Schlangenbrut.
Irgendwann ist es genug mit dem laufenden Betrug
und das Maß wird langsam voll, bis es überlaufen soll.
Wenn das Maß schon überschäumt dann hat es diese Welt versäumt,
vielleicht noch zu Verstand zu kommen. Wer hat das Wort denn ernst genommen,
das die Götter überbrachten, die den Sinn erkennbar machten?
Wer hat denn diesem Gott geglaubt der dem Menschen das erlaubt,
was er sich nur erträumen kann. Seit jedoch der Betrug begann,
durch zwiespältige Menschenseelen, in entsprechenden Querelen,
wird, wer ehrlich ist belogen und schamlos in der Welt betrogen.
Schamlos wird der Mensch, durch Schlangen, hinterhältig hintergangen
und die Nattern sind versteckt, wo sie auch der Mensch entdeckt,
und sei es auch in seiner Sippe. Es steht das Schicksal auf der Kippe,
wo sich manche Schlange findet, die sich dreht und die sich windet,
um sich schnell davon zu schleichen. Es setzt die Niedertracht ihr Zeichen,
im zweifelhaft verfälschten Stil und die Schlange ist mobil
und flexibel im Geschehen, um die Wahrheit zu verdrehen
und um die Wahrheit zu verstecken und viel Lügen zu bezwecken.
So mancher Mensch der gleicht schon lange hinterlistig einer Schlange,
die ihr ganzes Gift versprüht. Mancher Mensch weiß was ihm blüht,
wenn er sich, so der Entschluss, auf einen verlassen muss,
auf den man sich nicht irgendwann tatsächlich auch verlassen kann.
Kann man einer Schlange trauen, ohne in den Schlund zu schauen,
ob sie giftig ist und beißt und sich als fatal erweist,
oder ob sie harmlos scheint, wie man auch mitunter meint?
Der falsche Geist benutzt sein Gift und wer schreibt benutzt den Stift,
um die Schlange und ihr Treiben, mit den Worten zu beschreiben.
Wird denn wirklich alles „Gut“ durch die falsche Schlangenbrut?
Die Schlange, die sehr viel verspricht, die hält ihr Versprechen nicht.
Sie versprach ein hohes Wissen, doch hat sie nur mit Gift gebissen,
das in manche Adern dringt und das Böse mit sich bringt.
Es glaubt die Schlange sie sei klug, mit Hilfe wohl von dem Betrug;
sie sei nach außen hin getarnt und mancher nicht vor ihr gewarnt.
Doch irgendwann geht das nicht länger, denn es kommt der Schlangenfänger,
der ihr dann, in seinem Schritt, zu guter letzt den Kopf zertritt,
so wie das Christus von sich sagt, der den Schlangenbiss beklagt.
Irgendwann ist es genug, mit viel Lügen und Betrug
und dann ist die Zeit gereift wo man alle Schlangen greift.
H. Feisel
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