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Kult-Ur-kritische Texte.

Wahre Wonne.

Wahre Wonne.

Eine wahre Wonne ist die Frühlingssonne

und die Kreatur lebt auf, immer wieder im Verlauf,

wenn die warme Sonne scheint, die es gut zu meinen scheint,

mit den menschlichen Gefühlen. Anders als im Herbst, dem kühlen,

hat manches Mädel nun vermehrt in der Lust danach begehrt

den Gefährten auszusuchen. Die Hochzeitsreise lässt sich buchen

sehr viel leichter an der Sonne und es ist eine wahre Wonne,

die Flitterwochen im Bestreben an der Sonne zu erleben.

Der Winter geht einmal zu Ende und die Sonne bringt die Wende,

wenn sie hoch am Himmel strahlt, während manches Männchen prahlt,

in den frühlingshaften Lüsten, um sich dabei sehr zu brüsten,

vor den vielen Weibchen allen. Denen will er wohl gefallen.

Der Paarungstrieb ist neu geweckt, der in allen Tieren steckt

und der Hund der zelebriert, als er das Revier markiert,

dass er gerne, dann und wann, ein Weibchen stark beschnüffeln kann.

Bespringen kann er meistens nicht wegen all der Leinenpflicht.

Es zieht der Rüde an der Leine, denn die Spur, und nicht nur eine,

ist scheinbar eine heiße Fährte. Die Schnüffelnase, die bewährte,

wäre gerne dabei lange bis zum heißen Ziel zugange.

Es denkt der Hund nun heimlich still, ach könnte er nur wie er will,

dann wär ihm manches an der Sonne eine wirklich wahre Wonne.

Gerne möchte er entfliehen. Sein Chef tut an der Leine ziehen,

reißt ihn weg von manchem Graben und tut kein Verständnis haben,

für die Gelüste von dem Hund und er schimpft mit lautem Mund.

Der Hund der pinkelt an die Tonne. Voller Freude und voll Wonne

läuft die Hündin heiß vorüber und sie schaut zum Hund hinüber,

den sie eigentlich gut kennt, wobei die Leine beide trennt.

Es schwelgt auch mancher Ehemann, hin und wieder, wenn er kann,

in den frühlingshaften Trieben, ausschweifend und nach Belieben,

voller Wonne in Gedanken, die als Frühlingstriebe ranken.

Ein Ehemann ist nicht alleine und manchmal an der kurzen Leine,

scheint der Herr vom Hund zu denken und tut die Schritte heimwärts lenken,

zu seinem angetrautem Weib, angesichts vom Zeitvertreib,

den manches Wesen wie verflucht heimlich unter Wonnen sucht.

Wenn die Gattin irgendwann den allzu flinken Ehemann

einmal nicht an die Leine nimmt, dann entläuft er ganz bestimmt.

Dieses tut im allgemeinen manche Gattin innigst meinen,

selbst bei Laune, in der Wonne, angesichts der Frühlingssonne.

Die güldne Sonne, voll Freud und Wonne,

die weckt immer wieder nur die frühlingshafte Frohnatur,

wenn die Vögel lustig trillern und die jungen Mädchen schillern.

H. Feisel

Schikane.

Schikane.

Manche Absicht ist wohl böse, bedingt durch eine schikanöse

schlimm geprägte Handlungsweise. Kommt das Auto aus der Gleise

in schlimmen Kurven links und rechts, beim Rennsport, während des Gefechts,

dann spricht man von der Schikane. Dem zugrunde liegt, im Plane,

dass sich im Rennsport sozusagen Piloten unter Weh und Klagen

auf den heiklen Kurs begeben, im optimistischen Bestreben,

diesen Kurs, in dem Verhalten, mit dem Auto zu gestalten.

Rechts und links tun im Geschehen auch offensichtlich Weiber stehen.

Die Zuschauer sind all versammelt. Der Copilot hat was gestammelt,

von scharfen Kurven und Schikane. Er blickt konzentriert im Plane

und beginnt dann leicht zu zittern, denn das Auto das tut schlittern

und stellt sich in der Kurve quer. Der Pilot der lenkt noch sehr,

doch hängt das Auto ganz verdreckt im Gelände wo es steckt.

Für den Fahrer schikanös spricht man schon von skandalös,

als man nicht das Ziel erreicht, weil der Copilot vielleicht,

als der Abflug dort geschah, auf die scharfen Kurven sah.

Wenig später sozusagen folgt die Konkurrenz im Wagen,

wie immer wieder und erneut, die sich vielleicht heimlich freut,

tut der Unglücksfahrer meinen. Dabei tut es schon so scheinen

als ob die Konkurrenten siegen, die schleunigst um die Ecke fliegen.

Der Pilot tritt allemal ziemlich heftig aufs Pedal.

Die Zuschauer sind hell begeistert. Die erste Kurve ist gemeistert

und die zweite fügt sich an, die man fast übersehen kann.

Es fliegt das Auto in den Dreck. Die Schikane dient dem Zweck,

dass die Fahrer sozusagen häufig ihr Malheur beklagen.

Der dritte Wagen kommt heran. Ob der die Kurven meistern kann,

das bleibt zunächst noch abzuwarten. Inzwischen tut der vierte starten,

der den dritten irgendwann sehr leicht überholen kann,

weil der noch vor der Kurve hängt, wo der Fahrer darauf drängt,

dass man ihn von hinten schiebt. Bei Zuschauern ist das beliebt.

Der vierte Wagen, irgendwie, als ob er Flügeln sich verlieh,

hat die schikanösen Trassen inzwischen halbwegs heil verlassen.

Der vierte wähnt sich schon als Sieger. Da macht er einen Überflieger,

nachdem er die Schikane meistert und dabei alle Fans begeistert.

Das Gefährt liegt auf dem Dach. Der Pilot, mit Weh und Ach,

muss sich aus dem Gurt befreien und tut laut um Hilfe schreien.

Der fünfte Wagen rauscht heran und liegt wohl recht gut im Plan,

als der Hinterreifen platzt, weil ein Blechteil daran kratzt.

Es bleibt dem fünften vorenthalten den Sieg in Ehren zu gestalten

und das sechste Fahrzeug naht. Irgendwer muss in der Tat

irgendwie den Sieg erringen. Dem sechsten tut es wohl gelingen,

wenn der siebte nicht vielleicht den sechsten in der Zeit erreicht.

H. Feisel

Schematisch.

Schematisch.

Manches Schema dient dem Wisch und kommt als Thema auf den Tisch,

wo am runden Tisch vereint jeder irgendwie was meint.

Da man, bis zu dem Beschluss, eifrig diskutieren muss,

weil doch jeder, wie es scheint, im Schema etwas andres meint,

schiebt sich der Beschluss im Haus zögerlich noch weit hinaus.

Es nimmt die Diskussion kein Ende doch irgendwann kommt doch die Wende,

indem ein jeder unterkommt. Der Entschluss geschieht dann prompt,

nunmehr den Beschluss zu fassen, wenn alle in das Schema passen,

die sich in schemenhaften Taten, bürokratisch lang beraten.

Das Schema „Tisch“ ist angesagt, wenn der kluge Rat beklagt,

der Paragraph in den Gesetzen sei praktisch besser zu ersetzen.

Was ganz „Prak Tisch“ neu geschieht, wenn man es realer sieht,

das dient vielleicht, nach langer Zeit, einmal doch der Wirklichkeit.

Das Schema tritt, nicht ganz gesund, dabei in den Hintergrund.

Die schemenhaft am Schreibtisch sitzen müssen praktisch wenig schwitzen,

weil sie die Praxis gern vermeiden. Die in der Praxis drunter leiden,

die verachten irgendwie das Schema aller Theorie,

dem sie sich, laut viel Beschlüssen, immer wieder beugen müssen.

Irgend jemand denkt mit Fleiß, dass er alles besser weiß,

was er zu seinem Schema macht. Sein Schema sei stets angebracht,

tut er dabei verlauten lassen, um emsig den Entschluss zu fassen,

Schemenhaftes vor zu denken. Er will in seinem Schema lenken,

wobei er häufig nicht erkennt, dass man ihn nur krankhaft nennt.

Schematisierend in dem Trieb setzt er durch was er beschrieb,

in seinen praxisfernen Themen, theoretisch in den Schemen,

wie er sie für richtig hält. Weil ihm sein Schema sehr gefällt,

sitzt er schematisch gern am Tisch, vor einem so genannten Wisch,

weil es ihm zweckmäßig erscheint, wie er in seinem Irrtum meint.

Das Schema „Tisch“ bleibt angesagt, während sich ein mancher fragt,

praktisch zweifelnd und mit Groll, was das Schema bringen soll.

Man reagiert dabei mit Witzen, weil jene die am Schreibtisch sitzen

sich in schemenhaften Taten, weiterhin sehr viel beraten

und hartnäckig darauf bestehen, dass sie alles besser sehen,

in ihrer klugen Übersicht. Der Schreiberling in dem Gedicht,

kann leichtfertig darüber spotten, angesichts von den Marotten,

die das Schema, in der Art, schematisch gerne offenbart.

Der Schreiberling macht seinen Spott und er nennt das Schema Trott,

weil mancher Bürokrat vielleicht eher einem Trottel gleicht.

Es wird der Schreiberling verflucht, der schematisch in der Sucht

ständig seinen Reim betreibt und bei seinem Schema bleibt.

So stößt manches heikle Thema, vorgeprägt im öden Schema,

auf Interessen die sich zeigen und dabei zum Spötteln neigen.

H. Feisel

l

Sauna.

Sauna.

Manch ein Paar ist drum bestrebt dass es viel gesünder lebt

als Menschen die sich falsch ernähren. Das Leben soll ja länger währen,

bei Gesundheit, Gott sei Dank. Darum ist man lieber schlank.

Doch mancher isst gern und wird dick, im tagtäglichen Missgeschick

seine Mahlzeit zu verstauen. Wer will kann eine Sauna bauen,

im Garten oder in dem Keller. Dann schwitzt er leichter und viel schneller,

ohne all zu viel Bewegung, bei der laufenden Verpflegung,

die ein Schwerarbeiter braucht. Wenn die Sauna dampft und raucht

dann schmilzt vielleicht das Körperfett. Auch die Gattin brütet nett

und ist in dem Dampf erhitzt, als der Mann recht heftig schwitzt.

Aus allen Poren dringt der Schweiß. Man kann auch ohne Arbeitsschweiß

dabei leicht ins Schwitzen kommen. Darum hat man Platz genommen,

ohne sich viel zu bewegen und das Dampfbad ist ein Segen,

weil es den ganzen Körper reinigt und Geist und Seele schmelzend einigt.

Im Alltag schwitzt wohl keiner gern und es liegt den meisten fern

bei der Arbeit arg zu schwitzen. In der Sauna kann man sitzen

und schwitzen was das Zeug her hält, solang es irgendwie gefällt.

Der Körper schwitzt ganz splitternackt und bleibt dadurch lang intakt,

sofern nichts schlimmeres geschieht, was kein Mensch im Voraus sieht.

Wie ein jeder sicher weiß, läuft in der Sauna sehr viel Schweiß.

Ob der Speck dabei auch gut in dem Körper schmelzen tut

und sich wie der Dampf verflüchtigt, wenn sich der Mensch nicht sehr ertüchtigt,

das ist eher unwahrscheinlich. Ein dicker Bauch wirkt eher peinlich

und der breite Hintern auch. Es ist in der Sauna Brauch

dass man seinen Körper zeigt, wenn der Mensch zu schwitzen neigt.

Es wird die Sauna angeheizt. Ob in der Sauna manches reizt,

das hängt vielleicht vom Alter ab. Der Dicke sieht an sich hinab

und sieht nichts als seinen Bauch und den behält er meistens auch.

Von dem Körper läuft die Brühe und man gibt sich alle Mühe

noch recht lange auszuhalten. Klitschend nass sind die Gestalten,

die triefend dicht zusammenhängen und irgendwann nach draußen drängen,

aus der heißen feuchten Gruft, an die klare frische Luft.

Nachdem man in dem Nebel döst fühlt man sich nun wie erlöst,

nach dem Bad, vom Schweiß befreit. Nun hat man die Gelegenheit,

nach dem Schweiß, bei dem Erwärmen, von der Sauna laut zu schwärmen.

Man möchte weiter im Geschehen gerne in die Sauna gehen,

weil man dort so gerne sitzt und dabei übermäßig schwitzt.

Der Gesundheit tut das gut, weshalb man weiter schwitzen tut,

bis der Mensch, vielleicht am Schluss, den Schweiß nicht mehr ertragen muss.

Dann ist der Mensch am Ende alt und seine Sauna bleibt oft kalt,

weil er kränkelnd und ganz still nicht mehr weiter schwitzen will.

Der Schweiß läuft nicht mehr von der Glatze und er liegt auf der Matratze.

H. Feisel

Saboteur.

Saboteur.

In Anbetracht von dem Malheur spricht man oft vom Saboteur,

denn der hat das Malheur verschuldet, während sich der Mensch geduldet,

oder aber, im Verdruss, sich zwangsläufig gedulden muss,

bis das Übel, das besteht, vielleicht zu reparieren geht.

Sitzt der Enkel am Computer, vielleicht bei aktiviertem Router,

und der Computer spielt verrückt, dann hat der Opa was gedrückt,

was er besser an der Stätte lieber nicht beachtet hätte.

Der Computer tut erkranken. Das ist dem Virus zu verdanken,

wie bei einer Grippewelle. Er lahmt und ist an mancher Stelle

im Innenleben nicht gesund. Das Virus aber ist im Bund

mit dem gemeinen Saboteur und der will ja das Malheur,

das den Computer kränkeln lässt. Schon vom Angstschweiß halb durchnässt,

steht der Opa still daneben, denn der hat es aufgegeben,

noch irgend etwas zu erreichen und das Virus will nicht weichen.

Wer nahm den Opa auf die Schippe? Es stand zu lesen „Vorsicht Grippe“,

in der Email, an der Stelle, und der Opa war zu schnelle,

nach dem Virus hin zu horchen, um die Grippe auszuforschen.

Er tat um die Gesundheit bangen und hat das Virus eingefangen,

das den Computer attackiert, der langsam die Funktion verliert.

Dem Opa dem vergeht die Lust und stattdessen hat er Frust,

angesichts der Grippewelle. Der Enkel ist gewitzt und helle,

der nun am Computer sitzt, als der Opa fiebrig schwitzt.

Doch der verzweifelt auch, oh weh, und findet nicht zu diesem Dreh,

mit der die Krankheit, die besteht, irgendwie zu heilen geht.

Der Opa fröstelt und er friert, als sich ein Programm verliert

und der PC im Schüttelfrost, kriegt wieder zweifelhafte Post.

Diesmal schreibt und das sehr rege, im Internet die Apotheke,

vom guten Mittel gegen Grippe. Der Opa beißt sich auf die Lippe.

Er öffnet diesmal nicht im Nu und die Email die bleibt zu,

die der Opa, in der Wut, schnellstens einfach löschen tut.

Der Opa muss zum Doktor gehen, denn er tut, das kann man sehen,

an dem Grippevirus leiden und es lässt sich nicht vermeiden

dass der PC Doktor dann prompt zu der Diagnose kommt,

der auch nach einer Krankheit sucht. Der hat den Saboteur verflucht.

Doch eigentlich ist es ihm recht, denn er verdient daran nicht schlecht

und irgendwie muss, im Bestreben, ein jeder Mensch von etwas leben.

Die Natur übt Sabotage, bis in die höchste Chefetage,

wenn der Boss zu husten pflegt und sich nicht ins Büro bewegt.

Auch ist der Saboteur schon lange mit dem Virus fest zugange,

das die Festplatte zernagt und damit manche Nerven plagt.

Es muss, bei solcherlei Beschwerden, ein Mittel noch gefunden werden,

das im Immunsystem gereift, den Saboteur PC angreift.

H. Feisel

Dorfgeflüster (21.)

Dorfgeflüster (21.)

Es gibt viel Neues zu erzählen, als Leute, die ihr Thema wählen,

wieder einmal im Geschehen beratend beieinander stehen,

an manchen Plätzen und in Gassen. Es ist der Entschluss zu fassen,

dass man Themen debattiert und weil viel in der Welt passiert,

tut das die Interessen wecken, in Leuten die den Wunsch entdecken,

vieles innigst zu berichten. Der Verdacht tut sich verdichten,

dass vieles das der Mensch betreibt mitunter lange hängen bleibt,

im Gedächtnis mancher Leute, in dem Dörfchen hier und heute.

Wohl auch gestern und auch morgen machen sich die Leute Sorgen

um so manchen guten Ruf, weil mancher Mensch den Zweifel schuf,

am guten Leumund in dem Ort, bezüglich mancher Menschen dort.

Man kann sich jedenfalls besprechen und eine Lanze dafür brechen,

dass man vieles, fasziniert, heiß und innigst diskutiert,

hintergründig im Motive, jeweils aus der Perspektive.

Das geht nicht verschwiegen, still. Weil man kommunizieren will,

muss mancherlei besprochen werden, in nicht seltenen Beschwerden,

über große Hundehaufen, über Nachbarn die sich raufen,

über manches Missgeschick und auch über manchen Trick,

den die Politik beschert und der das Leben nur erschwert.

Mancher hegt im Dorf viel Groll. Es machen sich die Taschen voll

alle die das Volk berauben und an ihre Unschuld glauben

kann man in dem Dorf nicht mehr. Man setzt sich in dem Dorf zur Wehr,

freilich leider irgendwie nur in aller Theorie,

die man sich noch irgendwann weiterhin berichten kann.

Die Sexgeschichten nehmen zu und im Dorf kommt es, im Nu,

zu allem was der Volksmund nennt und der Städter lange kennt.

Die Bettgeschichten in der Stadt erzählt man sich im Dorf auf Platt

und ganz platt sind, im Verhalten, die beim Sex verklemmten Alten.

Die Frührente ist angesagt, beim Bauer der sich laut beklagt,

angesichts vom dicken Bauch. Die Rente hätte er wohl auch,

wenn das Gutachten nicht wäre. Der Arzt bezichtigt ihn der Märe

und der Bauer macht sich frei. Das Gutachten muss nun herbei,

im medizinischen Gestalten. Der Bauer der ist ungehalten,

denn er fühlt sich irgendwie als Patient der Psychiatrie,

bei manchen Fragen allgemein, nach dem Überweisungsschein.

Der Doktor testet den Reflex nicht zuletzt im Thema Sex

wie beim Sittlichkeitsverbrecher. Der Bauer übt sich im Versprecher

und die Rente steht im Haus des armen Bauern weiter aus.

Der Bauer, der auf Rente drängt, ist durch die Fragen arg gekränkt,

die der Dichter, so sein Schluss, hier nicht wiedergeben muss

und vielleicht, nicht irgendwann, in der Art formulieren kann.

Der Bauer spricht, in der Gestalt, klagend zu dem Rechtsanwalt.

Der tut sich in den Haaren raufen. „Ist irgend etwas schief gelaufen?“

H. Feisel

Der Hausdrachen.

Der Hausdrachen.

Manches Weib gleicht einem Drachen und tut allen Beine machen

und ist wütend und erbost. Da sucht mancher seinen Trost,

mit Schnaps und Bier und auch mit Wein, denn er fühlt sich dort allein,

wo ihn das Schicksal überfährt. Die Gattin ist darin bewährt

sich wie ein Drache aufzuspielen und tut viel Respekt erzielen,

in dem Haus wo sie hantiert und die Beherrschung schnell verliert,

weil sie fest darauf besteht, dass es nach ihrer Hutschnur geht.

Es müssen wohl, im Großen, Ganzen, die nach ihrer Pfeife tanzen,

die nicht viel zu sagen haben. Sie tut mit dem Finger traben

und mit lauten Worten sprechen. Den Widerstand den will sie brechen

und darum tut sie manchmal schreien. Wer kann will sich von ihr befreien,

doch nicht jeder tut es wagen, gewisserweise, sozusagen,

in verzwickten Lebenslagen, eine Trennung vorzuschlagen.

Kommt die Trennung noch in Frage, angesichts der großen Klage,

die ein Häufchen Elend führt? Zeigt der Richter sich gerührt,

bei der Scheidung vor Gericht, angesichts von dem Bericht?

Manches was der Schreiber dichtet, wird in dem Sinn nicht berichtet

und ist schwierig vorzutragen, unter ganz immensen Klagen,

die der schwache Mann am Schluss, weinerlich empfinden muss.

Der hat die junge Frau geschwängert, doch der Vertrag wird nicht verlängert,

bei der Scheidung vor Gericht. Der arme Mensch sieht aus der Sicht,

nach ein paar Jahren ziemlich klar, dass dies ein schwerer Fehler war.

Am Ende spricht er nur vom Weib und sie hält ihn sich vom Leib,

mit Geplärre und Gezeter. Er zog im Spiel den Schwarzen Peter

und hat nunmehr schlechte Karten. Er kann nur auf die Scheidung warten,

mit den Nerven ganz am Ende und hofft im Schicksal auf die Wende.

Nicht jeder kann es sich verkneifen auf ein Wort zurück zu greifen,

aus der urzeitlichen Sicht, wenn er von dem Drachen spricht.

Es tobt der Drache sich im Haus alles niederstampfend aus

und darum fühlt sich allgemein mancher Mensch dabei ganz klein.

Kleinlaut ist der Kleingemachte, der versehentlich dran dachte,

sich ein flottes Weib zu nehmen, samt den Folgen, den extremen.

Der Hausdrache rumort im Hause und der Flüchtling sucht die Pause,

arg gequält dabei indes, in dem so genannten Stress.

Der Drachen, der die Beute jagt, ist inzwischen mehr betagt

und der Gejagte ringt nach Luft und sehnt sich beinah nach der Gruft,

in der er vielleicht, irgendwann, Ruh und Frieden finden kann.

Der Priester, der den Segen nennt, sprach: „Bis dass der Tod euch trennt!“

Verschweigt ein frommer Katholik mitunter nur sein Missgeschick?

Der Protestant fragt sich da bloß: „Warum sind Priester ehelos

und es spricht mancher Schwerenöter von Michael dem Drachentöter.

H. Feisel

Camp.

Camp.

Überall stehn reichlich Zelte und schon erklingt die erste Schelte,

innerhalb von dem Verkehr, denn manches Auto drängt zu sehr

auf den Platz, um dort zu stehen. Mancher will nur ungern gehen,

mit viel Gepäck in seiner Hand und stößt deshalb auf Widerstand,

wenn er mit dem Auto prompt, irgendwo zu stehen kommt.

Rucksäcke und schwere Taschen bergen auch mitunter Flaschen.

Die müssen ausgetrunken werden und führen danach zu Beschwerden,

wenn mancher vielleicht, dann und wann, nur noch mühsam stehen kann.

Zwischen Grünzeug und viel Bäumen kann ein mancher Zecher träumen,

nach der ziemlich langen Nacht. Wenn er dann zu spät erwacht,

dann ist die Frühstückszeit vorbei. Das ist manchmal einerlei,

denn es kann ein mancher Magen keine feste Kost vertragen.

Im Jugendcamp wird was getrunken, vom Lagerfeuer sprühen Funken,

im Mondschein, in der dunklen Nacht und Tamtam wird auch gemacht,

mit Gejaule und Gejohle. Die Bratwurst die schmort auf der Kohle

und das Steak wird auch gegrillt. Der Durst dabei der wird gestillt,

mit Bier und mit dem Schoppen Wein. Schön-Wein trinken das muss sein,

denn mancher Tramp kommt aus der Pfalz und bevorzugt selten Malz.

Wenn einer sich nichts mehr bestellt, dann kriecht er mühsam in sein Zelt.

Mitunter hört man einen fluchen. Man kann den falschen Eingang suchen,

ab und an im Sinn betört, wo er wohl nicht hin gehört.

Es geht, das ist das gemeine, der Wein mitunter in die Beine.

Es tut nicht jeder, sozusagen, den letzen Rest vom Wein vertragen

und er schlägt sich in die Büsche. Von der Fahne wehn Gerüche.

Kreuz und quer, in viel Getrappel, erklingt allerlei Gebabbel,

wo man nachts sehr lang verkehrt. Das Klo ist hierbei sehr begehrt

und der rege Zulauf zeigt, dass mancher zu dem Örtchen neigt,

das man stilles Örtchen nennt, was aber keine Stille kennt,

in dieser Nacht, als der Abort. Frequentiert wird immerfort

das entsprechende Kabäuschen, oder das Toilettenhäuschen,

wo man sich mal wieder trifft. Das letzte Glas ist manchmal Gift,

wonach ein mancher dazu neigt, dass er sich länger nicht mehr zeigt

und einen starken Hänger kriegt, wo er schräg hängt oder liegt.

Am Morgen tut, im tiefen Schweigen, sich keine Menschenseele zeigen,

weil alles in den Zelten pennt. Nur der harte Kern der kennt

weder sehr viel Rast noch Ruh und kriegt kaum die Augen zu.

Das Camp das endet irgendwann, so abrupt wie es begann.

Der Aufbruch in der großen Hatz hinterlässt den leeren Platz

und man spricht vom nächsten Mal. Ein paar Gläser stehen schal

hier und dort noch, eben drum, zur Erinnernung herum

und es träumt der Pfälzer Tramp bald erneut vom nächsten Camp.

H. Feisel

Arbeitsweise.

Arbeitsweise.

Der Tag beginnt am frühen Morgen und mancher macht sich schon viel Sorgen,

wie der neue Tag beginnt, weil er an Problemen sinnt.

Ein anderer steht im Verlauf ziemlich unbekümmert auf,

kann ziemlich lebenslustig sein, springt in den neuen Tag hinein.

Die Vögel zwitschern früh am Morgen und machen sich wohl keine Sorgen,

wie der Tag, der neu entsteht, nun am besten weiter geht.

Die Vögel zwitschern und sie singen. Also muss der Tag gelingen,

denkt dabei der Optimist, der hoffnungsvoll am Morgen ist.

Der Pessimist ist mehr betrübt, weil er sich in Skepsis übt,

in allem was vielleicht geschieht und weil er nicht die Vögel sieht,

die sich keine Sorgen machen und zwitschernd aus dem Schlaf erwachen.

Er hat die Vögel nicht gehört, als er auf ein Unglück schwört.

Der Optimist geht aus dem Haus, der Pessimist muss auch hinaus.

Beide müssen, nach Erwachen, schließlich ihre Arbeit machen,

mehr oder weniger geschickt und der Chef hat rein geblickt.

Es schreiten beide nun zur Tat und der Chef gab seinen Rat.

Der Optimist ist couragiert, der nicht den Elan verliert

und ist ein gutes Stück voran, wie man deutlich sehen kann.

Der Pessimist wirkt mehr verhalten, in der Arbeit, beim gestalten

und liegt dabei ein ganzes Stück in seiner Tatkraft weit zurück.

Den einen hat der Chef gelobt, beim anderen hat er getobt,

wie das beim Chef so üblich ist, wenn er an Soll und Haben misst.

Der Optimist haut noch mehr rein und, es durfte niemals sein,

macht einen folgenschweren Fehler und meint der Chef sei ein Krakeeler.

Der Fehler wirft ihn weit zurück und das fördert nicht sein Glück.

Der Pessimist holt im Verlauf vorsichtig allmählich auf

und wird nun vom Chef gelobt, der nun vor dem andren tobt,

weil die Maschine nicht mehr läuft und weil sich der Ausschuss häuft.

Nun fühlt der eine sich geadelt und der andere getadelt.

Vorsichtig, so gut er kann, kommt der Pessimist voran.

Dann ist der Optimist so weit und erneut betriebsbereit.

Schließlich ist es Feierabend. Die beiden sieht man heimwärts trabend.

Man nimmt alles mit in Kauf. Beide liegen nun gleichauf,

der eine mit dem langen Schritt, der andere im kurzen Tritt,

während sie nun im Geschehen miteinander weiter gehen.

Der Tag hat jedem was gebracht, die Arbeit ist im Werk gemacht

und beide, während sie nun eilen, konnten sich die Arbeit teilen

und liegen gleichauf bei der Linie, mit Hilfe jeweils der Maschine.

H. Feisel

Alimente.

Alimente.

Ein Thema ist die Alimente, doch nicht als lebenslange Rente.

Wer kostengünstig Kinder zeugt, der wird vom Gesetz gebeugt,

wenn er heimlich und ganz still sich der Pflicht entziehen will.

Mancher tut das unterbinden, denn er ist nicht aufzufinden

und hat sich schleunigst abgesetzt. Die arme Mama ist verletzt,

weil sie ohne Papa ist, der in seiner Hinterlist,

nach seinem sexuellen Trieb, nicht mit dem Namen unterschrieb.

Sie weiß, als arg gestresste Frau, den Namen selber nicht genau.

Die Mama tat Kontakte pflegen und muss sehr scharf überlegen,

wer, das ist ihr nicht ganz klar, eigentlich der Vater war.

Ganz eindeutig ist im Bericht, die Vaterschaft noch lange nicht.

Sie bräuchte dazu ein paar Proben und ein Mensch ist abgeschoben,

denn es könnte allgemein der Ali auch der Vater sein.

Der machte ihr einst Komplimente, doch zahlt er keine Alimente.

Darum ist die Mutterschaft, ausgelöst durch Manneskraft,

letzten Endes ein Desaster und jeder Mann ein schlimmes Laster.

Aus dem Grund ist die Leidenschaft eigentlich nur lasterhaft,

weil, sie ist nun stark belastet und der Sex war überhastet.

Übereifrig war sie lange verschiedenartig fest zugange

und es wurde fast zur Qual, denn es blieb ihr keine Wahl.

Die Wahl ist ihr ja unter allen immer ziemlich schwer gefallen

und es ließ sich schwer entscheiden. Nun lässt es sich kaum vermeiden,

dass sie sich nunmehr am Schluss irgendwie entscheiden muss.

Der Alfred war ihr nicht geheuer, der suchte nur ein Abenteuer.

Der Vater wird er wohl nicht sein Der Rainer ist ihr zu gemein,

denn der hat sie sitzen lassen. Der Ali lässt sich nicht mehr fassen.

Den Helmut könnte sie wohl fragen, doch der kann ihr auch nicht sagen,

ob er wohl der Vater ist, weil er zu leicht die Zeit vergisst.

Der Stefan ist nur arbeitslos und denkt schon: was mich ich bloß;

doch er kommt für eine Klage ohnehin wohl kaum in Frage.

Der Günther steht noch zur Debatte, den sie fast vergessen hatte.

Oder war das zu der Zeit, der Gerhard der um Hilfe schreit.

Den Werner hat sie ausgeschlossen, denn der ist schon lang verflossen,

Der Wilfried hat die feste Braut. Die hat sie böse angeschaut

und der Friedhelm ist, oh Wehe, immerhin im Bund der Ehe.

So scheitet dies und das im Haus, der geliebten Rosa aus

und der Ali, dieser Hund, spricht die Rosa mit dem Mund,

käme ihr nun sehr gelegen, denn es wäre echt ein Segen,

im Staat bei einer Bürgerschaft. Die Abschiebung nach seiner Haft,

hätte sie, wie man so sagt, nicht bei der Vaterschaft beklagt.

H. Feisel