Der Stallhase.
Zivilisierter Hase strebt, nach einem Stall, in dem er lebt. Er strebt dabei auf Lebenszeit, nach Wohlstand und nach Sicherheit, ist in dem Stall, der ihm viel nützt, scheinbar alle Zeit beschützt. Der Hase tut sein Nest gestalten, um seine Jungen zu erhalten, meint sei bezüglich Liebestaten, in dieser Absicht gut beraten und will für Zukunft, gleich schon morgen, für reichlich junge Hasen sorgen.
So steigert sich in Thema "Liebe" der Hase weiter in dem Triebe. Er sorgt im steten Intervall, immer für den vollen Stall. Beglückt und froh sieht er zunächst, wie die Verwandtschaft weiter wächst. Die tut er stolz sein Nachwuchs nennen, erschrickt jedoch und muss erkennen, dass sich der Nachwuchs dezimiert und mehr und mehr den Pelz verliert. Er hat das noch nicht ganz begriffen, da hat man ihn herausgegriffen.
Ein flinker Hase ist gezähmt, in Rückenlage wie gelähmt. Und irgendwann kriegt auch der Bock, stressgeplagt den großen Schock. Der Schlaganfall tut niederdrücken und legt den Hasen auf den Rücken. Der Hasenbock, ganz ohne Scherz, hat ein stressgeplagtes Herz; und das klopft ihm ebenfalls, bis hinauf an seinen Hals, weil er lebenslänglich floh, im Stall, vor diesem Risiko.
Manchen Hasen, Tag für Tag, trifft im Leben halt der Schlag. Der Stallhase, im Stall geboren, den trifft der Schlag an seine Ohren. Der Schlaganfall, den der empfand, kommt vom dem Knüppel in der Hand. Der harte Schlag an seinem Kopf, bringt den Hasen in den Topf. In Zivilisation geboren, kann er zivilisierter schmoren, endet früher oder später, auf heißer Flamme in dem Bräter.
Man zieht sein Fell über die Ohren. Der Sohn bleibt auch nicht ungeschoren. Auch sein Weib muss fest dran glauben, die tut man um den Pelz berauben. Auch mit dem Töchterlein geschiehts, in schicksalhafter Lynchjustiz. Sein Stammhalter, an seiner Stelle, sorgt vorerst noch für Hasenfelle
und macht nunmehr am selben Platz, einen neuen Hasensatz, bis an sein Ende, bis zuletzt, wodurch er den Verlust ersetzt.
Auch der muss letztlich wieder weichen, endet wie alle Hasenleichen. Der erste Satz ist gut gelungen, beim letzten hat er aus gesprungen. Auch die alte Hasenmutter, hat ausgedient, verdient kein Futter. Der Stallhase, auf engstem Raum, bewegt sich im Gefängnis kaum. Der Hase dreht sich, wie man weiß, als Sträfling nur im selben Kreis. Es sitzt der Stallhase sehr schnelle, als Kandidat in Todeszelle.
Der Deutsche Riese, in dem Fall, lebt auch als Hase in dem Stall. Wird viel gefüttert und gepflegt, doch hat sich selten viel bewegt.
Und dementsprechend wächst er auch, in seinem Umfang, um den Bauch. Er überragte alle Hasen, die mit ihm vor dem Fressnapf saßen. Mit seiner Fülle, groß und breit, verdrängt er diese jederzeit, weil er fest am Fressnapf hängt und auf dem Platz gut zwei verdrängt.
Der Riese war voll Lebenslust und war dabei sehr selbstbewusst. Und er meinte, er sei wichtig, doch ist seine Meinung nichtig. Gewichtig war er schon indessen, denn er wird schon bald gefressen. Er wähnt sich noch, in seinem Fall, als unantastbar in dem Stall. Die böse Überraschung lehrt, sein Selbstbewusstsein war verkehrt. So blieb er auch nicht unbeachtet und wird genauso hingeschlachtet.
Die deutschen Riesen tun fest sitzen, die kleinen Hasen viel mehr flitzen. Doch der Riese, der nicht schmachtet, wird beizeiten ausgeschlachtet, geht dem Fressnapf auch verloren, hängt Kopfunter mit den Ohren. Es zog ihn aus dem Stall, den Toren, widerstrebend an den Ohren, der liebe Mensch, der eng vertraute, der ihn pflegte, nach ihm schaute, der stets an seinen Wohlstand dachte und der ihm seine Mahlzeit brachte.
Derselbe Mensch hat ihn umhegt, hat ihn gefüttert, ihn verpflegt und war vom Hasen bis zuletzt, als bester Freund hoch eingeschätzt. Doch tat er sich damit verschätzen und Nachwuchs zweckentfremdet setzen
H. Feisel

Kommentare