Ge-Schwul'st.
Kann die Gesellschaft was dafür, für das wuchernde Geschwür,
das man krankhaft nennen muss? Die Geschwulst die führt am Schluss,
dazu dass sich das Unheil mehrt, weil die Welt kein Heil begehrt,
in dem Sinn der heilig ist. Wer den Heilprozess vermisst,
der muss ständig, hier auf Erden, weiter immer kränker werden.
Die Krankheit hat sich ausgebreitet und zur Seuche ausgeweitet,
ohne dass die Welt erkennt, dass sich die Krankheit „Sinnlos“ nennt.
Es gibt viele fette Wülste und genau so viel Geschwülste,
in dem Unheil das geschieht. Was die Welt oft übersieht,
das ist die Heilung in dem Geist, der sich als gesund erweist.
Es ist der menschliche Verstand nur dann gesund, in manchem Land,
wenn er klar die Wahrheit sieht und nicht in den Unsinn flieht.
Das Unheil mehrt sich überall, durch den ständigen Verfall
der Selbstkontrolle in dem Geist. Wer sich als labil erweist,
der hat nicht viel Sinn gefunden, in den ungesunden Stunden,
in denen er nur falsch verkehrt und nicht den hohen Standpunkt ehrt,
aus dem ein Gott, aus seiner Sicht, klar in seinen Plänen spricht.
Die Welt ist krank und weiß es nicht und es entzieht sich ihrer Sicht,
was der Heilprozess bedeutet. Wer allen Sinn total vergeudet,
der ist kränker als er denkt und von der Heilung abgelenkt.
Es wuchern viele kranke Zellen, in der Welt, an vielen Stellen,
und die tun zu Geschwülsten führen. Die Welt, durchsetzt von viel Geschwüren,
windet sich sehr oft im Schmerz. Doch hat die Welt ein reines Herz,
wenn sie keine Unschuld kennt? Wer sich fälschlich ehrlich nennt,
der ist, in seinen kranken Trieben, dem entsprechend nach Belieben,
allen Lügen, in dem Leben, nur bedingungslos ergeben.
Das Geschwulst des Blödsinns reicht, zunehmend und mehr vielleicht,
in die Gesellschaft weit hinein. Diese kann nicht heilig sein,
weil sie in viel Lügen weilt und sich ganz und gar nicht heilt.
Es wuchert das Geschwür auf Erden. Die Welt kann nicht gesünder werden.
Die Geschwülste wuchern weiter, denn die Welt wird nicht gescheiter,
weil sie niemals, irgendwann, den Sinn im Denken bieten kann.
Die Geschwüre tun sich mehren und die Welt tut „Nichts“ begehren
und „Alles“ selten akzeptieren. Die Welt muss allen Sinn verlieren,
denn sie ist, in ihrem Plan, jenem Gott nicht untertan,
der sich, aus seiner hohen Sicht, nicht viel vom Fürst der Welt verspricht.
Der ist im Fortschritt offensiv, doch im niederen Motiv
nicht dem höchsten Sinn ergeben. Darum muss er sinnlos streben,
verloren auf der breiten Front, zum weit entfernten Horizont.
Kann die Welt ein Ziel erreichen, oder muss sie kränkelnd weichen?
H. Feisel

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