Gefälligkeit.
Die vollständige, ungekürzte Botschaft des lebendigen Gottes aus dem Raum wird, da sie unangenehme Tatsachen zur Sprache bringt, von vielen Menschen, denen die Wahrheit oft nur lästig ist, nicht unbedingt als eine Gefälligkeit empfunden. Das Wort Gottes macht vor keinem Tabu der Gesellschaft wirklich halt und hat, was Sinn und Wahrheit angeht, keinerlei Hemmungen das zu formulieren was sich in der Gesellschaft gerne in Schweigen hüllt. Eine tatsächlich Sinn – volle Gefälligkeit kann man damit nur dem erweisen, der einen echten Gefallen an der Wahrheit hat, oder diesen Gefallen daran zunehmend findet. Das was gefällt oder gefallen kann, das kann auch, allen Schwierigkeiten und anfänglichen Unbequemlichkeiten zum Trotz, nach und nach gefunden werden. Auch das ist darum nur eine Frage der Zeit, die eine mögliche psychische Entwicklung des Menschen für sich benötigt. Wenn dem menschlichen Individuum die Wahrheit im einen oder anderen Punkt peinlich erscheint, dann hat derselbe Mensch immer die Wahl in der Wahrheit dabei peinlich berührt zu verdrängen, oder sich ehrlich mit der eigens empfundenen Peinlichkeit auseinander zu setzen. Das Verdrängen führt zu keiner wirklichen Lösung und nicht zur Freiheit des Geistes, sondern zur zunehmenden Ignoranz und damit zur Fehlentwicklung und zum falschen Programm im Gehirn. Wer aber ein tiefsitzendes Ehrgefühl in sich trägt, wer einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn besitzt und wer einen prinzipiellen Sinn sucht und entwickelt, dem wird man mit der Darstellung des entsprechenden Inhaltes damit auch eine Gefälligkeit erweisen können. Doch auf die überwiegende Mehrheit der geschichtlich historischen Menschen, in ihrem rohen Naturell und im plumpen anspruchslosen Niveau, ließ sich die echte unverblümte Darstellung nicht gerade als eine erwiesene Gefälligkeit beziehen. Die Gefälligkeit oder das was gefällt ist eine Frage der Perspektive und der jeweiligen Ansicht, wobei die reale vernünftige Orientierung die wahre Ansicht ist, die dem Orient (Orientierung) einst durch überirdische (oder außerirdische) Intelligenz vermittelt worden ist. Gefälligkeit und Gefälligkeit kann daher auch immer mit zweierlei Maß gemessen werden und die niedere naheliegende Gefälligkeit einer vergänglichen Natur entspricht längst noch nicht der höheren weit voraus gehenden und voraus sehenden Gefälligkeit des unvergänglichen ewigen Gottes. Darum ergibt sich in der Welt, im krassen Gegensatz zum vollkommen Göttlichen, im allgemeinen (All – gemein oder gewöhnlich) Trend, eine empfundene Gefälligkeit der Masse gegenüber, der Oberschicht gegenüber und damit dem allgemeinen kurzsichtigen Ego gegenüber. Das gewöhnliche Ego aber ist, in der Kurzsicht, nur imstande sich kurzfristig und vorübergehend zu dienen, bzw. verkörpert den Willen sich dienen zu wollen. Dasselbe eingeschränkte und krankhaft engstirnige Ego bringt es aber nicht wirklich zum Heil, weil es im naheliegenden Bestreben nicht weit blickt und damit seine größtmögliche Chance im ewigen Raum leichtfertig vertut. Leichtfertig ist wer es sich allzu leicht macht, in seinen Gedanken, wer nicht nachdenklich ist und damit nach dem oberflächlichen Gedanken nur „Nichts" vermuten kann. Wer wirklich im höchsten Sinn, in seiner angestrebten Entwicklung, fertig werden will, der kann niemals im Leben allzu schnell und viel zu leicht fertig sein. Man zeigt sich leichtfertig gegenüber der Gesellschaft und innerhalb der Gesellschaft gefällig und dient damit nur einer rohen wachsenden Mehrheit, im plumpen und primitiven Urtrieb und man zeigt sich ebenso leichtfertig in selbstgefälligen natürlichen Gründen der Bequemlichkeit und der materiellen und eitlen Vorteile. Was sich in diesem Schema ergibt das liegt klar auf der Hand. Eine Abkehr und eine Verkehrung sind, in der ständigen naheliegenden Anpassung an die bestehende Welt, die unausweichlichen Folgen des Unheils. Die allgemeine Verwirrung und die leichtfertige Ungläubigkeit einem räumlich ewigen Sinn gegenüber ist eine Folgeerscheinung der gewöhnlichen Ratlosigkeit des erkenntnislosen menschlichen Geistes. Wer daher den vollen Wortlaut des biblischen Textes verfälscht wiedergibt oder eine sinnentleerte Religion (Gesellschaftslehre) von unvollständigen Texten ableitet der, so sagt es dieselbe Bibel im „Klartext", ist verflucht oder ohne eine grundgelegte tatsächliche Entwicklung zum „Ewigen". Der wahre Wortlaut und der daraus erkannte Sinn entsprechen aber einer Gottgefälligkeit oder einer Gefälligkeit gegenüber Gott in denen die Gott gefallen können. Dass der wahre erkannte Sinn damit auch eine echte Gefälligkeit gegenüber Menschen, im Sinne ihrer Entwicklungschance sein kann, das begreifen eben nur die wenigsten Menschen. Der Mensch ist darum in seiner finsteren Ahnungslosigkeit sinnlos und weit entfernt vom absoluten Ziel des Sinnes und wird in der Weise zum Fall und zum Sündenfall. Dabei ist der kriminelle Fall nur das Extrem. Der Mensch fällt und neigt zu fallen und sein tiefer Fall entspricht der ursprünglichsten aller Fallen, nämlich der tiefen Grube, in die er fallen kann. Der Fall und das Fallen ist ein ursprünglichstes elementares und ständiges Ereignis in der gespaltenen Substanz des Alls seit dem Ursprung, denn das was springt droht auch zu fallen. Was fällig wird ist das Ereignis in der gesetzten Frist des Raumes. Die Gefälligkeit ist der notwendige- und im ewigen Sinn überlebensnotwendige aktive Sinn, egal ob er erkannt und angenommen wird oder nicht. Der Mensch, als ein vorübergehender Fall, ist in seinem Haltbarkeitsdatum verfallen, wenn es in der Natur mit ihm zu Ende geht. Galater 1; 6 – 10: Mich wundert, dass ihr euch so bald abwenden lasset von dem, der euch berufen hat in die Gnade Christi (die vorgebildete reale Chance im ewigen Raum), zu einem andern Evangelium (Religionen), so doch kein anderes ist (kein anderer Sinn im Raum), außer, dass etliche sind, die euch verwirren und wollen das Evangelium Christi verkehren (heute im allgemeinen, leicht gewöhnlichen Trend der zunehmend abartig werdenden Religionen, die keinen wirklich göttlichen Sinn verfolgen).
H. Feisel

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