Befindlich.
Das Leben, in dem Raum befindlich, ist als ein Dasein dann verbindlich,
als ein Leben in der Zeit, mit dem Gott der Ewigkeit,
wenn das Leben, das besteht, und in Vergänglichkeit vergeht,
sich vielleicht noch, frei vom Bann, vollkommen fortentwickeln kann,
in der Vollendung der Substanz. In ahnungsloser Arroganz,
die eigentlich jedoch vielleicht, im Grunde nur der Dummheit gleicht,
statt dem Intellekt im Sinn, erkennt der Mensch nicht den Gewinn,
den aller Sinn im Dasein brächte, wenn denn mancher weiter dächte.
Wenn der Mensch denn denken würde, begriffe er zunächst die Bürde,
die auf der Menschenseele lastet, die ohne Sinn ins Leere hastet.
Doch verdrängend die Gedanken, sonst müsste er ganz sinnlos wanken,
in seiner Unverbindlichkeit, begnügt der Mensch sich alle Zeit
damit Gedanken zu verdrängen, sonst würde er im Leeren hängen.
Der Abgrund wäre im Geschehen dann nicht mehr zu übersehen
und ohne einen Sinn verwendend säh' er sich im Abgrund endend,
dem dunklen Wahnsinn nicht mehr fern. Darum denkt der Mensch nicht gern,
weil er sich, aus leerer Sicht, davon leider „Nichts“ verspricht.
Er lenkt sich stets vom Denken ab, bis zum Endeffekt im Grab.
Damit hat er wohl vielleicht am Ende einmal „Nichts“ erreicht,
in seinen stets getäuschten Sinnen und „All-Es“ wird er nicht gewinnen.
Auf dem Fluchtweg stets befindlich bleibt die Seele unverbindlich,
im verbindungslosen Geist, der unverbindlich „Nichts“ beweist.
Es bleibt der Geist nur auf der Flucht, in seiner aussichtslosen Sucht,
und er muss vergeblich suchen und den Fluchtweg auch verfluchen,
wenn er nicht den Sinn entdeckt, der verbindlich in ihm steckt.
Den falschen Fluchtweg zu verlassen das hieße vielmehr Sinn zu fassen,
in ehrlichen Gedankengängen, sich befreiend von den Zwängen,
die der Ritus auferlegt, der im Kult nur „Nichts“ bewegt.
Was fühlt die Psyche im Befinden? Kann die sich selber überwinden,
um sich innen im Vertrauen auf den Sinn noch aufzubauen?
Im geistigen Programm erbauen, um zu „All-Es“ aufzuschauen,
das kann der Mensch der viel mehr denkt, ihm sei der volle Sinn geschenkt.
Im inneren Programm befindlich wird der Geist zum Zweck verbindlich
und darum seinem Zweck gerecht, denn der Sinn in ihm ist echt
und nicht nur vorgetäuscht zum Schein. Unverbindlich und gemein,
ist jeder falsche Schein der Zeit, in äußerer Scheinheiligkeit.
Der falsche Geist der Heuchelei kommt, verbannt ins „Nichts“, kaum frei,
in dem Zwiespalt sich befindend und sich nicht mit Gott verbindend.
Aller Sinn wird dann verbindlich wenn sich der Mensch, im Geist befindlich,
zu einer ganzen Seele eint und die volle Wahrheit meint.
H. Feisel

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