schimpfen tut,

am späten Abend, in dem Stall, doch beim Rindvieh, in dem Fall.

Ist mancher, vielleicht unbestritten, dabei nicht ganz gut geschnitten?

Angesprochen, irgendwie, fühlt sich dabei die Marie,

die ausgesprochen langsam ist, bei der Arbeit mit dem Mist,

den sie kurzfristig entfernt, wobei sie manches Schimpfwort lernt.

Wenn man sich von Herzen stritt, hört oft ein mancher, im Verschnitt,

rein zufällig, was sich versteht, während er vorüber geht,

mit Interesse einmal zu, denn es klingt nach dummer Kuh,

nach altem Wallach und nach Ziege, im Manöver und beim Kriege,

wenn man die Karre manövriert und den Mist sehr laut verliert.

Daher flüstert man im Ton von der Kommunikation,

die man, wie es halt so kam, im Dorfgeflüster übernahm,

bei weitem nicht so laut und grelle, wie an der besagten Stelle,

wo ein Mensch oft ziemlich laut, mit dem Redeschwall vertraut,

wenig flüsternd und kaum still, so artikulieren will.

Gestikulierend mit der Hand spricht mancher gegen eine Wand.

Doch mancher Stall steht schon längst leer. Da fällt die Arbeit nicht mehr schwer,

da bleibt der Bauer viel im Haus, da fällt die Namensgebung aus,

da schimpft man nur noch „Dummer Hund“. In manchem Stall geht es noch rund,

im etwas derben Redeschwall. Doch längst kann man nicht überall,

zu sonderbaren Worte lauschen, wenn manche Leute Worte tauschen,

vielleicht versteckt noch irgendwie, bei Doppelglas und Jalousie.

Was manche lauthals wiedergeben, flüstert man sich im Bestreben,

damit nicht jeder alles hört. Der Dorffrieden wär dann gestört,

würde man dort sozusagen manches allzu offen sagen.

Das Thema kommt und geht, was bleibt, ist das Prinzip das man betreibt,

im Flüsterton wenn möglich oft, weil man sich keinen Streit erhofft. 

H. Feisel

2007/2008.

2007 / 2008.

Das Jahr „Zweitausendacht“ beginnt, so wie das Jahr zuvor zerrinnt,

sehr nebelig und spiegelglatt. Sehr viel Personen sind noch satt

kurz vor Mittag aufgewacht. Wer früher aufsteht, gegen Acht,

der war vielleicht nicht ganz so voll. Die ganze Nacht war ziemlich toll.

Anstrengend war die Nacht wohl auch, im Stress, bei dem Silvesterbrauch.

Doch draußen ist der Nebel dicht. Grau und bleich wirkt das Gesicht,

mit der sorgenvollen Stirn. Benebelt ist auch das Gehirn

und irgendwie wohl noch behindert, weil in der Leistung arg vermindert

im vollen Umfang aktiviert. Im Nebel sehr schlecht orientiert

sieht mancher Mensch, aus trüber Sicht, das neue Jahr wohl eher nicht

in aller Klarheit deutlich ein. Im Nebel ist ganz allgemein

die graue Welt, total verhangen, ins Jahr Zweitausendacht gegangen.

Ziemlich glatt, im hohen Maße, ist im guten Rutsch die Straße

und der graue Nebelschleier legt sich, nach der Silvesterfeier,

überall auf Stadt und Land. Der Mensch hat einen schweren Stand

der noch spät nach Hause kehrt oder auch danach begehrt

mit dem Hund hinaus zu laufen, zum Zwecke von dem Hundehaufen

den der Hund vielleicht zuletzt beim Nebel in die Ecke setzt.

Auf dem Land ist das Gelände deutlich besser als die Wände

in der großen Stadt geeignet. Nur bedingt dazu geeignet

ist der Bürgersteig der Stadt, wo man im Nebel Mühe hat

dem Hundehaufen auszuweichen. Wenn die Doktrinen nicht mehr reichen,

fällt es dem Brillenträger schwer, im dichten Nebel um so mehr,

Stinkbomben deutlich auszumachen, in vielen explodierten Sachen.

Der Unrat liegt halt, eben drum, explodiert dabei herum,

mit der Stinkbombe von dem Hund irgendwie noch im Verbund.

Die Mine hat der Hund gelegt, der sich im Nebel fort bewegt

und manch ein Mensch, in seinem Schritt, der feste auf die Mine tritt,

ist danach heftig explodiert, während er den Kopf verliert.

Es kann der Mensch sich, trotz Recherchen, im dichten Nebel nicht beherrschen,

wenn er einmal ziemlich prompt auf Glatteis in das Straucheln kommt,

bedingt durch einen Hundehaufen, denn den wollte er umlaufen.

Der Hund der schon gelaufen ist, hat sich wieder längst verpisst

und schnell dabei noch mehr verrichtet, weil sein Herr darauf verzichtet

heute, angesichts vom Haufen, einen weiten Weg zu laufen.

So beginnt Zweitausendacht, was immer man am Morgen macht.

Nicht nur der warme Haufen raucht. Wer seine Zigarette braucht,

der muss Zweitausendacht oft innen sich eines Besseren besinnen

und in den grauen Nebel gehen, denn blauer Dunst ist im Geschehen

drinnen nur beschränkt erlaubt, wenn vielleicht noch überhaupt,

sich ein Raucherplätzchen findet, wo sich der Raucher dreht und windet.

Zweitausendacht wird alles teuer und manches wird zum Abenteuer,

wenn der Abend irgendwann nachts ziemlich teuer werden kann,

so wie in der Silvesternacht auf das Jahr Zweitausendacht.

In ihrem Willen ungebrochen hat die Kanzlerin gesprochen

und der Bundespräsident sprach sachlich in dem Argument,

von Hoffnung und der Zuversicht, von Angesicht zu Angesicht,

gewisserweise, sozusagen, auf den Bildschirm übertragen.

Es gab der Papst, weit überlegen, von oben runter seinen Segen

und dabei floss wohl irgendwie scheinbar seine Energie

von seiner Hand zur Menschenmenge, in der dicht gedrängten Enge,

als man im grauen Nebel steht, der scheinbar nicht sehr leicht vergeht.

Man sieht die graue Eminenz deutlicher in der Frequenz

auf dem Bildschirm in dem Zimmer, in der Handhabung wie immer,

wie jedes Jahr und nach Belieben, so wie schon Zweitausendsieben,

so auch in Zweitausendacht. Dann wird das Alte neu gemacht.

Der alte Mensch bleibt alt und grau und wird nicht aus dem Nebel schlau,

der sein Brillenglas belegt, wo immer er sich auch bewegt,

Zweitausendsieben in der Nacht, in das Jahr Zweitausendacht.

H. Feisel