Verbindlich ?
Ist aller Sinn, im Raum befindlich, irgendwie im Geist verbindlich?
Diese Frage steht im Raum. Die Antwort findet sich nur kaum,
für den Menschen in der Zeit seiner Oberflächlichkeit,
in der er kaum zum Denken neigt und weit entfernt vom Sinn bloß zeigt,
dass er vom Sinn nur abgelenkt, sinnlos nur ins Leere denkt.
Ist die Substanz der Ewigkeit mathematisch doch bereit
zur Verbindlichkeit zu neigen, dann wird sich das im Ansatz zeigen,
soweit sich Menschen das erhoffen. Die Welt ist dann davon betroffen,
von dem was „All-Es“ eng verbindet und alle Spaltung überwindet.
Verbindlich wäre aller Sinn, im geistigen Substanzgewinn.
Verbindlich muss doch „All-Es“ sein, denn alles ist ursächlich ein
im Raum befindliches Gebilde. Was führt das Prinzip im Schilde,
das alle Raumsubstanz bewegt und den Sinn zugrunde legt,
in mathematischen Prozessen? Begreift die Menschheit währenddessen,
um was es im Prinzip denn geht, wenn die Materie, die besteht,
als sogenannter Kosmos weicht und im Kern ihr Ziel erreicht?
Wie kann der Geist den Sinn nur kriegen? Logisch muss es nahe liegen,
dass der Sinn sich nicht verliert, sondern sich im Kern zentriert,
im Großen Ganzen und im „All-Es“, sonst wär dem Raum wohl keines Falles
die ewige Substanz gegeben und erst recht kein Sinn im Leben.
Die Frage lässt sich nicht vermeiden. Die Antwort muss ganz klar entscheiden,
zwischen „All-Es“ oder „Nichts“. Verbindlich ist der Sinn des Lichts,
sonst wär' das Leben, alle Zeit, verbindungslos in Dunkelheit,
ein aussichtsloses Unterfangen zur Entwicklung zu gelangen.
Doch verbindlich, unterdessen, in artspezifischen Prozessen,
ist im Grunde einmal ganz umfassend alle Raumsubstanz.
Ob die Substanz sich konzentriert oder sich im Raum verliert,
verloren und für alle Zeit, in räumlicher Unendlichkeit,
das steht als Frage in dem Raum. Unterscheiden tut sich kaum,
in der zwiespältigen Kraft, der Mensch von dieser Eigenschaft.
Der Mensch kann allen Sinn verlieren oder aber konzentrieren,
in innerer Verbindlichkeit. Unverbindlich ist die Zeit
die immer neu zu Ende geht. Alle Ewigkeit besteht,
die ständig alle Zeit verschlingt. Ob im Raum viel mehr gelingt,
als es auf Erden scheinen mag, in der ein Sinn verborgen lag,
in der Möglichkeit des Lebens, aber leider oft vergebens,
das muss sich im Prinzip entscheiden. Es lässt sich nicht im Geist vermeiden,
dass der Mensch je, eben drum, jeweils als Individuum,
sich entscheiden kann und muss, im eigenständigen Entschluss,
zwischen dem was gar „Nichts“ meint und „All-Es“, was verbindlich scheint.
H. Feisel

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