Vorbei?
Manches geht einmal vorbei und dann ist alles Einerlei
und die ganze Welt wird grau. Es war der Himmel hell und blau
als die Sommersonne schien. Auch wenn die Wolken sich verziehn,
so bleibt trotzdem eine Lücke auf der ziemlich schmalen Brücke,
auf der ein Weg zum Glück jäh endet. Alle Zeit scheint nur verschwendet,
die mit einem mal vergeht, wo die Erinnerung still fleht,
vielleicht um alles Glück zu Zweit. Das echte Glück war nicht bereit
jene die ins Leere denken, mit dem Segen zu beschenken,
wodurch die Liebe, die entflieht, sich mit einem mal verzieht.
Das Glück ist still vorbei gegangen. Wer weiß mit sich was anzufangen,
in der ziemlich tristen Leere ? Schwer wie Blei drückt diese Schwere
auf das einst sonnige Gemüt. Wer will der ist darum bemüht
alles Schwere unterdessen allmählich einmal zu vergessen,
doch die Erinnerung die bleibt, die, die Vergangenheit beschreibt,
vielleicht in rosaroten Farben, die mit einem mal verdarben
und sich in tristes Grau verwandeln. Es tut sich mancher schwer im Handeln,
gelähmt in seiner Lebenslust und was bleibt ist tiefer Frust,
der die Seele fast erstickt, wo der Mensch ganz traurig blickt.
Wo bleibt der Glanz der leeren Augen, die nichts mehr zum Strahlen taugen?
Das Liebesfeuer ist verglüht. Der Funken den die Liebe sprüht,
erlischt jäh in der Dunkelheit und dann wird es langsam Zeit
das Glücksbedürfnis, in dem Leben, wieder einmal aufzugeben.
Alles Schöne ist vorbei. Was bleibt ist der Verzweiflungsschrei,
zeugend von gewissen Schmerzen in dem malträtierten Herzen.
Alles was von Herzen kam, was der Mensch zum Anlass nahm
seine Liebe zu beweisen steckt festgefahren in den Gleisen,
wie man so zu sagen pflegt, wo sich gar nichts mehr bewegt,
es sei denn in dem gleichen Wahn, immer auf derselben Bahn.
Es bleibt die Frage, eben drum: „Wer ist schuld,weshalb, warum
und wodurch ging das Glück vorbei.Ein Gott, der hoch gepriesen sei,
wird seine harte Rache üben wo böse Sinne alles trüben,
in auswegloser Dunkelheit und schließlich wird es einmal Zeit,
für jene die zum Bösen hören und die Liebe auch zerstören,
in der Höllenfahrt zu enden, wo Götter ihre Kraft verwenden,
um schließlich und für alle Zeiten die Strafe denen zu bereiten,
die sich ihnen widersetzen und alles Liebesglück verletzen.
Gottes Strafe kommt bestimmt, der seinen Plan zum Anlass nimmt
die bösen Seelen auszumerzen. Dann ist manchem nicht zum Scherzen,
verfluchend die gewissen Lügen, in eigens seinem Selbstbetrügen.
So mancher fällt dann, auf der Flucht, in die finster kalte Schlucht,
in auswegloser Dunkelheit, denn er liegt mit Gott im Streit.
Alles geht einmal vorbei, auch der Mensch im Todesschrei.
H.Feisel

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