Götzenbilder.
Die Bildung hat es weit gebracht, doch hat man sich ein Bild gemacht
von einem wahren Gott des Alls? Der Götzenkult ist jedenfalls
in dieser Welt stark ausgeprägt, der sich in allem niederschlägt
was Religionen anbelangt. Wer denkt hat um den Sinn gebangt,
den es im weltlichen Verdruss hoffentlich noch geben muss,
vielleicht in keiner Religion, doch in der echten Gottheit schon.
Es zeigen viele Hinweisschilder deutlich auf die Götzenbilder,
die im Ur-Kult der Natur, überkleidet von Kult-Ur,
in der Welt gepriesen sind. Doch die Welt bleibt taub und blind,
in dem religiösen Spott, im Angesicht vom wahren Gott.
Hat die Welt viel Sinn erlaubt, die an tote Götter glaubt
in der vergänglichen Materie? Stück an Stück steht in der Serie
manches Götzenbild herum, vor dem verehrten Publikum
und es wird viel publiziert, auch wenn es allen Sinn verliert.
Was stellt sich der Bildungstor unter einer Gottheit vor,
in viel Elan und mit viel Schwung der eitlen Selbstvergötterung,
die, die Kultur ihr eigen nennt, die den wahren Gott nicht kennt?
Die Götzenbilder zu vermehren und sie im blöden Kult zu ehren,
darauf hat sich die Welt verstanden, überall und hierzulanden.
Doch kann sie, in den Gefilden, sinngemäß nur Falsches bilden.
Der Mensch nennt manches Bild ein Traum, doch gleicht es nicht dem Gott im Raum,
der in Ewigkeit besteht und nicht mit der Zeit vergeht.
Jene die den Sinn zerbrechen und trotzdem von Unsterblich sprechen,
reden in geschönten Phasen weiter „Nichts“ als leere Phrasen,
denn unsterblich, aus der Sicht, ist das Material so nicht,
in der irdischen Substanz. Verblichen ist sehr schnell der Glanz
den man, im falschen Argument, oberflächlich göttlich nennt.
Abstrakt sind alle Redensarten auch die scheints sensiblen zarten,
in ausgesuchten schönen Worten, künstlich wie aus den Retorten,
ohne ganz konkreten Sinn, bei wenigem Substanzgewinn.
Kurzum der Geist bleibt ohne Zwecke scheinbar sinnlos auf der Strecke,
der den wahren Gott bezeugt und der sich der Tendenz nicht beugt
und nicht dem kulturellen Trende der gepriesenen Legende.
Die Fabel die kein Sinn beweist ist nicht vom wahren Geist gespeist,
denn der heilt ja, eben drum, nur das Individuum,
das aller Heuchelei entsagt und Ehrliches zu sprechen wagt.
Die Erkenntnis ist blamabel, entsprechend der Altweiberfabel,
wie das Wort Gottes dieses nennt, das real den Sinn nicht kennt.
Die sich zum Götzenbild bekennen die können diesen Sinn nicht nennen,
der aus räumlich ferner Sicht einen wahren Gott verspricht.
H. Feisel

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