Erstarrt.
Der religiöse Mensch verharrt, regungslos im Sinn erstarrt,
an den rituellen Plätzen. Die lernt er scheinbar sehr zu schätzen,
in der Gewohnheit die er übt, auch wenn er sich den Blick sehr trübt,
für die reale Wirklichkeit, in seiner ganzen Lebenszeit.
Was erkennt der Mensch denn schon? Erstarrt in seiner Religion
starrt der Mensch, in dunkler Schwere, eigentlich nur in die Leere
dessen was er, wie verflucht, in seinem Sinn vergeblich sucht.
Es starrt der Mensch, im Lebenslauf, manchmal in den Himmel rauf,
und er ahnt im Raum die Ferne, angesichts der vielen Sterne.
Der wahre Sinn ergibt sich kaum nur auf aller engstem Raum.
Die Ewigkeit, die er nun nennt, bedeutet dass er mehr erkennt,
als an dem erstarrten Fleck, ohne einen echten Zweck,
an dem auf Erden, wie erstarrt, die leere Religion verharrt.
Im völlig unbedachten Fimmel spricht die Religion vom Himmel,
verklärt, verfälscht, und eben drum, im finsteren Mysterium.
Ohne dass man Licht erkennt und einen Gott „All-Mächtig“ nennt,
kann der Mensch wohl, hier auf Erden, keineswegs zum Weisen werden,
in der schwarzen Dunkelheit einer ahnungslosen Zeit.
Die Religion ist nur erstarrt und wer denkt fühlt sich genarrt,
in Anbetracht der leeren Worte, künstlich wie aus der Retorte.
Die Menschenseele ist erstarrt, wo sie in der Kälte harrt,
denn Gottes Wärme spürt sie kaum, in dem scheinbar kalten Raum,
in dem wohl gar kein Platz mehr scheint, für einen Gott, wie mancher meint.
Die Welt erstarrt in ihrem Spott und dient sehr gern dem Antigott,
der sich gerne überhebt und nach Macht und Reichtum strebt,
in der Ehre, die er sucht. Doch ist der falsche Rat verflucht,
in vielen religiösen Sachen, wo viele ihre Pläne machen,
eigennützig und sehr prächtig, doch keineswegs dabei bedächtig
auf einen wahren Gott bedacht. Auf den gibt diese Welt nicht acht,
die ihre Pläne, bis zum Schluss, ahnungslos verfolgen muss.
Erstarrt ist aller Sinn der Welt, die das nicht zur Verfügung stellt,
was ein Gott im Raum bekannte und in seiner Botschaft nannte.
Ein harter Kern, ein kleiner Rest, hält vielleicht am Sinn noch fest,
den mancher, in der Sehnsucht still, tief in seinem Herzen will.
Wer sich nach Sinn und Hoffnung sehnt hat sich nicht daran angelehnt,
an dem was niemals, irgendwann, ihm Halt und Hilfe bieten kann.
Erstarrt ist aller Sinn auf Erden und ersetzt kann das nicht werden,
was ein Gott im Raum versprach. Dass dies als leeres Wort zerbrach,
das behaupten die Gelehrten, die in der Bildung das vermehrten,
was nicht den höchsten Sinn ersetzt. Die täuschen sich noch bis zuletzt.
H. Feisel

Kommentare